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Mini-Auftragsplus: Deutsche Industrie verpasst Befreiungsschlag

Die anziehende Binnennachfrage hat die deutsche Industrie vor einem neuen Rückschlag bewahrt. Der Auftragseingang ist im November deutlich geringer gestiegen als erwartet. Grund dafür ist das erneut schwache Exportgeschäft. Das Ministerium rechnet in den kommenden Monaten aber mit einer weiteren Erholung.

Die Lage für die deutsche Industrie hat sich verbessert. Quelle: dpa
Die Lage für die deutsche Industrie hat sich verbessert. Quelle: dpa

HB BERLIN. Die Unternehmen erhielten 0,2 Prozent mehr Aufträge als im Vormonat, wie das Bundeswirtschaftsministerium am Donnerstag mitteilte. Die 32 von Reuters befragten Experten hatten allerdings ein Plus von 1,5 Prozent vorausgesagt. Im Oktober waren die Aufträge um 1,9 Prozent und damit zum ersten Mal seit sieben Monaten gesunken. „Der Aufholprozess hat an Dynamik angebüßt“ hieß es.

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Grund dafür ist das erneut schwache Exportgeschäft. Die Auslandsaufträge gaben um 1,0 Prozent nach, nachdem sie im Oktober sogar um 3,5 Prozent gefallen waren. Dagegen zogen die Bestellungen aus Deutschland um 1,4 Prozent an. „Während besonders der Maschinenbau, die Metallbranchen sowie pharmazeutische Hersteller mehr Aufträge verbuchten, setzte sich der Rückgang im Fahrzeugbau den dritten Monat in Folge fort“, schrieb das Ministerium. Grund ist das Ende der Abwrackprämie in Deutschland, den USA und anderen Ländern. Die staatlichen Subventionen hatten die Nachfrage nach neuen Autos kräftig angekurbelt.

Entsprechend meldeten die Hersteller von Fahrzeugen, Maschinen und anderen Investitionsgütern einen Auftragsrückgang von 0,1 Prozent. Bei den Produzenten von Vorleistungsgütern wie Chemiefasern und Verpackungen fiel das Minus mit 0,4 Prozent noch größer aus. Dagegen erhielten die Hersteller von Konsumgütern 3,7 Prozent mehr Aufträge.

Ökonomen sehen vor dem Hintergrund der neuen Daten auf die deutsche Industrie schwierige Monate zukommen. „Nach dem unerwarteten Rückgang im Vormonat zogen die Aufragseingänge zwar wieder etwas an, ein echter Befreiungsschlag sieht aber anders aus“, heißt es in einer Studie der NordLB. Die Vorgaben für die am Freitag zur Veröffentlichung anstehenden Zahlen zur Industrieproduktion seien damit „eher schwach“. Das Bankhaus rechnet nun nur noch mit einem leichten Produktionsanstieg zum Vormonat. Im Gegensatz zu den Aufträgen dürfte die Jahresrate es noch nicht wieder in den positiven Bereich schaffen.

Die Commerzbank analysiert dagegen, der zugrundeliegende Trend bei den Aufträgen in Deutschland zeigt trotz des nur moderaten Anstiegs im November weiter nach oben. Die Erholung der deutschen Wirtschaft dürfte sich in diesem Jahr fortsetzen, heißt es in einer Studie des Bankhauses. Denn sie gewinne an Breite. So hätten die Inlands-Bestellungen von Investitionsgütern erneut deutlich zugelegt. Allerdings dürfte die Aufwärtsbewegung wegen der Nachwirkungen der Finanzkrise und der in vielen Exportmärkten noch nicht vollständig korrigierten Übertreibungen der Vergangenheit an Dynamik verlieren.

  • 07.01.2010, 14:14 UhrAnonymer Benutzer: Udo

    Die Nachrichten von Aufschwung oder Abschwung wechseln hier schneller wie ich meine Unterhosen.
    Wie wäre es denn mit beidem gleichzeitig - mal auf der Titelseite ?
    Es ist einfach nur langweilig immer wieder diese hohlen Phrasen zu lesen.
    Die Glaubwürdigkeit der ANALysen , Forscher, Wirtschaftsweisen, Medien etc. liegt nahezu bei 0

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