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Markit-Umfrage: Deutsche Industrie bleibt „einsam auf der Überholspur“

Die deutsche Wirtschaft hat zu Beginn des dritten Quartals überraschend einen Zahn zugelegt. Die Industrie schaffte das zweitschnellste Wachstum in diesem Jahr, bei den Dienstleistern liefen die Geschäfte nach der jüngsten Umfrage des Markit-Instituts im Juli sogar so gut wie seit drei fast Jahren nicht mehr. Doch es gibt auch erste Bremssignale.

Die deutsche Wirtschaft gewinnt im Juli an Schwung. Quelle: dpa
Die deutsche Wirtschaft gewinnt im Juli an Schwung. Quelle: dpa

HB BERLIN. „Deutschland wird im zweiten Halbjahr der wichtigste Konjunkturtreiber der Euro-Zone sein“, sagte Markit-Chefvolkswirt Chris Williamson zu der Umfrage unter rund 1 000 Unternehmen. „Aber es gibt auch Signale dafür, dass der Wachstumshöhepunkt erreicht ist.“

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Der Einkaufsmanagerindex für die Dienstleister legte um 2,5 Punkte zu. Mit 57,3 Zählern liegt er auf dem höchsten Wert seit August 2007. Das Industrie-Barometer kletterte um 2,8 auf 61,2 Punkte. Von Reuters befragte Experten hatten jeweils einen leichten Rückgang erwartet. Ab einem Wert von 50 Zählern wird ein Wachstum signalisiert. Markit erklärte das kräftige Wachstum zum einen mit der starken Nachfrage aus dem Ausland. Zum anderen hätten viele heimische Kunden vor Beginn der Sommerferien ihre Lager aufgefüllt.

Das hohe Tempo wird die exportabhängige deutsche Wirtschaft nach Einschätzung von Markit aber nicht halten können. „Beim weltweiten Handel zeichnet sich eine Abschwächung ab“, sagte Williamson. Das werde der langjährige Exportweltmeister spüren.

Das Wachstum der Exportaufträge für die Industrie schwächte sich im Juli bereits den vierten Monat in Folge ab: Dieser Teilindex gab um 2,0 auf 55,7 Punkte nach. Bei den Dienstleistern stieg der Teilindex für die Aufträge dagegen um 4,7 auf 54,2 Punkte. Analysten sagen für das zu Ende gegangene zweite Quartal mit 1,0 Prozent das stärkste Wachstum seit mehr als zwei Jahren voraus. Für den Sommer wird eine Abschwächung auf 0,5 Prozent erwartet.

  • 22.07.2010, 13:59 UhrAnonymer Benutzer: no.7

    @siggi40. Ach natürlich, weltweit führend sind wir, mindestens !! Wenn nicht gar Sonnensystem-weit führend ! -ich hoffe nicht, daß die Menschen weltweit so primitiv sind, um hinter deutschen autos herzurennen. ich hoffe vielmehr, daß in kürze kein geld mehr dasein wird, um viel zu teure deutsche PKW zu kaufen. Großkotzige sprüche überall, komischerweise mußte vor anderthalb Jahren der Staat die glorreiche deutsche industrie, die ja überall führend ist, besonders was Propaganda anbetrifft, mit milliardengeldern aus der Steuerkasse "retten". Paßt wohl nicht so ganz zusammnen, und es wird wieder so kommen. Hochmut kommt vor dem Fall. Warten wir mal ein Jahr ab, und sehen wir, wie es dann ausschaut. dann wird die industrie wieder nach Subventionen, neuen Lohnsenkungsrunden u.a. schreien. Der abschwung ist doch vorgezeichnet, genau wie im Sommer 2008. Da brummte und brummte und brummte es, und ein paar wochen später brummte es plötzlich nicht mehr, da mußte dann Staatsknete her. Leute, spart euch eure anbiedernden Lobgesänge, es ist ja schon lächerlich. Von großen sprüchen allein wird es kein wachstum geben.

  • 22.07.2010, 13:21 UhrAnonymer Benutzer: Siggi40

    im Fahrzeug-, Werkzeug-, und Maschinenbau sind wir weltweit führend und der Traum der gesamten Erdbevölkerung ist es, ein Auto Made in Germany zu fahren - also das beste. Nachvollziehbar.

    in den aufstrebenden Schwellenländern indien, China, Südamerika und Russland liegen unsere künftigen Absatzmärkte. Den Export in die USA (und innerhalb Europas) können wir uns in Zukunft abschminken, auch wenn der aktuelle Export in die USA erfreulich wirkt. Ohne Anzahlung und die erste Rate erst nach zwei Jahren, so erfüllt sich jeder Arbeitslose in den USA seinen (letzten?) Traum. in den USA hat es sich ausgeträumt – auf Jahrzehnte.

    So erfreulich unser Export auch ist, für Herrn Schäuble und für die Reduzierung der Kurzarbeiter und Aufstockung der Leiharbeiter (weil niemand an einen anhaltenden Aufschwung glaubt), noch mehr freuen sich unsere europäischen Nachbarn, die alle bereits das Geld schon fest eingeplant haben, das wir verdienen. Alles nur eine Erweiterung des innerdeutschen Solidarpakts auf ganz Europa. So macht nicht nur die deutsche Einheit Spaß, sondern sogar die europäische Einheit.

    Die einen malochen und die anderen geben das Geld mit vollen Händen aus. Wie Griechenlands Finanzminister vor ein paar Monaten kommentierte, dass es in ganz Europa kein anderes Land gäbe mit einer solch hohen Dichte an Porsche Cayenne´s, als in seinem. Und die 500PS werden ja nicht durch Wasser befeuert. Unsere Exportüberschüsse sind auch dafür schon fest verplant.

    Wir könnten also problemlos sogar als Geisterfahrer unterwegs sein – weit und breit kommt uns niemand entgegen. Zumindest in den westlichen industrienationen.

  • 22.07.2010, 13:12 UhrAnonymer Benutzer: morchel

    und das bei permanenten fachkräftemangel,mit entsetzen stellt man fest wenn man propagande von intressengruppen von realen dingen trennt,stellt sich herraus das mit dem personal schindluder getrieben wird,zeitarbeit ist so eine einrichtung deren sinn man gut versteht wenn man sieht wer davon profitiert,

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