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Mehr Offenheit über das Inflationsziel gefordert: Bernanke will Inflationsziel klarer machen

Der designierte US-Notenbankchef Ben Bernanke wurde am Dienstag im US-Senat angehört. Dabei versprach er Kontinuität in der Währungspolitik.

HB WASHINGTON. Gleichzeitig setzte er sich für mehr Offenheit über das angepeilte Inflationsziel ein. „Langfristige Preisstabilität ist unerlässlich für maximale Beschäftigung und allgemeine wirtschaftliche Stabilität“, sagte Bernanke. Ein numerisches Inflationsziel sei ein Schritt zu mehr Transparenz.

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Bernanke (51) soll Fed-Chef Alan Greenspan nach 18 Jahren im Amt Ende Januar ablösen. Der einstige Princeton-Wirtschaftsprofessor und Wirtschaftberater im Weißen Haus Bernanke genießt über Parteigrenzen hinweg großes Ansehen. Seine Bestätigung im Senat gilt als reine Formsache.

„Was die Währungspolitik angeht, hat die Fortsetzung der Maßnahmen und Strategien von Greenspan höchste Priorität“, sagte Bernanke. In Bezug auf das Inflationsziel fügte er allerdings hinzu: „Ich werde keine voreiligen Schritte in Richtung Quantifizierung der Definition langfristiger Preisstabilität unternehmen.“ Dazu müssten die Notenbankgouverneure einen Konsens entwickeln.

Greenspan hat sich immer gescheut, ein klares Inflationsziel zu nennen, obwohl die Notenbank nach Expertenmeinung unter seiner Regie das unausgesprochene Ziel von ein bis zwei Prozent Teuerung im Jahr verfolgte. Greenspan argumentierte, dass eine Festlegung es schwieriger mache, auf Schocks zu reagieren.

Die US-Notenbank hat die Leitzinsen seit Sommer vergangenen Jahres zwölf Mal auf jetzt 4,0 Prozent angehoben. Die Notenbanker fürchten Preisdruck durch die hohen Ölpreise. Bei ihrer Sitzung am 1. November äußerten sie sich aber überzeugt, dass die Inflation langfristig unter Kontrolle ist.

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