OECD-Wirtschaftsprognose: Investitionen ankurbeln

OECD-Wirtschaftsprognose
Trumps Pläne beflügeln Wachstum zumindest kurzfristig

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Investitionen ankurbeln

Eine große Mehrheit deutscher Ökonomen rechnet ebenfalls mit einem Aufschwung in den USA durch die von Trump angekündigten Investitionen. 80 Prozent der vom Ifo-Institut befragten 130 Wirtschaftsprofessoren sagen eine moderate Stimulierung des Wachstums voraus.

Die OECD fordert zudem mehr staatliche Konjunkturspritzen, um die Weltwirtschaft anzukurbeln. Mit den aktuellen niedrigen Zinssätzen habe die Politik die Gelegenheit dazu, sagte der Chef der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD), Angel Gurría. Die Länder sollten mehr Geld für Infrastruktur, Bildung und Innovation ausgeben und dies zugleich mit Strukturreformen flankieren.

Dies könne dazu beitragen, aus der „Falles des niedrigen Wachstums“ zu entkommen, sagte Gurría am Montag bei der Vorstellung der neuen OECD-Wirtschaftsprognosen. Die Experten haben nach fünf Jahren enttäuschender Ergebnisse nun Hoffnung auf eine etwas bessere Weltkonjunktur.

Nach einem Plus von 2,9 Prozent in diesem Jahr rechnen sie für 2017 mit einem Wachstum um 3,3 Prozent. 2018 soll die Weltwirtschaft dann um 3,6 Prozent zulegen.

Die von vielen Zentralbanken verfolgten Politik des billigen Geldes schafft nach Darstellung von OECD-Chefökonomin Catherine Mann die Voraussetzungen, um mit höheren Staatsausgaben die Nachfrage anzukurbeln. „Im Durchschnitt könnten OECD-Volkswirtschaften für drei bis vier Jahre schuldenfinanzierte Fiskalmaßnahmen einsetzen, ohne die Schuldenquote im Verhältnis zur Wirtschaftskraft langfristig zu verändern“, schrieb sie.

Entscheidend sei, die richtigen Anreize zu setzen, um neben mehr Wachstum auch für weniger Ungleichheit zu sorgen. Dies sei aber kein „Blankoscheck“ für Regierungen, warnte Gurría.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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