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So wird 2013: Startklar für den Aufschwung

Die Stimmung in der deutschen Wirtschaft ist mies. Bestenfalls stagnieren soll sie im Winter, sagen Ökonomen. Dabei sind die Voraussetzungen für höheres Wachstum gar nicht schlecht. Warum der Pessimismus übertrieben ist.

Noch bremst die Unsicherheit um die Euro-Krise das Wachstum. Wenn sie nachlässt, könnte die deutsche Wirtschaft kräftiger wachsen als erwartet. Quelle: Getty Images
Noch bremst die Unsicherheit um die Euro-Krise das Wachstum. Wenn sie nachlässt, könnte die deutsche Wirtschaft kräftiger wachsen als erwartet. Quelle: Getty Images

DüsseldorfNoch bevor das neue Jahr begonnen hat steht fest: Das Ifo-Institut wird mit seiner Prognose für 2013 auf jeden Fall richtig liegen. Wenn nicht, müsste es schon mit dem Teufel zugehen. Die Treffsicherheit der Münchner Wirtschaftsforscher hat aber weniger mit hellseherischen Fähigkeiten zu tun. Sondern damit, dass ihre Prognose für fast alle Eventualitäten Raum lässt: Zwischen minus 0,6 und plus 2,0 Prozent werde Deutschlands Wachstum liegen, sagen die Münchner voraus.

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Grund für diese große Spanne ist die Euro-Krise. Sie sorgt für Unsicherheit und lähmt die wirtschaftliche Aktivität der Unternehmen. Allgemein sind Ökonomen deshalb eher pessimistisch. Die meisten Institute rechnen für 2013 mit einem Wachstum von unter einem Prozent. Immerhin gehen sie in der Regel nicht von einer Rezession aus. Aber eigentlich sind die Voraussetzungen für höheres Wachstum ziemlich gut.

Konjunkturprognosen der vergangenen Monate

  • DIHK

    Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) geht von einem Wachstum von 0,3 Prozent aus. Bislang waren 0,7 Prozent erwartet worden. "Der Aufschwung in Deutschland ist vorerst verschoben", sagte Hauptgeschäftsführer Martin Wansleben. "Die Unternehmen schätzen ihre Lage deutlich schlechter ein als zu Beginn des Jahres." Für 2014 geht das DIHK von einem Wachstum von mehr als einem Prozent aus.

  • BDI

    Der Präsident des Bundesverbands der Deutschen Industrie (BDI), Ulrich Grillo, rechnet mit robustem Wachstum von bis zu 0,8 Prozent. Er ist damit weit optimistischer als die Bundesregierung.

  • Bundesregierung

    Die Bundesregierung geht für 2013 von einem Wachstum von 0,4 Prozent aus.

  • Sachverständigenrat

    Genau wie die Bundesregierung rechneten auch die "fünf Weisen" aus dem Sachverständigenrat zuletzt mit einem Wachstum von 0,8 Prozent. Wegen des starken Einbruchs im vierten Quartal 2012 haben sie den Wert jedoch auf 0,3 Prozent mehr als halbiert.

  • RWI

    Das Rheinisch-Westfälische Institut für Wirtschaftsforschung rechnet für 2013 mit einem Wachstum von 0,3 Prozent. Im Vergleich zur Herbstprognose wurde die Schätzung um 0,7 Punkte zurückgenommen.

  • Internationaler Währungsfonds

    Der Internationale Währungsfonds (IWF) sagt für 2013 ein Plus von 0,3 Prozent voraus. Im Oktober 2012 war er für 2013 noch von einem Wachstum von 0,9 Prozent ausgegangen.

  • EU-Kommission

    Zum Lager der Optimisten gehört die EU-Kommission. Für Deutschland erwartet sie 2013 ein Wachstum von 0,5 Prozent. Das ist besser als die Erwartung für den Euroraum. Hier rechnet sie sogar mit einem Rückgang von 0,3 Prozent. Grund für die langsame Entwicklung sind die schlechte Binnennachfrage einiger Länder und große konjunkturelle Unterschiede zwischen den EU-Mitgliedstaaten.

  • Bundesbank

    Die Deutsche Bundesbank rechnet in ihrem Monatsbericht vom Dezember für 2013 mit einem Wachstum von 0,4 Prozent. 2014 soll dies auf 1,9 Prozent steigen.

  • DIW

    Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) rechnet für 2013 mit einem Wachstum von 0,7 Prozent. Damit hat es seine Erwartungen nach unten korrigiert. Zuvor war es von einem Plus von 0,9 Prozent ausgegangen. Für 2014 rechnet das DIW mit einem Wachstum von 1,6 Prozent.

  • Ifo-Institut

    Das Münchner Ifo-Institut geht für 2013 von einem Wachstum von 0,7 Prozent aus. Die Spanne der Schätzung reicht von minus 0,6 bis plus 2,0 Prozent.

Zwar gibt es bei vielen Euro-Länder immer noch strukturelle Probleme. Spanien, Portugal, Irland und Italien haben sich - nicht ganz freiwillig - eine drastische Sparpolitik verordnet, die das Wachstum schwächt. Sie kürzen ihre Ausgaben, gleichzeitig brechen ihnen jedoch wegen der schwachen Wirtschaftslage die Einnahmen weg.

Doch die Länder sind in diesem Jahr ein gutes Stück vorangekommen. Deswegen lautet die gute Nachricht für 2013: Sie müssen nicht mehr ganz so drastisch sparen. Außerdem hat sich ihre Wettbewerbsfähigkeit teilweise deutlich verbessert. Spaniens Exporte sind beispielsweise zuletzt so stark gestiegen, dass das Land erstmals seit seinem Euro-Beitritt einen kleinen Überschuss in der Leistungsbilanz macht. Noch 2008 lag hier das Defizit Spaniens bei 10 Prozent der Wirtschaftsleistung.

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Wichtiger als die strukturelle Seite ist auf kurze Sicht jedoch die Stimmung. Sie ist zweifellos noch immer ziemlich mies. Allerdings gibt es auch hier seit dem Sommer Zeichen der Besserung.

  • 17.12.2012, 16:35 Uhrkarstenberwanger

    "Dabei sind die Voraussetzungen für höheres Wachstum gar nicht schlecht."

    Ja.....wenn man genug von dem Zeug raucht, könnte man das annehmen...stimmt.

  • 17.12.2012, 16:42 Uhrmaximilian@baehring.at

    FEMINISMUS ABSCHAFFEN.

    Da müssen wir erstamal dafür sorgen daß usnere Universitäten nicht weiter von Tussis belegt werden die nachher doch lieber Hausfrau spielen. Und das sicherstellen geht nur durch Sterilisation im Gegenzug für eine universitäre Ausbildung! (Würden wir warten bis durch Alet/Eintritt der Menopause Infertilität und somit die volle Widmung der Lebensarbeistzeit dem Beruf GARANTIERT ist sonst wäre zuviel Lebensarbeitszeit vergangen). Mänenr fallen aufgrund der REproduktion nicht längfer als - sagen wir - eine halbe Stunde aus.

    Soviel zum Thema SCHWANZ AB brüllen, vor dem Nachdenken!

  • 17.12.2012, 16:46 Uhragenda2020

    das Pendel wird aber durch den Magneten Griechenland aufgehalten

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