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Medienbericht: EZB-Präsident rechnet fest mit weniger Inflation

Mario Draghi nimmt die Angst der Deutschen vor der Geldentwertung ernst: Der EZB-Chef glaubt fest daran, dass die Inflationsrate in der Eurozone 2013 wieder unter zwei Prozent fallen wird.

EZB-Präsident Mario Draghi. Quelle: Reuters
EZB-Präsident Mario Draghi. Quelle: Reuters

HamburgDer Präsident der Europäischen Zentralbank (EZB), Mario Draghi, erwartet ein Abklingen der Inflation im Euroraum. "Wir rechnen fest damit, dass die Inflationsrate in der Eurozone im nächsten Jahr wieder unter unsere Zielmarke von nahe zwei Prozent fällt", sagte Draghi dem Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" (erscheint Montag) im Interview. Im September lag die Teuerung in der Eurozone noch auf Jahressicht bei 2,7 Prozent. Der EZB-Präsident befürwortete zudem mehr Kontrolle nationaler Haushalte durch den EU-Währungskommissar.

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Die EZB nehme die Ängste der Deutschen vor einer Geldentwertung sehr ernst, sagte Draghi weiter. In einigen Fällen wie in Deutschland in der Weimarer Republik habe das Drucken von Geld Inflation verursacht. In anderen Fällen habe proaktives Handel der Zentralbank jedoch nicht zu Geldentwertung geführt. "Wir sind entschlossen Preisstabilität zu gewährleisten und systemische Vermögensblasen zu vermeiden" versicherte er.

Rangliste der größten Sorgen Euro-Krise jagt Deutschen Angst ein

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Bislang sehe die EZB "steigende Preise auf einigen wenigen Vermögensmärkten allenfalls auf lokaler Ebene", sagte Draghi. Dies müsse regional von der Politik und den zuständigen Aufsichtsbehörden angegangen werden. "Etwa indem Banken mehr Eigenkapital für ihr Risikoengagement im Immobilienbereich vorhalten müssen", empfahl er.

Der EZB-Präsident unterstützte zudem ausdrücklich den Vorschlag von Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU), dem EU-Währungskommissar mehr Rechte zur Kontrolle der Haushaltspolitik von Mitgliedsstaaten zu geben. Es sei klug, wenn die Regierungen den Vorschlag ernsthaft prüften. "Wenn wir das Vertrauen in die Eurozone wiederherstellen wollen, müssen die Länder einen Teil ihrer Souveränität an die europäische Ebene abtreten", sagte Draghi.

Die größten Schuldenmacher in der Euro-Zone

  • Irland

    Das höchste Defizit in der Euro-Zone hat Irland. Es beträgt 8,3 Prozent des Bruttosozialprodukts.

  • Griechenland

    Rund 7,3 Prozent beträgt das Haushaltsdefizit Griechenlands für 2012.

  • Spanien

    Der Krisenstaat auf der Iberischen Halbinsel kommt auf ein Haushaltsdefizit von 6,9 Prozent.

  • Slowakei

    Platz vier unter den größten Schuldensündern belegt mit einem Defizit von 4,8 Prozent die Slowakei.

  • Portugal

    Knapp hinter der Slowakei reiht sich Portugal ein: Hier schlägt 2012 ein Defizit von 4,7 Prozent des Bruttosozialprodukts zu Buche.

  • Frankreich

    Mit Hilfe von Steuererhöhungen und Einsparungen will Frankreich sein Haushaltsdefizit im nächsten Jahr eindämmen. Dieses Jahr beträgt es noch 4,5 Prozent.

  • Niederlande

    Rund 20 Milliarden Euro müssten die Niederlande sparen, um ihr Defizit unter drei Prozent zu drücken. Derzeit liegt es bei 4,4 Prozent des Bruttosozialprodukts.

  • Slowenien

    Auch Slowenien ringt mit steigender Verschuldung und schrumpfendem Wirtschaftswachstum. Das Haushaltsdefizit liegt 2012 bei 4,3 Prozent.

  • Zypern

    „Sparen, kürzen, streichen“: So lautet auch das Motto in Zypern. Das Haushaltsdefizit liegt 2012 bei 3,4 Prozent des Bruttosozialprodukts.

Die Integration der Eurozone müsse weiter vorangetrieben werden. Dafür würden nicht nur Regeln benötigt. "Sie müssen auch sicherstellen, dass diese Regeln eingehalten werden. Daran hat es in der Vergangenheit gemangelt, daran müssen die Regierungen arbeiten", verlangte der EZB-Chef.

Viele Regierungen hätten noch nicht verstanden, dass sie ihre nationale Souveränität längst verloren hätten. "Weil sie in der Vergangenheit zu hohe Schulden aufgetürmt haben, sind sie nun vom Wohlwollen der Finanzmärkte abhängig", sagte Draghi weiter. Erst wenn die Euroländer bereit seien, Souveränität auf europäischer Ebene zu teilen, würden sie wieder an Souveränität gewinnen.

  • 30.10.2012, 11:10 UhrSiggi40.de

    So viele tolle Kommentare wirken wie Labsal auf meine Seele. Da erübrigt sich mein Kommentar, der bei diesem Thema der Netiquette zum Opfer fallen würde.

    Nur eine kleine Ausschweifung, die bereits den Netiquettentest überstanden hat:
    Die betrogenen, entrechteten und ausgeplünderten deutschen Bürger sollten mit einer mobilen Guillotine nach Brüssel ziehen und nach verrichteter Arbeit weiter zur EZB nach Frankfurt und dann zum Bundestag und Bundeskanzleramt nach Berlin. So wird da ein Schuh daraus.

    Mein Lieblingsvideo, besser als Herztropfen: http://www.youtube.com/watch?v=r_7fWGRwwC0

  • 28.10.2012, 21:35 UhrGast44

    Aus Wikipedia:
    *Psychopathie* bezeichnet eine schwere Persönlichkeitsstörung, die bei den Betroffenen mit dem weitgehenden oder völligen Fehlen von Empathie, sozialer Verantwortung und Gewissen einhergeht. Psychopathen sind auf den ersten Blick mitunter charmant, sie verstehen es, oberflächliche Beziehungen herzustellen. Dabei sind sie mitunter sehr manipulativ, um ihre Ziele zu erreichen.

    * trickreich sprachgewandter Blender mit oberflächlichem Charme
    * erheblich übersteigertes Selbstwertgefühl
    * pathologisches Lügen (Pseudologie)
    * betrügerisch-manipulatives Verhalten
    * Mangel an Gewissensbissen oder Schuldbewusstsein
    * oberflächliche Gefühle
    * Gefühlskälte, Mangel an Empathie
    * mangelnde Bereitschaft und Fähigkeit, Verantwortung für eigenes Handeln zu übernehmen

  • 28.10.2012, 21:28 Uhrmaximilian@baehring.at

    http://central.banktunnel.eu/20121028-1950-ecbint.jpg

    Der soll sich erstmal überlgen wie er seine Mitarbieter vor Psychoterror und Folter (erstere durch mardoierende Banden, zweitere durch hiergegen untätige Behörden) nicht-europäuschen Migrationshintergrundes und linken Spinnern schützt wenn er ins Ostend zieht.


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