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Diskussion: Kommentare zu: The German Model

Karikatur eines Community-Trolls

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kennen Sie Trolle? Das sind Unholde, die nichts Gutes im Schilde führen. Internet-Trolle gibt es auch. Das sind solche, die „Beiträge verfassen und sich darin auf die Provokation anderer Gesprächsteilnehmer beschränken“, heißt es in den einschlägigen Definitionen. Solche Provokationen würgen eine Diskussion ab. Internet-Trolle sind also Menschen, die wir in unserer Handelsblatt-Online-Community nicht brauchen. Was wir gut finden, sind Kommentatoren. Gerne solche, die auf den Punkt kommen - von uns aus kurz und schmerzhaft.
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  • 07.08.2012, 11:57 UhrDr.K.Vetter

    Der wirtschaftliche und industrielle Erfolgsmotor Deutschlands ist, wie der Autor richtig bemerkt, vor allem der Mittelstand und das damit untrennbar verbundene duale Ausbildungssystem. Beides ist, vor allem in der südlichen Hälfte Deutschlands, durch den Pietismus begründet, eine religiöse Geisteshaltung aus dem Anfang des zwanzigsten Jahrhunderts. Dessen Mentalität: "Mehr Sein als Schein", ist die psychologische Basis des deutschen Erfolgs. Das heutzutage bejubelte multikulturelle Element ist eine Ausschmückung des deutschen Alltags, das die Effizienz unserer Industrie nicht erhöht. Der Ballast für das Schiff Germany wird zukünftig größer werden.
    Dr. K.Vetter

  • 07.08.2012, 14:25 Uhrmosta

    Ich glaub nicht das dass Schulsystem so Zukunfs sicher und ueberlegen ist, wenn es immer weniger fuer eine Ausbildung geeignete Bewerber generieren kann. Das Duale System ist gut aber wenn das 3 stufige Schulsystem davor zu viele Schueler nicht Fit bekommt fuer eine Ausbildung oder die Universitaet ist da ein offensichtlicher Fehler.

  • 07.08.2012, 18:25 UhrWinfriedSobottka

    The German Model is dumping of wages, driving politicians to do what the capitalists want and cheating everywhere it is possible.

    But the PR is really good - it has nothing to do with the reality.

    Dipl.-Kfm Winfried Sobottka

    http://www.freegermany.de/us-english/omega.html

  • 07.08.2012, 18:32 Uhrxxx

    das duale System ist gescheitert! normalerweise ist es eine Sekundarstufe 2 -- das entspricht der Highschoolebene. Mittlerweile nehmen die Unternehmen nur noch ERwachsene. Nur noch 28% sind unter 18. Durchschnittsalter bei Ausbildungsbeginn liegt bei 19,8 Jahren!! Damit sind wir im Alter des Abiturs bzw. tertiärer Bildungsgänge.

    die duale Ausbildung ist eines nicht mehr: es ist KEINE Ebene der Highschool mehr, d.h. keine Sekundarstufe mehr, sie ist postsekundär. Nun kann man darüber streiten, was man mit den Schülern so lange macht, bevor sie 19,8 sind.

    dafür hat DE das Übergangssysttem in dem sie auf Ausbildung "warten" - manche warten ewig und bekommen nie etwas. 300 000 derzeit.

    die Ausbildung qualifiziert zu wenig! Viele Länder haben Ausbildungen wie DE aber keine qualifiziert so wenig! Alle anderen wie Ösiland, Dänemark geben den Kindern Allgemeinbildung mit, ein Abitur/FH/Studienberechtigung -- DE lässt die ganzen Kinder mehrfach die Sekundarstufe besuchen und damit ihre Lebenszeit vergeuden!!!

    Das gibts nur in DE!

    http://forum-kritische-paedagogik.de/start/wp-content/uploads/downloads/2010/08/LohmannStossSekII.pdf

    in DE sollten die nie Bildung mitbekommen, weil das die Staatsbürger 2. Klasse sind. Das war bei denen nie wichtig. Man hat das Segment sträflich vernachlässigt und überlässt das Segment allein der Wirtschaft.

    man hat nicht das Recht seinen Bürgern die Lebenszeit zu vergeuden - bestandene Sekundarstufe 2 ist bestandene Sekundarstufe 2.

    in den USA wird JEDE Bildungsmaßnahme voll integriert und angerechnet! Vollends! In DE an den Hochschulen NICHTS. Es wird so getan, als könnten diese Leute NICHTS! Selbst eine Chemisch -technische Assistentin muss alle Grundlagenmodule im Studium mitbelegen. In den USA ist alles aufeinander aufbauend -- jede Stufe. Da fängt man nicht immer bei Null an wie in DE.




  • 07.08.2012, 18:41 Uhrxxx

    des weiteren schreibt er,dass in den USA nicht jeder für akademische Bildung geeignet ist.Das Hauptproblem warum dort aber viele ein Studium abbrechen sind in Wirklichkeit die Studiengebühren.

    DE hat hingegen das entgegengesetzteProblem:inDE hält man zu viele der eigenen Bürger für geistig minderbemittelt und intelligenzschwach, weshalb man diese schon als Kinder selektiert und auf schlechtere Schulen verweist. Das Niveau der Ausbildung wird in DE übrigens immer auf Hauptschulniveau gehalten von der KMK.

    Doch wenn wir betrachten, was eigentlich duale Ausbildung ist und was eigentlich höhere Bildung: Höhere Bildung ist alles, was postsekundär oder tertiär erfolgt international. Es geht nicht darum ein hochtheoretisches Studium zu absolvieren, sondern um die lange Vorbildung bis zum Erwachsenenalter. Da scheitert keiner aus akademischen Gründen wenn er den Bachelor of Bricklaying macht, den es auch schon gibt, sondern an den hohen Studiengebühren.

    wer eine Sekundarstufe 2 schulisch beendet hat = highschool - muss danach numal höhere Bildung bekommen altersgemäß und nicht wieder in eine Hauptschule. DE hingegen hält zu viele Bürger für grenzdebil und sperrt sie in der Hauptschule ein!

    Krankenpflege soll wieder auf Hauptschulniveau, damit der letzte Hauptschüler noch rein kann und in Städten wie HH sind 80% der Pflegeschüler mit Abitur! DE passt alles immr nach unten an, was andere Länder ans höhere Vorbildungsniveau nach oben anpassen! Hinzu kommt der technische Fortschritt, der Berufe anspruchsvoller macht und technischer -- und DE will 15jährige Hauptschüler in Ausbildung schleusen - was die Firmen aber nicht mehr mitmachen! Im Ausland bildet man seine Bürger bis zum Erwachsenenalter schulisch aus.Das macht Sinn, denn auch in deren Ländern will man 14-15jährige ungern in Firmen sehen, wo Geld verdient werden soll. Altersmäßig muss es passen. Ich denke,es gibt einen guten Grund, lange schulisch auszubilden und danach muss nunmal höhere Bildung kommen

  • 07.08.2012, 18:51 Uhrxxx

    der Vorteil der Bildungssysteme wie in den USA ist nunmal der, dass es zeitsparend ist. Wo man in DE noch mal wieder Abitur nachholen muss im 2. oder gar 3. Bildungsweg, ist man im Ausland mit der Grundlegenden Allgemeinbildung schon längst durch. Dann kommt DIREKT tertiäre oder postsekundäre Bildung - natürlich nicht noch mal Hauptschule, nicht noch mal eine Sekundarstufe 2. Duale Ausbildung ist eine Upper Secondary, aber oft ohne jedwede Allgemeinbildung - ein entscheidender Unterschied zum Ausland. Deshalb hat man im Ausland Abiturquoten von 80-90%. In Kanada denkt man sogar, die Ausbildungsabsolventen hätten einen Highschoolabschluss, den sie aber nicht bekommen in DE. Der wird den Kindern vorenthalten - und dann fragen sie wieder und wieder wo sie denn ihren Schulabschluss nachholen müssen, wenn sie mal den Beruf wechseln wollen. In DE wird man in seinen Beruf regelrecht festzementiert. Mit 16 falsch entschieden? Na dann dauert es ein paar Jährchen um da wieder rauszukommen. Das ist in DE gar nicht gewünscht. Kein Wunder das die Weiterbildung hier so niedrig ist.

    die Ausbildungen sind in anderen Ländern besser - selbst Österreich gibt in viel mehr Ausbildungen eine Matura mit, damit man nicht in der Sackgasse landet.

    Aber DE liegt halt nicht viel an der Bildung dieser Schüler!!! Das wird hier nur aus Arbeitgebersicht gesehen und die interessieren sich nicht für den Menschen dahinter.

    ab gesehen davon sind das die Reste der Ständegesellschaft im deutschen Bildungssystem. Das ist absolut rückschrittlich - aus dem 19. Jahrhundert. 1809 wollte Humboldt das bereits reformieren und scheiterte am Widerstand der höheren Schichten. Daher kommt das deutsche Bildungsschisma. Hinübergerettet hat es ein Altnazi 1945 vor den Alliierten. Man sollte nicht die Vormoderne exportieren die für die meisten Bürger keine höhere Bildung wollte. Hauptschule ist berufsständisch - Spezialschule für zukünftige Handwerker - selbst die wollen aber lieber welche mit Abitur.

  • 07.08.2012, 18:59 Uhrxxx

    wer ausgerechnet das deutsche duale Bildungswesen exportiert, der exportiert das 19. Jahrhundert und die Vormoderne. Natürlich ist das im Ausland höhere Bildung=Studium. Jeder, der schulisch eine Sekundarstufe 2 absolviert hat nunmal Highschool und muss nicht noch mal eine Upper Secondary machen. Deshalb könnte es im Ausland höchstens ein duales Studium geben. Also tertiär bis postsekundär Tertiär 5A, Tertiär 5B - aber nicht noch mal Sekundarstufe 2 wie in DE.

    im Ausland ist es übrigens so, dass die meisten aus dem "dual training" ebenfalls Erwachsene sind - oft schon über 30. Es werden faktisch nicht Jugendliche ausgebildet, sondern Erwachsene als Spezialisten. Das hat aber nichts mit der Sekundarstufe 2 zu tun, die es in DE sein soll für Jugendliche ab 15! (Hauptschulabschlussalter!).

    Interessanterweise - ich zitier das BIBB ist es so dass aber ausgerechnet die Ausbildung in DE Art und Weise eigentlich nur für JUGENDLICHE gelten darf, da man für Erwachsene mehr zahlen müsste, da diese produktiver sind und eben mehr zum Leben bräuchten da nicht mehr zu Hause lebend. Dann wären wir aber genau bei dem System wie im Ausland: hier wird schulisch ausgebildet und danach erfolgt Arbeitsmarktintegration der dann Älteren gleich als feste Arbeitnehmer = teurer. Da aber in DE die Azubis mittlerweile auch meist um die 20 sind ist die Frage berechtigt, warum man davor Warteschleifen hat und nicht gleihc wie im Ausland schulisch ausbildet.

  • 07.08.2012, 19:17 Uhrxxx

    es macht keinen Sinn, wenn ein Highschoolabsolvent/jemand mit Abitur danach noch mal eine Sekundarstufe 2 besucht = Berufsschule/Hauptschulniveau/Ausbildung. Die verbessern nie ihren Bildungsstand und viele werden unterfordert. Hauptproblem ist doch dass man hier alles nach unten anpasst.

    DE exportiert immer seinen Facharbeiter - im Endeffekt kommt auf der anderen Seite des Teichs immer ein Student bei raus -- und das nicht nur sprachlich (Apprenticeship-Student), sondern eben auch tatsächlich. Das hat mehrere Gründe: zum Einen weil die Berufe sich wandeln und anspruchsvoller werden - egal ob Landwirt oder KFZ-Mechatronik oder Fachinformatiker oder Krankenpflege - das ist alles schon weit über dem Niveau der Hauptschule und der kurzen 9jährigen Schulbildung.

    DE versucht es aber immer auf Hauptschulniveau zu zementieren. Es gibt keinen Grund ins Ausland die Hauptschule zu exportieren, wenn diese bereits 12-13 Jahre Schulbildung mitbringen und dann oft noch Lebenserfahrung hinzu.

    Das Hauptproblem in DE ist die Anpassung nach unten: da wird alles an den letzten Hauptschüler angepasst, dabei kommen die nicht mehr in Ausbildung.

    Bsp. Pflege: weltweit ein Studium, seit ca 1900 in den USA Pflegewissenschaften, in anderen Ländern machen die mehr medizinisch, entwickeln eigene Pflegekonzepte in der Praxis, lernen nicht nur mit Anschauungspädagogik.

    DE will das Niveau von 9 Jahren Schulbildung festlegen, obwohl Pflegeschulen lieber REIFERE nehmen, z.B. wg. Umgang mit Krebspatienten, Intensivmedizin, psychisch Kranken...

    man muss mal mit der Zeit gehen in DE - wir sind hier nicht mehr in den 1950er Jahren - das Weltwissen verdoppelt sich alle 5 Jahre und hat nen großen Sprung nach vorn gemacht.

    andere Länder haben darauf reagiert und entwickeln die Berufe weiter. DE hängt anderen Ländern hinterher, nicht umgekehrt. Man entwickelt alles immer zum höheren Standard, man passt es niemals nach unten an absichtlich.





  • 07.08.2012, 19:31 Uhrxxx

    Der Hauptgrund, warum es in DE immer eine Sekundarstufe 2 war liegt im mehrgliedrigen Schulsystem des 19. Jahrhunderts und seinen Langzeitfolgen. Das war für all jene, die eben keine Allgemeinbildung mitbekommen sollten in einer Oberstufe. Wenn der US-Bürger hier das exportieren will, dann müsste er die Highschool zerschlagen, womit er jungen Leuten Bildungschancen ruinieren würde.

    dann würden die Highschoolschüler, die vermeintlich schwächer wären eben nicht mehr weiter in die Schule gehen dürfen, sondern müssten mit 15 bis 16 Jahren abgehen und in Ausbildung eines Betriebes. Das wäre aber unmöglich in den USA, da in vielen Bundesstaaten mittlerweile 98% einen highschoolabschluss erwerben. Es würde auch viele von Allgemeinbildung fern halten. Ein Kurssystem wie in den USA ist viel besser geeignet, allen Schülern gerecht zu werden. Das sorgt dafür, dass die Schüler sich besser orientieren können, auch beruflich, bis zur Volljährigkeit und geistigen Reife ausgebildet werden und Grundlagen erhalten. Außerdem findet man dann selbst seine Stärken und Schwächen besser heraus.

    außerdem ist nicht garantiert, dass USFirmen die 15-16jährigen dann einstellen. In DE bilden auch nur noch 22% der Firmen aus, 1980er Jahre waren es noch um 40%.

  • 07.08.2012, 19:50 Uhrxxx

    und wenn er die duale Ausbildung exportieren will, käme das einer Zerschlagung der Highschool gleich. Denn das ist nunmal nur eine Sekundarstufe 2 = Upper Secondary hat man in den USA aber schulisch mit Allgemeinbildung. Dadurch haben die Schüler viel mehr Möglichkeiten, sich noch zu orientieren.

    Das sind nunmal noch keine Erwachsenen, sondern Spätpupertierende.

    http://nces.ed.gov/fastfacts/display.asp?id=16

    außerdem wäre schwachsinnig diese zugunsten eines dual training zu zerschlagen, weil gerade die Gesamtschule gute Potentiale zur Berufsorientierung für jedermann bietet! Schlimmstenfalls müssen die dann später Highschool nachholen wie in DE und verlieren dann noch mal Zeit. Dabei bietet doch die Highschool das Vollangebot für jedermann und die wählen selber, ob sie berufliche Kurse nehmen wollen, akademisch orientierte etc.



    in DE fängt Berufsbildung in Hauptschulen immer früher an -- wir sind schon in Bayern in klasse 5 angekommen - bei 11jährigen. Das passt vielleicht zu Entwicklungsländern, wo nach Grundbildung nicht mehr viel kommen kann.

    http://www.nordbayern.de/nuernberger-zeitung/nuernberg-region/schuler-sammeln-erfahrungen-aus-erster-hand-1.1356965

    sicher das er das haben will? Ich find es gruselig 11jährige hinter Supermarktkassen zu setzen, v.a. wo es immer mehr SB-Kassensysteme geben wird.

    voll das eingeschränkte Bildungsangebot. Ich würde bei der Highschool bleiben, damit jeder die Chance hat, alles mitzubekommen im Vollangebot.




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