Rückkehr der Inflation
Mario Draghis neue Probleme

Die Preise in Deutschland sind im Oktober so stark gestiegen wie seit zwei Jahren nicht mehr. Damit kommt die EZB ihrem Inflationsziel näher. Doch für Mario Draghi wird die Arbeit damit nicht unbedingt leichter.
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Jahrelang hat sich EZB-Chef Mario Draghi besorgt über die niedrige Inflation gezeigt. Sinkende Preise könnten eine Abwärtsspirale aus sinkenden Löhnen, höheren Schulden und wirtschaftlichem Niedergang in Gang setzen, so seine Befürchtung. Diese Gefahr scheint nun gebannt.

Die Preise in Deutschland sind im Oktober um 0,8 Prozent gestiegen - der höchste Zuwachs seit zwei Jahren. Im September lag die Jahresteuerung noch bei 0,7 Prozent. Auch die Zahlen für die Euro-Zone, die das europäische Statistikamt am Montag vorstellt, werden diesen Aufwärtstrend wohl bestätigen. Im September 2016 hatte die Preissteigerungsrate noch 0,7 Prozent betragen nach 0,4 Prozent im August.

Dies liegt vor allem am sogenannten Basiseffekt beim Ölpreis. Zu Jahresbeginn war der Ölpreis unter 30 Dollar pro Barrel gerutscht – inzwischen notiert er bei über 50 US-Dollar. Da der Ölpreis zu Jahresbeginn 2016 so niedrig war, könnten die Preise im Vergleich dazu wieder stärker zulegen. Einige Ökonomen gehen davon aus, dass die Inflation im Euroraum im März 2017 bereits 1,7 Prozent erreichen könnte.

Damit nähert sich die Preissteigerung dem mittelfristigen EZB-Ziel von knapp zwei Prozent. Dies könnte allerdings die EZB in Deutschland vor neue Probleme stellen. Denn dadurch dürften die Rufe nach einem baldigen Ende ihrer unkonventionellen Geldpolitik lauter werden. „Die heutigen Inflationsdaten machen für die EZB das Leben nicht leichter“, sagt ING-Diba Chefvolkswirt, Carsten Brzeski. „Fallende Realzinsen werden die öffentliche Unterstützung für den Kurs der EZB kaum verbessern.“ Gemeint ist: Wenn die Preise stärker steigen und die Zinsen auf ihrem Niveau bleiben, sinkt die Rendite der Sparer. Von ihren Erträgen können sie sich weniger kaufen. Historisch gesehen ist es keine Seltenheit in Deutschland, dass Bankkunden auf ihre Spareinlagen keine inflationsausgleichende Verzinsung erhalten. Die Deutsche Bundesbank kommt zum Beispiel in einer Studie zu dem Ergebnis, dass negative Realzinsen in den vergangenen Jahrzehnten in Deutschland „eher die Regel als die Ausnahme“ gewesen seien. Dennoch dürften sie die Akzeptanz der ultralockeren Geldpolitik weiter erschweren.

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Geldpolitik weiter locker

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  • Heute fehlen die unqualifizierte Äußerungen zum größten
    eurapäischen Ökonomen Herrn Draghi. Fortschritte selbst in diesem Forum.
    Unglaublich, wie schaffen das,

  • "Lieber Gott, lass' mich um Ausreden nie verlegen sein."

    Die Einstellung teilt Draghi offenbar mit unzähligen anderen.

  • Klasse Mann der Herr Draghi, der gibt dem Investor was dem Investors ist.
    Chistliche lebensweisheien sind fast so wichtig wie Dividenden.

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