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Statistisches Bundesamt: Inflationsrate im Januar bei 2,1 Prozent

Nur leicht mussten die Statistiker in Wiesbaden ihre Prognose korrigieren. Die Preise stiegen im Januar um 2,1 Prozent, nicht 2,0 Prozent. Schulde dafür sind vor allem zwei Bereich

Gas-Durchlaufhitzer: Energiepreise stiegen um 7,2 Prozent. Quelle: dpa
Gas-Durchlaufhitzer: Energiepreise stiegen um 7,2 Prozent. Quelle: dpa

WiesbadenDie Verbraucherpreise in Deutschland sind im Januar um 2,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat gestiegen. Das teilte das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Freitag mit und korrigierte damit die vorläufige Schätzung von 2,0 Prozent wieder leicht nach oben. Auch im Dezember hatte die Inflationsrate bereits bei 2,1 Prozent gelegen. Eine erste Schätzung hatte einen Rückgang auf zwei Prozent ergeben, doch musste dieses Ergebnis leicht nach oben korrigiert werden. Die Europäische Zentralbank (EZB) spricht bei Werten von knapp unter zwei Prozent von stabilen Preisen.

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Der für europäische Zwecke berechnete Harmonisierte Verbraucherpreisindex (HVPI) liegt in Deutschland mit 2,3 Prozent jedoch noch klar über dieser Marke. EZB-Chef Mario Draghi hatte nach dem Zinsbeschluss am Donnerstag betont, die Teuerungsrate werde wohl noch einige Monate über der Stabilitätsmarke bleiben, bevor sie wieder darunter falle.

Verantwortlich für die steigenden Preise waren im Januar - wie schon in den Vormonaten - wieder die hohen Kosten für Energie, die um 7,2 Prozent höher lagen als im Januar 2011. Benzin und Diesel verteuerten sich um 6,4 Prozent, Haushaltsenergie um 7,7 Prozent und leichtes Heizöl um 17,2 Prozent. Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke kosteten 3 Prozent mehr als vor Jahresfrist, wofür vor allem höhere Preise für Kaffee und Fruchtsäfte verantwortlich waren. Auch Fleisch und Wurstwaren sowie Fisch wurden teurer, erheblich günstiger hingegen wurde Gemüse.

2011 hatte teure Energie die Teuerungsrate auf 2,3 Prozent getrieben. Für dieses Jahr rechnen Analysten mit einem Rückgang auf 1,8 Prozent, weil sich Rohstoffe wegen der weltweiten Konjunkturabkühlung nicht mehr so stark verteuern dürften.

Im Vergleich zum Vormonat Dezember 2011 gingen die Kosten für die Lebenshaltung im Januar um 0,4 Prozent zurück, wie die Statistiker bestätigten. Dieser Preisrückgang sei vor allem saisonbedingt.

Am Mittwoch wird das Statistische Bundesamt für mehr Klarheit sorgen und eine erste Meldung zum Bruttoinlandsprodukt vorlegen. Ökonom Christoph Balz von der Commerzbank rechnet mit einem Minus von 0,3 Prozent.

  • 10.02.2012, 13:16 UhrStubi

    Ich wuenschte, dass diese Statistiker nur von den Produkten leben duerfen, welche sie in ihrem Warenkorb haben.

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