Schwacher Start ins Jahr: Deutsche Exporteure schwächeln

Schwacher Start ins Jahr
Deutsche Exporteure schwächeln

Die geringe Nachfrage aus den Euro-Ländern macht Deutschland zu schaffen. Folge: Die deutschen Exporte erlitten einen schwachen Jahresauftakt. Im Januar wurden 2,1 Prozent weniger exportiert als im Vormonat.
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BerlinDie deutschen Exporteure haben wegen der sinkenden Nachfrage aus den Euro-Ländern einen schwachen Jahresauftakt erwischt. Sie setzten im Januar 2,1 Prozent weniger um als im Vormonat, wie das Statistische Bundesamt am Montag mitteilte. Das war der kräftigste Rückgang seit August 2014. Von Reuters befragte Ökonomen hatten lediglich mit einem Minus von 1,5 Prozent gerechnet, nachdem es im Dezember noch ein kräftiges Wachstum von 2,8 Prozent gegeben hatte.

Die Unternehmen verkauften Waren im Wert von 89,9 Milliarden Euro ins Ausland – das waren 0,6 Prozent weniger als im Januar 2014. Das schwache Abschneiden ist vor allem auf das nachlassende Geschäft mit der Euro-Zone zurückzuführen, dem wichtigsten Absatzmarkt für Waren „Made in Germany“.

Die Ausfuhren dorthin lagen um 2,8 Prozent niedriger als im Januar 2014. Die Exporte in die nicht zur Euro-Zone gehörenden EU-Länder, zu denen etwa Polen und Großbritannien gehören, zogen hingegen um 3,0 Prozent an. Der Umsatz mit Ländern außerhalb der Europäischen Union – dazu zählen auch die beiden weltgrößten Volkswirtschaften USA und China – gab um 0,5 Prozent nach.

Der Branchenverband BGA geht davon aus, dass die Ausfuhren in diesem Jahr um vier Prozent auf 1172 Milliarden Euro zulegen. Das wäre eine neue Bestmarke. Impulse werden vor allem vom schwachen Euro erwartet, der deutsche Waren in anderen Währungsgebieten preislich attraktiver macht.

Die Importe schrumpften im Januar um 0,3 Prozent zum Vormonat. Hier hatten Ökonomen ein Plus von 0,5 Prozent vorausgesagt. Der Außenhandelsüberschuss – die Differenz zwischen Aus- und Einfuhren – lag bei bereinigt 19,7 Milliarden Euro. Er ist damit gut eine Milliarde Euro kleiner als erwartet.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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  • Unter dieser Grün-Sozialistischen Energiewende und Stromverteuerungspoltiik wird Deutschland auch in Zukunft immer weniger an Produkten expotieren. Die Wertschöpfung geht mit dieser asozialen und perfiden Grünen Energiewende = EEG immer mehr zurück. EEG und Energie-Stromeinsparzwang machen aus Deutschland eine Industrie- und Produktionswüste. Mangel und Armut halten auf Grund der Energiewende und dem Ausstieg aus der Hochtechnologie (Kernkraft, Gentechnik und technikfeindlichkeit im allgemeinen) einzug. Schritt für Schritt....

  • Schlußendlich ist es doch die mangelnde Kaufkraft der europäischen Bürger, die zu der sinkenden Nachfrage in der EU führt. Und NUR die Erhöhung dieser Nachfrage führt auf Dauer zu einer Steigerung des Exportes.Dies ist in Anbetracht der Verarmung der Bürger in den sog. Krisenländern infolge von Lohnsenkungen nicht zu erkennen.

  • Und die Kapazitäten, die jetzt aufgrund verfälschter währungsrelationen aufgebaut, werden, brechen bei Normalisierung sofort wieder weg. Dies Investitionen waren dann für die Katz... Die EZB treibt uns alle in die Pleite...

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