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Spanien hart betroffen: Arbeitslosenquote im Euroraum auf neuem Rekordhoch

Die Krise wirkt sich immer stärker auf den Arbeitsmarkt in den Euro-Ländern aus. Im September waren fast 18,5 Millionen Menschen ohne Job. Ein kleiner Lichtblick: Der Anstieg der Verbraucherpreise hat sich verlangsamt.

Der Arbeitsmarkt im Krisenland Spanien ist besonders hart betroffen. Quelle: dpa
Der Arbeitsmarkt im Krisenland Spanien ist besonders hart betroffen. Quelle: dpa

Luxemburg/BrüsselDie Zahl der Arbeitslosen ist in der Eurozone auf einen neuen Rekordwert gestiegen. Fast 18,5 Millionen Menschen waren im September in den 17 Euro-Ländern ohne Job, wie die EU-Statistikbehörde Eurostat am Mittwoch in Luxemburg mitteilte. Das entspricht einem Rekordhoch von 11,6 Prozent nach 11,5 Prozent im Vormonat. Vor einem Jahr hatte die Arbeitslosenquote in der Eurozone noch bei 10,3 Prozent gelegen.

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In dem von einer Wirtschafts- und Schuldenkrise erschütterten Spanien haben insbesondere die Jüngeren immer schlechtere Jobperspektiven: Die Jugendarbeitslosigkeit kletterte auf eine Quote von 54,2 Prozent. In Frankreich ist mehr als jeder vierte junge Bürger unter 25 Jahren ohne Arbeit, während es hierzulande nur acht Prozent sind. Insgesamt waren in den 17 Staaten der Euro-Zone im Vormonat 18,49 Millionen Menschen ohne Job. In der Europäischen Union erhöhte sich die Zahl auf 25,7 Millionen.

Europa-Konjunktur

Deutschland gehört zu den Euro-Ländern mit den niedrigsten Arbeitslosenquoten. Die Gruppe wird angeführt von Österreich mit einer Quote von 4,4 Prozent und Luxemburg mit 5,2 Prozent. In Deutschland und den Niederlanden lag die Arbeitslosigkeit nach Eurostat-Berechnungen bei jeweils 5,4 Prozent.

Einen kleinen Lichtblick gibt es hingegen bei den Verbraucherpreisen. Die Statistikbehörde Eurostat in Brüssel meldete am Mittwoch in einer ersten Schätzung eine Jahresteuerung von 2,5 Prozent. Damit hat der Preisauftrieb in der Euro-Zone leicht nachgelassen.

Dennoch ist die Inflationsrate damit weit höher als der EZB lieb sein kann, die bei Werten von knapp unter zwei Prozent von Preisstabilität spricht. Diese Marke ist nunmehr fast zwei Jahre lang verfehlt worden.

Hauptgrund für die etwas niedrigere Inflationsrate waren die Energiepreise, deren Auftrieb sich auf 7,8 von 9,1 Prozent verlangsamte. Dagegen beschleunigte sich der Preisanstieg bei Lebensmitteln. "Obwohl die Inflationsrate nunmehr bereits 23 Monate in Folge über dem Zielwert der EZB liegt, halten sich die Inflationsängste weiterhin in Grenzen", meint Ökonom Christoph Weil von der Commerzbank. Der Lohnauftrieb im Euroraum sei weiter verhalten und die schwache inländische Nachfrage begrenze den Preiserhöhungsspielraum der Firmen.

Die EZB, die am kommenden Donnerstag zu ihrer nächsten Ratssitzung zusammenkommt, rechnet erst im Laufe des nächsten Jahres mit einem Sinken des Preisdrucks unter die magische Marke von zwei Prozent. Zuletzt war dieses Ziel im November 2010 erreicht worden, als die Inflationsrate bei 1,9 Prozent lag. Von Reuters befragte Experten erwarten mehrheitlich, dass die Frankfurter Währungshüter den historisch niedrigen Leitzins von derzeit 0,75 Prozent im ersten Quartal 2013 auf 0,5 Prozent kappen werden und danach konstant halten. Rund ein Drittel der 73 befragten Ökonomen hält eine Senkung sogar noch in diesem Jahr für möglich.

Die Verbindung von erhöhtem Preisdruck und anhaltender Arbeitsmarktmisere ist nach Ansicht von Analyst Ben May von Capital Economics Gift für die Konsumentenstimmung: "Das ist ein schlechtes Omen für den privaten Verbrauch." Anders als in der gesamten Euro-Zone können sich die Verbraucher in Deutschland hingegen über stabile Preise und einen vergleichsweise robusten Arbeitsmarkt freuen. Daher konnten die hiesigen Einzelhändler ihren Umsatz im September so kräftig steigern wie seit über einem Jahr nicht mehr.

 

  • 01.11.2012, 16:47 UhrJanni

    hi hb leser....ich meinte selber schuld,vom user Arn!...Beitrag,weil er sich darüber äussert hereinspaziert Griechen und Spanier....und womöglich meinte er auch noch ironischer Weiser dann wenns so kommt ...rein Ausländer nach Deutschland ,wir kümmern uns um euch und bezahlen fleissig...klingt irgendwie ein bisschen naja du weisst schon...oder ?...PS...tja und ich lebe seit 47 Jahren hier und zahle fleissig Steuern... GRieche !

  • 31.10.2012, 14:44 UhrNKM

    @Lebemann

    Da haben Sie schon Recht. Allerdings habe ich deshalb auch kein Mitleid mit den Unternehmen, wenn sie immer wieder schimpfen das der Binnenhandel schrumpft ;-)
    Die "Hauptverbraucher" sind nun einmal nicht die oberen Zehntausend. Höchstens bei Luxusartikeln. Und wenn der Rest immer weniger Mittel hat, dann bricht eben das Geschäft weg. Da beisst sich nunmal die Katze in den eigenen Schwanz ;-)

  • 31.10.2012, 14:37 UhrDonSarkasmo

    Ich danke Ihnen für diesen Text. Sie nehmen mir das Wort aus dem Mund und haben mir viel Schreibarbeit erspart.
    100% Zustimmung.

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