Steuerschätzung

Schäuble bekommt mehr Milliarden als erwartet

Bund und Länder können auf höhere Steuereinnahmen hoffen. Laut einer Vorlage aus dem Finanzministerium dürfte der Staat 2015 sieben bis acht Milliarden Euro mehr einnehmen als die erwarteten 641 Milliarden Euro.
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Am Dienstag beginnt die dreitägige Steuerschätzung. Quelle: Reuters
Wolfgang Schäuble

Am Dienstag beginnt die dreitägige Steuerschätzung.

(Foto: Reuters)

BerlinBundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) und seine Länderkollegen können auf noch mehr Steuereinnahmen hoffen. Laut Vorlage des Bundesfinanzministeriums für die am Dienstag beginnende dreitägige Steuerschätzung dürfte der Staat allein in diesem Jahr sieben bis acht Milliarden Euro mehr einnehmen, also die im November prognostizierten knapp 641 Milliarden Euro. Dies erfuhr das Handelsblatt aus mit der Vorlage vertrauten Kreisen. Grund sei vor allem die gute Konjunktur und der robuste Arbeitsmarkt.

Dem Arbeitskreis Steuerschätzungen gehören rund drei Dutzend Experten von Bund, Ländern, Gemeinden, Wirtschaftsforschungsinstitute, Sachverständigenrat, Bundesbank und Statistischem Bundesamt an. Der Arbeitskreis berät mehrere Schätzvorschläge und entscheidet im Konsens. Die Vorlage aus dem Bundesfinanzministerium gilt als richtungsweisend. Die genauen Ergebnisse werden am Donnerstag veröffentlicht.

Angesicht der auch mittelfristig rosigen gesamtwirtschaftlichen Aussichten dürften die Steuereinnahmen weiter kräftig steigen. Auch für die Jahre 2016 bis 2019 erwarte das Finanzministerium Einnahmen, die um sieben bis acht Milliarden Euro über der letzten Prognose lägen, hieß es in den Kreisen weiter. 2019 könnte der Fiskus dann auf rund 768 Milliarden Euro hoffen – das wären 124 Milliarden Euro mehr als im abgelaufenen Jahr.

  • asr
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10 Kommentare zu "Steuerschätzung: Schäuble bekommt mehr Milliarden als erwartet"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • "Sonderwünschen von unseren Euro-Freunden aus Griechenland"

    Dazu brauchen wir unser "Freunde aus Griechenland" nicht - wir haben ja bereits unseren Bundes-Gauckler der am Wochenden wieder die Spendierhosen anhatte.....

    Und wenn der nun sogar für eine zweite Amtszeit "zur Verfügung steht" geht's munter so weiter.

  • Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich. 

  • Keine Sorge, das kriegt der alles weggehauen. Wir, die wir das alles erwirtschaften, dürfen uns trotzdem auf neue, zusätzliche "Abgaben" freuen.

  • @ Rimmele
    Sie wollen wirklich die Steuern den Banken in den Rachen schmeißen? Bildung und Infrastruktur sollen endlich die Nutznießerunternehmen bezahlen.

  • Wie viel Geld könnten wir erst machen, wenn wir nicht in die EU exportieren brauchtenund alles in Deutschland selbst verbrauchen müssten.

  • @ Frau Damino
    Was Deutschland der EU spendiert liegt nicht mehr in Ihrer Hand.
    Wie viele Flüchtlinge braucht Deutschland, wenn wir wieder ein 100 Millionen Volk werden wollen? Auch Asylbewerber leben nicht ewig.
    Als nächstes Ziel könnte man sich stellen, dass nur noch Nichtdeutsche mit Ahnennachweis arbeiten und die Deutschen betreuen. So was soll es in den Emiraten geben.

  • Dann können wir ja noch mehr Geld für die EU spendieren. Und wir können endlich noch mehr Flüchtlinge aufnehmen!
    Was würde Deutschland nur mit all dem Geld machen, wenn wir nicht in der EU wären!

  • Schulden abbauen und in Infrastruktur und Bildung investieren,

  • die wird er gut gebrauchen können, bei den Flüchtlingsströmen die Deutschland aufnehmen
    und finanzieren muss. Hinzu kommen mit Sicherheit wieder Sonderwünschen von unseren
    Euro-Freunden aus Griechenland etc., und der Ukraine.
    Außerdem hat der öffentliche Dienst usw. Einkommenserhöhungen eingefordert;
    die Bundeswehr braucht ein neues "Schießeisen" und Kinderspielplätze.

  • Sofort nachrecherchieren!
    641 Milliarden Euro haben Bund und Länder samt Gewerbesteuerumlage durch die Kommunen 2014 eingenommen. Davon hat "Schäuble" knapp 278 Milliarden erhalten. Die Steuereinnahmen werden deshalb 2015 auf über 670 Milliarden für Bund, Länder und Kommunen steigen. Ist denn auf das Handelsblatt gar kein verlass mehr? Laut Pressemitteilung vom 6. November 2014 wurden für 2015 ca. 660,2 Milliarden geschätzt. Hat das HB kein Archiv? Die nun angenommenen 668 Milliarden sind klein geschätzt. Die mittlere Schätzung ist 5 Milliarden und die optimistische Schätzung 10 Milliarden höher. Nichtsdestotrotz werden die Steuereinnahmen 2016 über 700 Milliarden Euro betragen und mit 730 Milliarden Euro 2017 über 200 Milliarden Euro höher liegen als 2010. Ist euch überhaupt klar, was das für Deutschland bedeutet? Das alles wird ohne Neuverschuldung geschafft. Für Industriestaaten scheint das einzigartig. Wer hat Angst davor? Man braucht nur die Nachrichten jenseits des Ozeans nehmen.

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