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Preise für Juni: Importpreise steigen so stark wie seit Jahren nicht mehr

Die nach Deutschland gelieferten Waren haben sich im Juni so stark verteuert wie seit fast acht Jahren nicht mehr: Die Importpreise stiegen um 8,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat, wie das Statistische Bundesamt am Freitag mitteilte.

Energie ist derzeit der größte Preistreiber bei den Importen. Foto: ap Quelle: ap
Energie ist derzeit der größte Preistreiber bei den Importen. Foto: ap Quelle: ap

HB BERLIN. Das ist der höchste Wert seit November 2000. Damals stiegen die Importpreise um 10,6 Prozent. Im Mai dieses Jahres hatte die Teuerungsrate noch 7,9 Prozent betragen, im Jahresschnitt 2007 nur 1,2 Prozent.

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Im Vergleich zum Vormonat kletterten die Preise um 1,5 Prozent. Analysten hatten hier mit einem Anstieg von 1,0 Prozent gerechnet und zum Vorjahr ein Plus von 8,4 Prozent erwartet.

Allein die Einfuhr von Energieträgern verteuerte sich um 49,7 Prozent. Importierte Steinkohle kostete den Angaben zufolge 60,3 Prozent mehr als im Juni 2007, Rohöl legte 58,4 Prozent zu und Mineralölerzeugnisse 61,7 Prozent. Eingeführtes Erdgas verteuerte sich im Jahresvergleich um 42,9 Prozent. Ohne Erdöl und Mineralölerzeugnisse hätte der Einfuhrpreisindex im Juni 2008 den Angaben zufolge 2,5 Prozent zugelegt.

Aber auch bei Nahrungsmitteln gab es teils sehr kräftige Preisaufschläge. So musste beispielsweise für Getreide 35,9 Prozent mehr bezahlt werden. Zitrusfrüchte verteuerten sich um 35,7 Prozent. Milch und Milcherzeugnisse legten 9 Prozent zu. Die Kaffeepreise stiegen um 15 Prozent und Rindfleisch wurde 23,2 Prozent teurer.

Die Importpreise gelten ebenso wie die Erzeuger- und Großhandelspreise als Indikator für die künftige Inflationsentwicklung. Preiserhöhungen schlagen in der Regel mit zeitlicher Verzögerung auch auf die Verbraucherpreise durch.

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