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Diskussion: Kommentare zu: Soll Griechenland gar nicht saniert werden?

Karikatur eines Community-Trolls

Liebe Leserinnen und Leser,

kennen Sie Trolle? Das sind Unholde, die nichts Gutes im Schilde führen. Internet-Trolle gibt es auch. Das sind solche, die „Beiträge verfassen und sich darin auf die Provokation anderer Gesprächsteilnehmer beschränken“, heißt es in den einschlägigen Definitionen. Solche Provokationen würgen eine Diskussion ab. Internet-Trolle sind also Menschen, die wir in unserer Handelsblatt-Online-Community nicht brauchen. Was wir gut finden, sind Kommentatoren. Gerne solche, die auf den Punkt kommen - von uns aus kurz und schmerzhaft.
Am meisten freuen wir uns, wenn Sie zu Ihrer Meinung mit Ihrem Namen stehen. Wir möchten wissen, mit wem wir diskutieren, und Sie haben ein Recht zu wissen, mit wem Sie sich auseinandersetzen. Wir glauben, dass es zu einem fairen Umgang miteinander im Netz gehört, sich offen gegenüberzutreten.

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  • 16.07.2012, 14:36 UhrMazi

    Die Frage ist doch: Kann Griechenland die Drohungen überhaupt noch ernst nehmen?

    Schließt man aus der Vergangenheit in die Zukunft, ist die Antwort klar. Es gibt keinen Grund die Drohungen ernstzunehmen. Solange das "Griechenland-Problem" da ist, braucht man sich um keine inneren Probleme zu kümmern und das Volk ist schön unter Druck gehalten.

    Und Schäuble rechnet sich immer noch Chancen auf einen machtvollen, einen gut bezahlten Job aus. Und zusätzlich wird ihm auch noch Straffreiheit garantiert. Der Berlusconi Deutschlands!

    Weshalb sollte man dann überhaupt etwas auf griechischer oder hiesiger Seite ändern?

  • 16.07.2012, 15:01 UhrWinfriedSobottka

    Sehr guter Artikel, der etwas sehr Wichtiges beleuchtet, was sonst vermutlich völlig unbeachtet bliebe. Die Geschichten um deutsche U-Boot-Lieferungen für Griechenland - es geht um Milliarden Euro, s. u.a.:


    http://www.heise.de/tp/artikel/32/32961/1.html

    - verdeutlichen sehr wohl, wie die Prioritäten der Bundesregierung aussehen: Was deutschem Großkapital nützt, hat Priorität. Gerade die Rüstungsbranche arbeitet sehr kapitalintensiv - also mit sehr wenigen Arbeitskräften. Sie macht ihre Preise selbst, sie erzielt horrende Umsatzrenditen. Und die Gewinne landen in wenigen Händen.

    Völlig absurd wird das griechisch-türkische Wettrüsten vor dem Hintergrund, dass beide Staaten dem selben Militärbündnis, nämlich der NATO, angehören und in einem, Falle, in dem sie angegriffen würden, Anspruch auf Hilfe seitens der vermutlich größten Militärmacht der Welt hätten - seitens der NATO.

    Wer es noch vor möglich hält, dass Politiker von anderem als von Korruptionsgeldern angetrieben würden, der muss sich das alles nur einmal vor Augen halten. Ich bin mir absolut sicher, dass die griechischen Politiker der letzten Jahre samt und sonders am Galgen landen würden, wenn das griechische Volk alles über sie und ihr Handeln wüsste.

  • 16.07.2012, 15:04 UhrJoerg

    Es sollen doch nicht die maroden Länder 'gerettet' werden.
    Es geht doch darum, die Banken, die sich in diesen Ländern verspekuliert haben, zu sanieren.
    Sobald es dieses Politikerpack geschafft hat, die Risiken der Banken in voller Höhe auf den Steuerzahler zu übertragen , wird man feststellen, dass eine Sanierung dieser Länder nun doch nicht möglich ist.
    Da läuft eine riesige Umschichtaktion von Steuergeldern in die Töpfe der Finanzmafia.
    Und einige dieses Politikerpacks sitzen in den Vorständen.

    Diesen dreckigen Haufen von Politikern muss man zur Rechenschaft ziegen.


  • 16.07.2012, 18:41 Uhrholbeinpferdchen

    Frustrierend ist, daß diese Tatsachen schon beim ersten 80 Milliarden Griechenlandsubventionspaket Anfang 2010 öffentlich bekannt waren. Weder christlich-konservative Abgeordnete, noch dem Frieden und gesellschaftlichem Fortschritt verbundene Sozialdemokraten und Grünen-Politiker haben die griechische Abrüstung zur Vorraussetzung ihrer Zustimmung zu den Subventionspaketen der Regierung gemacht.

    Woran iegt der Totalausfall der Opposition bei der Verhinderung der unglaublichsten Verschwendung von Steuergeldern? Bei den Grünen an der Lobby der Umweltindustrie? Bei den Sozialdemokraten an der Feigheit, sich mit den kampfstarken egoistischen Betriebsräten in den Exportunternehmen anzulegen?

  • 16.07.2012, 19:31 UhrOsmosis

    Ich meine, es geht nicht nur um Wettrüsten. Man las, dass vor Griechenland sehr sehr grosse Gas und Ölvorkommen festgestellt sind, um die sich derzeit Israel und die Türkei auch streiten. der Anteil der auf Griechenland fällt, ist bei weitem grösser als eine irgendwelche Schuld. Hier wird wie überall mit gezinkten Karten gespielt.

  • 17.07.2012, 08:51 UhrErnst

    Das geradezu idiotische Aufrüsten des Griechenstaates entspringt rational nicht nachvollziehbaren Gründen. Großmannssucht und eingebildete Ängste - wirklich erstklassige Politiker, die solche Antriebsfedern für ihr Handeln haben...

  • 18.07.2012, 12:04 UhrDelinix

    Ich bin sicher – aus dieser Quelle speist sich der ungeheure Reichtum griechischer Politiker und ihrer Familien.
    Schon etwa 2003 fiel uns ein Beitrag im griech. TV auf, moderiert vom bekannten Hr. Triandafilidis. Darin ging es um den damaligen Verteidigungsminister, der dabei erwischt worden war, eine Bestellung von Pistolen für das Militär derart manipuliert zu haben, dass schlussendlich der doppelte Preis gezahlt werden musste.
    Und was geschah daraufhin?? NICHTS. Man stelle sich so was mal in Deutschland vor, was gäbe das für ein berechtigtes Geschrei – abgesehen natürlich vom staatsanwaltlichen Ermittlungsverfahren und dem anschließenden Prozess.
    Hier aber wird nach einer Woche der Deckel draufgelegt, es gibt ja schließlich noch viel mehr zu berichten… ein neuer Skandal löst den alten ab. Die Berichte dienen nur der spannenden Unterhaltung des Publikums, - strafrechtliche Folgen habe ICH noch nie erlebt. Unfassbar.
    Die Stimmung ist inzwischen auch bei den etwas Wohlhabenderen auf dem Land im Keller. Einige Menschen können sich inzwischen nicht mehr satt essen. Die korrupte Politikerkaste hat praktisch nur bei den kleinen Leuten gespart. Die Einspar-Prozente, die sie für ihre Beamten angeben, sind manipuliert, dass sich die Balken biegen. 12%. Ja – aber wovon?! Die 12% gingen nur vom 13. und/oder 14. Gehalt ab! Ferner gibt es zahlreiche Beamte (DEKO+Politik), die mehrfache Renten beziehen (Doppelrentner).
    Das verbleibende „Restvolk“, das nicht verbeamtet ist (weniger als die Hälfte), wird geknechtet und soll den vergleichbaren Luxus der anderen bezahlen!

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