November-Zahlen: Deutscher Auftragseingang überraschend gestiegen

November-Zahlen
Deutscher Auftragseingang überraschend gestiegen

Die deutsche Industrie hat im November überraschend ein kräftiges Auftragsplus verbucht. Bei den Unternehmen gingen preis- und saisonbereinigt 3,4 Prozent mehr Bestellungen ein, wie das Bundeswirtschaftsministerium am Dienstag mitteilte.

HB BERLIN. Volkswirte hatten im Schnitt mit einem Rückgang um 1,8 Prozent gerechnet. Bereits im Oktober hatten die Firmen ein deutliches Plus von vier Prozent verbucht. Grund für die anhaltend starke Entwicklung waren den Angaben nach vor allem viele Großaufträge, wovon Vorleistungs- und Investitionsgüterproduzenten profitierten. Der Auftragseingang bei den Konsumgüterproduzenten sei dagegen um 1,1 Prozent gesunken.

„Bei einer nach wie vor robusten Auslandsnachfrage hat aktuell auch die Bestelltätigkeit im Inland wieder angezogen“, teilte das Ministerium mit. Die Inlandsbestellungen erhöhten sich demnach vor allem wegen wegen der starken Nachfrage nach Vorleistungsgütern mit 4,2 Prozent deutlicher als die Auslandsorders. Diese zogen um 2,8 Prozent an. „Die Aussichten für eine aufwärts gerichtete Industrieproduktion haben sich damit für die nächsten Monate insgesamt wieder verbessert“, hieß es.

Dabei habe der Umfang an Großaufträgen im November wie im Oktober deutlich über dem Durchschnitt gelegen. Sie legten den Angaben zufolge bei Vorleistungsgüterproduzenten um 4,3 Prozent zu, bei Investitionsgüterproduzenten um 3,6 Prozent. Die Auftragseingänge bei den Herstellern von Konsumgütern gingen dagegen um 1,1 Prozent zurück, wie das Ministerium mitteilte.

Der Auftragseingang ist neben der Produktion der wichtigste realwirtschaftliche Konjunkturindikator. Wegen Großaufträgen kann er allerdings von Monat zu Monat stark schwanken. Im stabileren Zwei-Monats-Vergleich von Oktober/November zu August/September kletterte das Ordervolumen der Industrie um 4,9 Prozent. Allerdings war bereits im Oktober die Entwicklung deutlich von Großaufträgen geprägt.

Die stärksten Impulse seien dabei von den Investitionsgüterherstellern (plus 8,7 Prozent) gekommen. Das Nachfrageplus bei den Herstellern von Vorleistungsgütern sei bei 1,6 Prozent gelegen. Die Bestellungen bei den Konsumgüterproduzenten sei dagegen um 1,6 Prozent zurückgegangen. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum verzeichnete die Industrie im Oktober/November ein Plus von 13,9 Prozent.

Im Vorjahresvergleich liegt der Auftragseingang im Zeitraum Oktober/November mit 13,9 Prozent im Plus, wobei sich das Auslandsgeschäft (plus 19 Prozent) noch deutlich dynamischer entwickelt. Überproportional haben dazu Auftragseingänge aus der Eurozone (plus 23,1 Prozent) beigetragen, die von der starken Aufwertung des Euro nicht betroffen ist.

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