
HB NÜRNBERG. Die Arbeitslosenzahl ist im März im Vergleich zum Vormonat um 75 000 auf 3,568 Millionen gesunken. Die Arbeitslosenquote verringerte sich um 0,2 Prozentpunkte auf 8,5 Prozent, wie die Bundesagentur für Arbeit am Mittwoch mitteilte.
Damit sank die Zahl der Jobsuchenden erstmals seit zwölf Monaten wieder unter den Vorjahreswert. Experten hatten lediglich mit einer Abnahme der Arbeitslosenzahl zwischen 3 000 und 15 000 gerechnet.
Im Februar hatte sich die Quote noch um 0,1 Punkte auf 8,7 Prozent erhöht. „Die Frühjahrsbelebung hat den Arbeitsmarkt erreicht“, sagte BA-Chef Frank-Jürgen Weise zu den überraschenden Zahlen.
Saisonbereinigt ist die Arbeitslosenzahl in Deutschland im März um 31 000 auf 3,382 Millionen gesunken. Im Westen nahm die um jahreszeitliche Einflüsse bereinigte Erwerbslosenzahl um 20 000 ab, im Osten um 11 000 ab.
Analysten äußerten sich in ersten Reaktionen gespalten. Andreas Scheuerle von der Dekabank sagte: „Die Unternehmen halten die Kurzarbeit extrem lange durch. Das war nicht unbedingt so zu erwarten, weil es mit Kosten verbunden ist. Aber vielleicht hilft der Blick auf die Unternehmenszuversicht, die sich im Ifo-Index widerspiegeln: Die Firmen rechnen mit einer Besserung der Geschäfte. Sie sagen, wir haben mit der Stammbelegschaft schon so lange durchgestanden, jetzt halten wir auch noch die letzten paar Monate durch."
Gleichzeitg betonte er seine Zuversicht: „Selbst wenn sich die Lage doch noch eintrübt, wird es nicht dramatisch sein. Die Rechnung für das Ganze zahlen wir vermutlich später im Aufschwung. Denn die Unternehmen haben gemessen an der Menge, die sie produzieren, zu viele Arbeitskräfte. Das heißt: Entweder bauen sie dann die Beschäftigung schrittweise ab, oder sie stellen in der Erholung niemanden ein.“
Begeistert zeigte sich Alexander Koch von Unicredit: „Der Rückgang bei der saisonbereinigten Arbeitslosenzahl ist weiterhin erstaunlich. Vielleicht haben wir da noch mal einen statistischen Effekt gesehen. Aber wenn man sich insgesamt die Entwicklung in den letzten Monaten anschaut und die Beschäftigungspläne der Unternehmen, sieht es täglich mehr danach aus, dass es nicht zum nachgelagerten Jobabbau kommt, den man eigentlich erwarten könnte nach dem Konjunktureinbruch von 2009. Das ist schon ein kleines deutsches Jobwunder. Deshalb dürften sich die negativen Auswirkungen auf den privaten Konsum in diesem Jahr in Grenzen halten.“
Skeptischer gab sich SEB-Analyst Klaus Schrüfer: „Eine Trendwende auf dem Arbeitsmarkt ist das noch nicht. Da wäre ich vorsichtig. Im Laufe des Jahres läuft die Kurzarbeit in vielen Unternehmen aus. Ziel der Unternehmen wird es zunächst einmal sein, diese Leute erst einmal weiter zu beschäftigen und die Stammbelegschaft zu halten. Bei neuen Einstellungen werden die Betriebe aber vorsichtig sein.“
@ Margit Steer
Sind Sie der Meinung, daß der Staat Arbeitsstellen schaffen kann? Der Staat schafft keine produktiven Arbeitsplätze, sondern nur solche, die aus Steuermitteln finanziert werden können. Und dies kann bei unseren staatlichen Wasserköpfen eigentlich schon lange nicht mehr finanziert werden.
Trendwende? Wo?
Die Arbeitslosenzahlen sind gesunken? Ja klar, wir haben in NRW Whl und die Statistik muß noch schnell bereinigt werden.
Nicht arbeitslos obwohl arbeitslos, das ist die Devise.
1 €-Jobber fallen aus der Arbeitslosenstatistik,
Menschen die Weiterbildung sind weil sie arbeitslos sind
Leute die mit einem Vermittlugnsgutschein zu privaten Arbeitsvermittlern gehen
Der Rest sitzt in Callcentern und Zeitarbeitsunternehmen für 800 € / Monat uind erhält die sog. Aufstockung
Wirklich vers.-pflichtige Jobs sind wohl eher nicht entstanden, im Gegenteil, die gehen ja permanent zurück
Also Tricksen, Lügen, verschleiern.
in Wahrheit dürften wir ca. 6 bis 7 Mio Arbeitslose haben
Wenn die Frühlingsgefühle auf natürliche Weise kommen, ist es gut.
Leider sind die Gefühle mit 80 Mrd. Euro Neuverschuldung teuer erkauft und werden den Handlungsspielraum der und weiterer Regierungen einschränken. Es heute der Wirtschaft geben, und morgen doppelt wieder nehmen, ist in der derzeitigen Situation Gift für jede weitere Entwicklung.
Arbeitsplätze kann man durch Änderung der baugesetze billiger haben (besonders bauNVO); sozusagen zum Nulltarif. Oder was kostet eine Gesetzesänderung?
Die Unternehmungen, die heute im Ausland neune Produktionsstätten wegen der geringeren Löhne errichten, müssen veranlaßt werden, hier zu investieren. Und das geht!
Z.b. sind die Unternehmungen grundsätzlich von betrieblichen Nebenräumen zu befreien. Die kosten nicht nur in der Herstellung Geld, auch weiterhin für Wartung und instandhaltung. Heizung und Kühlung der betriebsstätten dürfen kein Geld kosten. Vor allem muß das betriebsklima mindestens so gut wie im Ausland sein. Und es kann noch besser sein.
Aus dem Hb v. 09.02.10: Studie: Probleme der Mitarbeiter kosten Milliarden, Auszug
"Diese Produktivitätsverluste kosten Arbeitgeber in Deutschland jährlich etwa 262 Mrd. Euro, hat das Hamburger Weltwirtschaftsinstitut (HWWi) hochgerechnet. Das entspricht 11,5 Prozent des preisbereinigten bruttoinlandsprodukts von 2008. "Der Leistungsausfall der Arbeitnehmer und die Milliardenkosten unterstreichen die Relevanz des Faktors Mitarbeitergesundheit als volkswirtschaftliche Größe", sagte Wirtschaftsprofessor Thomas Straubhaar, Präsident des HWWi."
Darüber sollte man mal nachdenken.
Zwischen Wohnung und Arbeitsplatz habe ich eine Shopping Mall angelegt, die alle betrieblichen Nebenräume in zumutbare Nähe bringt. Als Pausenraum/Kantine dient ein Restaurant. Dies hat Küche und Toiletten und zwar an einem Sanitärstrang. Weil die dort vorhanden sind, braucht der Kindergarten nicht mehr als die Aufenthaltsräume. Man muß nicht alles räumlich auseinanderzerren; 8 Stunden Gewerbegebiet, 8 Stunden Einkaufs- und Freizeitgebiet und 8 Stunden Schlafstadt.
Man muß nicht der Kriminalität Vorschub leisten, indem für Menschenleere gesorgt wird.
Gesundheitskosten? Zunächst geht es darum, Menschen nicht krank zu machen. Denn ist es eine Tatsache, daß der Genesungsprozeß im eigenen bett schneller verläuft und dann die Kosten für Krankenhausbetten nur noch auf intensivstationen anfallen. im Einflußgebiet von 5000 Personen muß ein Ärztehaus vorhanden sein, wozu auch bewegungstherapie gehört.
Die Haustechnik kann für mehrere blöcke zentralisiert werden.
Fundamente gibt es nur einmal. Die Decke für die Produktionsanlage ist die Sohle der Shopping Mall und deren Decke die Sohle der Wohnbebauung. Das Dach gibt es insoweit auch nur einmal. Die Trennung von Wohnen und Produzieren erfolgt durch die Shopping Mall und elastomere Lager. Da alles überirdisch steht gibt es keine auf Erddruck belasteten Wände, keine buddelarbeiten und keine Außenwandisolierung. So kann man Kosten senken, aber doch nicht über die Löhne.
Auch Lohndumping hat Nebenwirkungen. Mieter zahlen nicht, Hypotheken können nicht bedient werden und viele Mittelständler gehen in insolvenz. Nebenbei wird die Heizung, vor allem in den Schlafzimmern, abgestellt, Lüftung wird aus Angst vor Wärmeverlusten unterlassen, und der Vermieter darf dann den Schimmelpilz beseitigen und auf eigene Kosten renovieren. Und was ist mit dem Einzelhandel und den zuliefernden Produzenten? Die Geschichte ist endlos.
Aber noch etwas: Das E-Mobil ist eine Scheinlösung. Das Arbeitsklima muß eindeutig besser werden. Die hierdurch entstehenden Vorteile dürfen nicht sozialisiert werden; sie müssen im Hause bleiben. Der beschäftigungseffekt bringt schon Vorteile genug.
Dies schreibe ich schon seit der Ölkrise 1973 und was haben unsere ressortorientierten Politiker daraus gemacht?
http://www.bps-niedenstein.de/
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