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Sitzungsprotokoll: Arbeitsmarkt sorgt für Sorgenfalten bei Fed

Die US-Notenbank weiß derzeit nicht, was sie von der konjunkturellen Erholung in den USA halten soll. Vor allem die Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt bereitet der Fed Sorgen, wie aus dem am Mittwoch veröffentlichten Protokoll der letzten Sitzung hervorgeht. Dort verliefe der Aufschwung vergleichsweise schleppend, hieß es.

Der Hauptsitz der US-Notenbank. Die Federal Reserve sorgt sich um den amerikanischen Arbeitsmarkt. Quelle: ap
Der Hauptsitz der US-Notenbank. Die Federal Reserve sorgt sich um den amerikanischen Arbeitsmarkt. Quelle: ap

HB WASHINGTON. Die Arbeitslosigkeit werde für einige Zeit hoch bleiben. Im November lag die Arbeitslosenquote bei einem Rekordhoch von zehn Prozent. Sorge haben die Notenbanker allerdings nicht nur um den Arbeits- sondern auch um den Immobilienmarkt. Der Ausstieg aus dem massiven Ankauf hypothekenbesicherter Wertpapiere berge Risiken für den Häusermarkt, betonten einige Fed-Mitglieder.

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Dadurch könne die noch unsichere Erholung des Immobilienmarktes gefährdet werden, hieß es. Hinzu komme, dass auch die Steuererleichterungen für Immobilienkäufer wegfielen. Sie erhalten in den USA nur noch bis April Steuergutschriften in Höhe von 8000 Euro. Die Zwangsvollstreckungen und Notverkäufe würden kein Ende finden, kritisierten einige Mitglieder.

Experten sehen in diesen Worten Hinweise darauf, dass die Notenbank bei einem Einbruch des Häusermarktes erneut mit Hilfen einspringen könnte. Daten vom Dienstag belegen, dass sich der Immobilienmarkt aus seiner Krise noch nicht befreit hat. Der Absatz bestehender Eigenheime war im November erstmals nach neun Monaten wieder zurückgegangen.

In ihrer Dezember-Sitzung hatte die Fed bestätigt, das Ankaufprogramm für hypothekenbesicherte Papiere im Volumen von 1,25 Billionen Dollar im März wie geplant auslaufen zu lassen und erteilte damit Forderungen nach einer Verlängerung eine Absage. Das Tempo der Ankäufe soll zudem rechtzeitig gedrosselt werden, um eine weiche Landung sicherzustellen. Auch andere unkonventionelle Maßnahmen zur Stützung der lahmenden Konjunktur sollen wie geplant bald auslaufen.

In dem Protokoll hieß es weiter, dass die Fed keine Eile habe, an der Zinsschraube zu drehen. Derzeit befinden sich die Leitzinsen nahe null. Die Wirtschaft erhole sich, teilten die Fed-Mitglieder mit. Unterschiedliche Meinungen vertraten die Experten bei der Bewertung der Inflationsrisiken. Während einige erklärten, dass die hohe Arbeitslosigkeit und ungenutzte Anlagen diese in Schach hielten, befürchten andere, dass steigende Öl- und Exportpreise zu Preisdruck führen könnten.

Der Dollar hat nach der Veröffentlichung des Protokolls seine Verluste gegenüber dem Euro und Yen ausgebaut. Die Fed steckt genau wie die meisten anderen Zentralbanken in dem Dilemma, dass sie nicht genau weiß, ob der Aufschwung selbsttragend ist oder die Wirtschaft lediglich von den Stützungsmaßnahmen der Regierungen und Notenbanken hoch gehalten wird. Sollte dies der Fall sein, würde eine zu frühe Rücknahme der ultralaxen Geldpolitik die Konjunktur abwürgen.

Die US-Notenbank hatte ähnlich wie andere Zentralbanken auf dem Höhepunkt der Finanz- und Wirtschaftskrise ihren Leitzins massiv gesenkt und für mehr als eine Billion Dollar Wertpapiere aufgekauft, um das Finanzsystem und die Wirtschaft mit Geld zu fluten.

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