OECD-Konjunkturprognose : Wachstum bleibt solide – Investitionen gefordert

OECD-Konjunkturprognose
Wachstum bleibt solide – Investitionen gefordert

Die OECD hat ihre Wachstumsprognose für die deutsche Wirtschaft leicht gesenkt. Dennoch bescheinigt die Organisation Deutschland ein weiterhin stabiles Wachstum und regt Investitionen zur Stärkung des Euro-Raums an.
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BerlinDie Industriestaaten-Organisation OECD erwartet fürs kommende Jahr weniger Wachstum in Deutschland. Sie senkte ihre Prognose für das Wachstum des Bruttoinlandsproduktes (BIP) auf 1,4 von bislang 1,5 Prozent, wie die OECD in ihrem am Montag veröffentlichten Wirtschaftsausblick mitteilte. 2018 sollen es 1,7 Prozent sein.

Für das ablaufende Jahr hoben die Experten ihre Prognose auf 1,8 von 1,7 Prozent an, was auch den Erwartungen der Bundesregierung entspricht. „Das Wirtschaftswachstum wird solide bleiben, da der robuste Arbeitsmarkt, die niedrigen Zinssätze und die leicht expansive Fiskalpolitik dem Verbrauch und den Wohnungsbauinvestitionen Auftrieb geben“, erklärte die Organisation. Dagegen dürfte das Brexit-Votum der Briten die Exporte belasten.

Angesichts hoher Exportüberschüsse und sinkender Staatsverschuldung empfiehlt die OECD mehr Investitionen. „Von der Haushaltspolitik müssen noch stärkere Impulse ausgehen, um der verhaltenen Nachfrage im Euro-Raum entgegenzuwirken und wichtige strukturelle Schwachstellen zu beseitigen“, erklärte sie.

So könne beispielsweise bei den Ausgaben für die Infrastruktur nachgebessert werden. „Die geplanten Erhöhungen der Infrastrukturaufwendungen reichen möglicherweise nicht aus, um langfristig eine qualitativ hochwertige Infrastruktur zu erhalten“, erklärte die OECD. Auch müsse mehr Geld in Bildung gesteckt werden - von Qualifizierungen für Zuwanderer bis zu besseren Angeboten bei Kinderbetreuung und Ganztagsschulen.

Auch für die Euro-Zone rechnet die OECD mit einem stabilen Wachstum. Das BIP soll in diesem Jahr - bereinigt um Kalendereffekte - um 1,7 Prozent wachsen, 2017 um 1,6 Prozent und 2018 wieder um 1,7 Prozent. „Die hohe Arbeitslosigkeit und das moderate Lohnwachstum werden den privaten Verbrauch voraussichtlich bremsen, während die Exporte durch den flauen Welthandel und das nach dem Brexit-Referendum schwächere Wachstum im Vereinigten Königreich gehemmt werden“, erklärte die Organisation.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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