Paris meldet besseres Konsumklima
Kältewelle hilft französischem Konsum auf die Sprünge

Die französischen Konsumausgaben sind im Dezember über ein Prozent stärker gestiegen, als erwartet. Grund ist allerdings weniger eine neue französische Begeisterung für das Geldausgeben, als vielmehr ein strenger Winter.
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ParisDie Franzosen haben im Dezember überraschend viel Geld lockergemacht. Ihre Konsumausgaben stiegen um 1,5 Prozent zum Vormonat, wie das Statistikamt Insee am Freitag in Paris mitteilte. Von Reuters befragte Ökonomen hatten lediglich einen Anstieg um 0,2 Prozent erwartet.

Grund für die unerwartete Entwicklung ist, dass die Ausgaben für Energie wegen einer Kältewelle um fast sieben Prozent zulegten. Im Gesamtjahr 2014 fielen die Konsumausgaben hingegen um 0,2 Prozent, nachdem sie schon 2013 um 0,3 Prozent geschrumpft waren.

Frankreichs Wirtschaft gilt derzeit als eines der größten Sorgenkinder in der Euro-Zone. Die Arbeitslosenzahl kletterte im Dezember auf ein Rekordhoch von rund 3,5 Millionen. Die nach Deutschland zweitgrößte Volkswirtschaft der Euro-Zone steckt in einer Konjunkturflaute. Sie wird nach Prognose des Internationalen Währungsfonds in diesem Jahr nur um 0,9 Prozent wachsen, die Euro-Zone insgesamt dagegen um 1,2 Prozent.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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