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Schwächelnde Wirtschaft: DIHK sieht weniger Dynamik bei Exporten

In einer DIHK-Umfrage geben 30 Prozent der mehr als 25.000 befragten Firmen an, dass sie mit einem wachsenden Exportgeschäft rechnen. Aber jede achte Firma sieht weniger Dynamik. Die Wirtschaft wächst schwach.

Der DIHK sieht eine geringe Dynamik bei Exporten. "Made in Germany" aber bleibt gefragt. Quelle: dapd
Der DIHK sieht eine geringe Dynamik bei Exporten. "Made in Germany" aber bleibt gefragt. Quelle: dapd

BerlinDie deutschen Ausfuhren drohen als Konjunkturmotor weiter auszufallen. "Die Exporterwartungen der Unternehmen treten im Frühsommer fast auf der Stelle", fand der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) in seiner Umfrage unter mehr als 25.000 Firmen heraus, die Reuters am Donnerstag in Auszügen vorlag. Zwar rechnen 30 Prozent der Unternehmen in den kommenden zwölf Monaten mit einem wachsenden Auslandsgeschäft - fast jedes achte Unternehmen befürchtet aber Rückgänge. "In den nächsten Monaten dürften sich die Ausfuhren damit wenig dynamisch entwickeln", befürchtet der DIHK.

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Im ersten Quartal schrumpften die Warenexporte um 1,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Auch dadurch wuchs die deutsche Wirtschaft von Januar bis März mit 0,1 Prozent überraschend schwach. "Aufkeimende Hoffnungen auf eine Belebung der Auslandsgeschäfte vom Jahresbeginn haben sich bislang nicht erfüllt", stellte der DIHK nun fest. "Erneute Rückschläge durch die Turbulenzen in Zypern und die schwache Wirtschaftsentwicklung in der Euro-Zone, insbesondere in Frankreich und Spanien, belasten weiterhin." Verlass sei dagegen auf zahlreiche Schwellenländer sowie auf die USA, wo "Made in Germany" immer stärker nachgefragt werde.

41 Prozent der exportierenden Firmen geben die Auslandsnachfrage als Hauptrisiko für ihre Geschäftsentwicklung an. "Die Verunsicherung war zuletzt zu Jahresbeginn 2010 ähnlich hoch", so der DIHK. Neben der Schuldenkrise erschwerten wachsende Handelshemmnisse in Lateinamerika und Schwierigkeiten in China oder Brasilien das Geschäft.

Die Kursentwicklung des Euro bereitet dagegen nur elf Prozent der Unternehmen Sorgen. Da immer mehr Vorleistungen importiert würden, verliere der Wechselkurs an Bedeutung. Viele Firmen hätten zudem jahrelange Erfahrungen bei Geschäften zur Absicherung gegen Wechselkursrisiken. "Dennoch sind die Devisenmärkte derzeit Spannungen ausgesetzt", erklärte der DIHK. "Gegenüber dem Yen gewinnt der Euro seit Monaten stetig an Wert." Japanische Auto- und Maschinenbauer gehören zu den größten Konkurrenten der deutschen Exporteure. Ein billiger Yen verschafft ihnen Vorteile.

  • 23.05.2013, 10:17 Uhrgeorge.orwell

    Gäbe es nicht das Zinssystem müsste die Wirtschaft auch nicht dauernd wachsen.

    WirtschaftsWACHSTUM, WirtschaftsWACHSTUM, WirtschaftsWACHSTUM ----- WAHNSINN

    Dieses Dogma, die Wirtschafts müsste ständig wachsen ist doch Irrsinn. Bis wohin denn?

  • 23.05.2013, 09:33 UhrPoldi 0824

    Die Kursentwicklung des Euro bereitet dagegen nur elf Prozent der Unternehmen Sorgen. Da immer mehr Vorleistungen importiert würden, verliere der Wechselkurs an Bedeutung.

    Damit wäre auch das Argument der Euro Fanatiker, D sei beim Auseinanderfallen der Euro Zone nicht exportfähig, aus der Welt. Wieder eine Sorge weniger. Eigentlich müßten jetzt Taten folgen.

    Schönen Tag noch.

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