OECD: Deutsche Wirtschaft hängt Konkurrenten auch 2014 ab

OECD
Deutsche Wirtschaft hängt Konkurrenten auch 2014 ab

Der Aufschwung in der Eurozone kommt nur ungleichmäßig voran. Deutschland bleibt die Konjunkturlokomotive, Frankreich und Italien lahmen. Die OECD glaubt, eine weitere Lockerung der EZB-Geldpolitik könnte notwendig sein.
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ParisDie deutsche Wirtschaft hängt ihre großen europäischen Konkurrenten beim Wachstum auch 2014 ab. In ihrem jüngsten Zwischenbericht zur Konjunkturlage prognostiziert die internationale Wirtschaftsorganisation OECD für die Bundesrepublik einen kräftigen Aufschwung. Länder wie Italien und Frankreich bleiben dahinter deutlich zurück. Konkret erwartet die OECD im laufenden Quartal in Deutschland ein Wachstum der Wirtschaftsleistung von etwa 0,9 Prozent (annualisiert: 3,7 Prozent), 0,6 Prozent (2,5 Prozent) werden für den Zeitraum April bis Ende Juni vorhergesagt.

Italien wird der Prognose lediglich auf Quartalsraten von etwa 0,2 (Q1) und knapp über 0,0 Prozent (Q2) kommen. Auch in der nach Deutschland zweitgrößten Euro-Volkswirtschaft Frankreich dürfte die Wirtschaftsleistung in den ersten beiden Quartalen lediglich um 0,2 bis 0,3 Prozent wachsen, teilte die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) am Dienstag in Paris mit.

Die beiden Staaten liegen damit nicht nur hinter Deutschland, sondern auch weit hinter den USA, Großbritannien und Japan. Dort werden im ersten Quartal beispielsweise Wachstumsraten von etwa 0,4 Prozent (USA), 0,8 Prozent (Großbritannien) und 1,2 Prozent (Japan) erwartet.

Um den Aufschwung weiter zu stützen, empfehlen die OECD-Experten für die Eurozone und für Japan, die lockere Geldpolitik zur Ankurbelung der Nachfrage beizubehalten. Eventuell könnten sogar weitere Impulse notwendig sein, heißt es im Ausblick auf die Lage in den G7-Industrienationen. Lediglich den USA rät die OECD, die lockere Geldpolitik in den kommenden zwei Jahren langsam zurückzufahren. Dort sei die wirtschaftliche Erholung bereits weiter fortgeschritten.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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  • Die Dinge sind weder für Deutschland noch die Angelsächsischen Länder so positiv wie dargestellt. Zum einen hängt Deutschland immer noch sehr am Export in die EU. Wenn wichtige EU Staaten schwächeln, bleibt dies nicht ohne Auswirkungen. Zweitens könnte die Krimkrise die Dinge verderben. Drittens ist insbesondere der USA Aufschwung auf Schuldensand gebaut. Was ist ein solcher Aufschwung schon wert?

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