Marke von 2012 geknackt: Deutsche Industrie schafft neuen Exportrekord

Marke von 2012 geknackt
Deutsche Industrie schafft neuen Exportrekord

Dem Ukraine-Konflikt und der Ebola-Epidemie zum Trotz steigern die deutschen Exporteure ihren Rekord von 2012. Dank des schwachen Euros könnten sie in diesem Jahr noch einen draufsetzen.
  • 8

BerlinDeutschlands Exporteure schaffen einen neuen Rekord: Trotz der Krise in Russland und der Ukraine haben die Betriebe 2014 so viele Waren in alle Welt geliefert wie noch nie zuvor. Insgesamt wurden Produkte im Wert von 1133,6 Milliarden Euro ausgeführt und damit 3,7 Prozent mehr als im Vorjahr, wie das Statistische Bundesamt am Montag in Wiesbaden mitteilte.

Die Einfuhren erreichten 916,5 Milliarden Euro und lagen damit 2,0 Prozent höher als 2013. „Die Exporte und Importe übertrafen im Jahr 2014 die bisherigen Höchstwerte vom Jahr 2012. Damals wurden Waren im Wert von 1095,8 Milliarden Euro exportiert und Waren im Wert von 905,9 Milliarden Euro importiert“, berichteten die Statistiker.

„Die Zahlen sind ordentlich. Die Exporte sind im gesamten vierten Quartal gestiegen“, kommentierte Commerzbank-Ökonom Ralph Solveen. „Der schwache Euro spricht dafür, dass die deutschen Exporteure in diesem Jahr Rückenwind bekommen.“ Stefan Schilbe von HSBC Trinkaus geht auch 2015 von einem wenig dynamischen Wachstum des Welthandels aus. Doch: „Der schwächere Euro hilft - zumal die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Unternehmen ohnehin gut ist“, so der Ökonom. „Die schwächere Währung ist ein zusätzlicher Treiber.“

Die Zahlen 2014 zeigen: Die deutsche Industrie hat der Russland-Ukraine-Krise getrotzt. Denn wie Eckhard Cordes, Vorsitzender des Ost-Ausschusses der Deutschen Wirtschaft, kürzlich betonte, sind die Ausfuhren nach Russland 2014 angesichts der politischen Konfrontation um knapp 20 Prozent gesunken.

Besonders stark wuchs der Außenhandel mit Ländern aus der Europäischen Union, die wie Großbritannien oder Polen nicht der Euro-Zone angehören. Die Exporte dorthin kletterten um satte 10,2 Prozent auf 243,1 Milliarden Euro, die Einfuhren um 6,6 Prozent auf 188,5 Milliarden Euro. Nach einem Minus im Vorjahr lieferten die deutschen Betriebe 2014 auch wieder mehr Produkte in die Partnerländer der Euro-Zone: Die Exporte stiegen auf 414,2 Milliarden Euro (+ 2,7 Prozent), die Einfuhren auf 411,4 Milliarden Euro (+ 2,3 Prozent).

Seite 1:

Deutsche Industrie schafft neuen Exportrekord

Seite 2:

Boom im Handel mit Drittländern

Kommentare zu " Marke von 2012 geknackt: Deutsche Industrie schafft neuen Exportrekord"

Alle Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

  • Dafür werden Völker versklavt?!
    Die Exportgier der Industrieländer und deren Großkonzerne, durch Bestechung von korrupten Regierungen und Regierungsmitgliedern Griechenlands und mit der Mittäterschaft von deutschen und französischen Banken, hat zu dieser Überschuldung geführt.
    Jetzt wird ein ganzes Volk versklavt, während die korrupte griechische Regierungsmitglieder und unsere Bankmanager, die Verantwortliche von Siemens, Mercedes, Kraus-Maffei, Ferrostahl, Dassault, etc., etc., unbestraft, ein Leben in Luxus und Überfluss genießen können. βεντέτα

  • Ob es irgendjemand bewusst ist dass unser Überschuss das Defizit (Schulden) anderer Länder ist?

  • Wie sieht es in unserer Gesellschaft aus , wenn das auf 0 € zurückgeht?

    Es kann einem Angst und Bange werden, zumal wir davon ausgehen müssen, dass uns dann von außen allenfalls genauso schlaue Ratschläge gegeben werden wie wir sie derzeit dem Rest der Welt geben!

    Anderer Gesichtspunkt: Obwohl wir Exportweltmeister sind und Geld ohne Ende nach D fließt. Warum haben wir dann nicht noch deutlicher Überschüsse, letztlich auch im Bundeshaushalt? Es scheint wir haben ein "monetäres Effizienzproblem"!

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%