Skeptischer Ausblick: IWF-Chef warnt vor zweiter Rezession

Skeptischer Ausblick
IWF-Chef warnt vor zweiter Rezession

IWF-Chef Strauss-Kahn warnt angesichts der schlechten Vorzeichen die Industriestaaten eindringlich davor, die stützenden Maßnahmen zu früh zu beenden – eine zweite Rezession drohe. Auch die deutsche Wirtschaft wird durch das schlechte vierte Quartal nach einem Bericht der Bundesbank kräftig zurückgeworfen, der Ausblick auf das erste Quartal 2010 macht wenig Hoffnung.

HB TOKIO/FRANKFURT. IWF-Chef Dominique Strauss-Kahn hat vor einer zweiten Rezession in einigen Staaten gewarnt, sollte das Ende der Konjunkturhilfen zu früh eingeleitet werden. „In den Industriestaaten verläuft die Erholung zögerlich“, sagte Strauss-Kahn am Montag in Tokio. „Wir müssen vorsichtig sein.“ Wenn die Hilfen einmal abgesetzt seien, werde es schwierig, bei einem zweiten Abtauchen der Wirtschaft neue Instrumente zu finden. Voraussetzung für einen Beginn der Exit-Strategie seien eine spürbare Rückkehr der privaten Nachfrage und Besserungen auf dem Arbeitsmarkt.

Deutschland ist von diesem Punkt nach Meinung der Bundesbank-Ökonomen noch ein gutes Stück entfernt: Die Erholung der deutschen Wirtschaft hat sich den Ökonomen zufolge „deutlich“ abgeschwächt. Steigende Exporte hätten die Konjunktur zwar auch im vierten Quartal gestützt, heißt es in dem am Montag veröffentlichten Monatsbericht. Der private Konsum hingegen sei erneut kräftig gesunken. „Darauf deuten jedenfalls die stark rückläufigen Kraftfahrzeugzulassungen und die eher schwachen Einzelhandelsumsätze hin.“

Nach dem Ende der Abwrackprämie seien die Autoverkäufe merklich zurückgegangen. Diesen Nachfrageverlust werde die Industrie auch in näherer Zukunft nicht ausgleichen können. „Dennoch scheint der Erholungsprozess angesichts sich weiter verbessernder Exporterwartungen und zunehmender Bestellungen in den nicht direkt mit der Automobilfertigung zusammenhängenden Teilen der Industrie im Kern intakt“, schrieb die Bundesbank.

Nach ersten Schätzungen des Statistischen Bundesamtes hat das Bruttoinlandsprodukt von Oktober bis Dezember stagniert. Im dritten Quartal hatte es noch ein Wachstum von 0,7 Prozent gegeben. Für den Jahresbeginn droht Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle (FDP) zufolge ebenfalls Stagnation. Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) macht für den schleppenden Jahresauftakt den harten Winter verantwortlich, der die Arbeiten auf vielen Baustellen zum Erliegen gebracht hat.

IWF-Chef Dominique Strauss-Kahn hat vor einer zweiten Rezession in einigen Staaten gewarnt, sollte das Ende der Konjunkturhilfen zu früh eingeleitet werden. „In den Industriestaaten verläuft die Erholung zögerlich“, sagte Strauss-Kahn am Montag in Tokio. „Wir müssen vorsichtig sein.“ Wenn die Hilfen einmal abgesetzt seien, werde es schwierig, bei einem zweiten Abtauchen der Wirtschaft neue Instrumente zu finden. Voraussetzung für einen Beginn der Exit-Strategie seien eine spürbare Rückkehr der privaten Nachfrage und Besserungen auf dem Arbeitsmarkt.

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