Prognose noch oben korrigiert
US-Wirtschaft läuft besseran als angenommen

Zum Jahresbeginn ist die US-Wirtschaft geschrumpft – allerdings weit weniger deutlich, als bisher angenommen. Für Experten eine weitere gute Nachricht zur „Stütze der Weltkonjunktur“. Verantwortlich ist auch die Fed.
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WashingtonDie US-Wirtschaft ist zu Jahresbeginn deutlich weniger geschrumpft als bisher geschätzt. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) sank zwischen Januar und März mit einer auf das Jahr hochgerechneten Rate von 0,2 Prozent, wie das Handelsministerium am Mittwoch nach endgültigen Berechnungen mitteilte.

Bislang war noch von einem Rückgang von 0,7 Prozent die Rede gewesen. Ifo-Präsident Hans-Werner Sinn sieht die US-Wirtschaft insgesamt auf gutem Weg. „Das ist die Stütze der Weltkonjunktur“, sagte der Münchner Forscher zu Reuters. Läuft es für die weltgrößte Volkswirtschaft wieder besser, könnte die US-Notenbank Fed nach Ansicht von Ökonomen auch eher ihre geplante Zinswende wagen.

Fed-Direktor Jerome Powell hat die Märkte bereits auf eine Erhöhung im September eingestimmt. Die Wirtschaft könne eine straffere Geldpolitik dann wohl wegstecken, da die Konjunktur in der zweiten Jahreshälfte anziehen dürfte. Der Schlüsselzins der Fed liegt seit dem Höhepunkt der Weltfinanzkrise Ende 2008 auf dem historisch niedrigen Niveau von null bis 0,25 Prozent.

Eine Erhöhung gilt als Zäsur: Mit Zentralbankgeld zum Nulltarif hat die Fed mit für einen Aufschwung an den US-Aktienmärkten gesorgt. In Schwellenländern wie China und Brasilien wird hingegen ein Kapitalabfluss befürchtet, wenn die Zinsen in der größten Volkswirtschaft der Welt steigen und Anlagen dort damit attraktiver werden.

Ende 2014 war die US-Wirtschaft noch um 2,2 Prozent gewachsen. Für einen Dämpfer zu Anfang dieses Jahres sorgten dann der ungewöhnlich harte Winter, Streiks von Hafenarbeitern an der Westküste und der starke Dollar, der die Exporte verteuert. Die meisten Experten gehen davon aus, dass die Konjunktur wieder spürbar Fahrt aufnimmt.

Zuletzt gab es bereits positive Signale vom Einzelhandel, vom Arbeits- und vom Häusermarkt. Grund für die Revision der BIP-Daten war etwa, dass die Konsumenten ihre Ausgaben um 2,1 Prozent steigerten und damit stärker als bisher angenommen.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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  • Hier wie dort gilt: keine Zahl ist so sicher, als daß sie sich nicht noch ändern ließe.
    Höchste Zeit zum Zinshike in USA, denn der Eindruck der Lähmung von Fed und Politik wächst mit zunehmendem Tempo.

    Darum geht es vor allem: Handlungsfähigkeit zu beweisen - und sei es nur der kleine Hike.

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