McKinsey-Studie: Globale Verschuldung hat sich seit 2000 verdoppelt

McKinsey-Studie
Globale Verschuldung hat sich seit 2000 verdoppelt

200 Billionen US-Dollar Miese: Seit der Jahrtausendwende hat sich die globale Schuldenlast laut einer McKinsey-Studie mehr als verdoppelt. Deutschland steht im Vergleich noch recht gut da. Doch es gibt Grund zur Sorge.
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HamburgDie globale Verschuldung hat sich einem Bericht zufolge seit der Jahrtausendwende mehr als verdoppelt. Das Nachrichtenportal „Spiegel Online“ zitierte am Donnerstag aus einer Studie der Unternehmensberatung McKinsey, wonach die globale Verschuldung im zweiten Quartal 2014 insgesamt 199 Billionen Dollar (175 Billionen Euro) betrug. Im Jahr 2007 waren es demnach noch 142 Billionen Dollar, im Jahr 2000 lag die Summe bei 87 Billionen Dollar.

Unterschieden wird in der Studie zwischen Schulden des Staates, privater Haushalte, des Finanzsektors und aller übrigen Unternehmen. Demnach entfiel von den 199 Billionen Dollar auf die Staaten ein Anteil von 58 Billionen Dollar.

Der Bericht zeichnet ein Gesamtbild von der Finanzlage in und aus den Staaten: So können, selbst wenn die Staatsschulden niedrig sind, private Haushalte oder Unternehmen vor dem finanziellen Kollaps stehen. Hohe Staatsschulden müssen dagegen nicht immer fatal sein, wenn die Bürger sparen und ihr Geld etwa für Anleihen ihres Heimatlandes ausgeben.

Im Jahr 2007 betrugen die Schulden dem Bericht zufolge zudem noch 269 Prozent der jährlichen Wirtschaftsleistung, im zweiten Quartal 2014 waren es 286 Prozent. Deutschland liegt mit einer Schuldenquote in Höhe von 258 Prozent unter dem Durchschnitt.

Sorgen bereitet den Autoren der Studie nach Angaben von „Spiegel Online“ die Entwicklung in China. In der aufstrebenden Volkswirtschaft haben sich die Schulden demnach in den vergangenen sieben Jahren auf mehr als 28 Billionen Dollar vervierfacht. Auch die Struktur der chinesischen Schulden sei beunruhigend, hieß es.

So spiele der Immobiliensektor eine zu große Rolle und auch die Schuldenpolitik vieler Regionalregierungen sei nicht nachhaltig.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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  • Mit der Aufhebung des Bretton Woods Systems ging das Schulden Machen los,weltweit.Der teuere Vietnamkrieg erforderte dies,denn das amerikanische Gold reichte nicht mehr aus,um die Währung zu stützen,der Krieg war einfach zu teuer.1981 versuchte man,durch Zinssenkungen dem Problem her zu werden.Die Zinsen sanken von 19% auf jetzt fast Null.Das Geld floss seit 81 in die Aktienmärkte,der Dow Jones vervielfachte sich,von unter 800 Punkten auf jetzt fast 18000 Punkte,eine direkte Form der Zinssenkungen.Wenn der Zins bei Null liegt helfen nur QE Programme um den Zins zu drücken.Reicht das nicht aus,müssen negative Zinsen her.Eine verrückte Welt.Negative Zinsen,was es nicht alles gibt.

  • Wieso kommt es zu einer Verdopplung von realen, materialen Gütern und aus persönlicher Arbeit bestehenden Dienstleistungen und der Summe aller Preise dieser Güter und Dienstleistungen?
    Warum bleibt bei allen Transaktionen der Marktteilnehmer, Unternehmen, Privathaushalte und Staaten, immer ein kleiner Geldrest übrig, der nicht in der Marktzirkulation steckt? Weshalb gibt es an den Finanzmärkten einen inneren Kapitalkreislauf, der von der Realwirtschaft getrennt ist? Was sagt die Mc Kinsey - Studie dazu? Nichts? Dann ist die Studie bei der Prüfung mit Note 6 durchgefallen. Eine Wiederholung frei, sonst Exmatrikulation! Es fehlt jegliches Verständnis von Geld in der Marktwirtschaft! Heute bewegt Geld nur noch als Zahlungsmittel die Märkte. Zahlungsmittel sind aber bereits definitionsgemäß Kreditgeld oder Schuldtitel. Die Wirtschaftsleistung der Menschheit von über, ja was eigentlich, ach ja, 75.000 Milliarden Dollar in 2014. Wieso denn in Dollar und wieso denn genau 75.000 Milliarden? Weil alles als Summe der Preise in Dollar gerechnet wird. Was keinen Preis hat und nicht über den Markt gehandelt wird, fällt aus der Berechnung heraus. Das ist die gesamte Selbstversorgung bis zur unbezahlten Hauarbeit.
    Damit es nicht zu Verzerrungen kommt, muss in Kaufkraftparitäten umgerechnet werden, weil die Kaufkraft eines Dollar in China oder Indien eine viel größere Gütermenge bewegt als ein Dollar in den USA. Nimmt man nun die Gesamtmenge der Güter und Dienstleistungen und stellt sie sich, kaufkraftbereinigt, der Summe aller Preise gegenüber, Es zeigt sich, oh Wunder, ein annähernder Ausgleich. Kommt noch der Geldrest der Marktteilnehmer, Unternehmen, Privathauhalte und Staaten dazu, ist der Ausgleich perfekt. Bleibt nur die Finanzwirtschaft mit ihrem, von der Realwirtschaft getrennten Casino, übrig. Das ist aber ein anderes Thema.

  • Der große Krieg,der das alles lösen soll hat ja schon begonnen.Es muss nur noch der Rest der Welt miteinbezogen werden,dann kann wieder verdient werden,dass die Schwarte kracht.

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