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Teuerung: Gefühlte Inflation drei Mal so hoch wie amtliche Rate

Die gefühlte Inflation in Deutschland ist nach Berechnungen des Schweizer Wirtschaftsprofessors Hans Wolfgang Brachinger im Juni mehr als drei Mal so hoch wie die offizielle Teuerungsrate.

Bei den Berechnungen des Schweizer Wissenschaftlers fallen Waren des täglichen Bedarfs besonders ins Gewicht. Foto: ap Quelle: ap
Bei den Berechnungen des Schweizer Wissenschaftlers fallen Waren des täglichen Bedarfs besonders ins Gewicht. Foto: ap Quelle: ap

HB BERLIN. Wie das Forschungszentrum für Wirtschaftsstatistik der Universität Fribourg mitteilte, stieg der Index der wahrgenommenen Inflation (IWI) im Juni 2008 gegenüber Juni 2007 um 11,5 Prozent.

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Damit ist die gefühlte Teuerung anders als die amtliche Rate allerdings etwas niedriger als im Vormonat ausgefallen. Im Mai lag die gefühlte Teuerung noch bei 12,1 Prozent. Mit 11,5 Prozent liegt der IWI aber immer noch über dem Höchstwert von 11,0 Prozent nach der Euro-Einführung im Januar 2002.

Die Verbraucherpreise sind laut Statistischem Bundesamt im Juni um 3,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat gestiegen. Im Mai waren es noch 3,0 Prozent. Im Juni wurde die Inflation somit so stark angeheizt wie seit fast 15 Jahren nicht mehr.

Während der Verbraucherpreisindex die Teuerung anhand eines breit angelegten Warenkorbs misst, verfolgt Brachinger mit dem IWI einen anderen Ansatz: Preisveränderungen werden dabei mit der relativen Kaufhäufigkeit gewichtet. Das bedeutet, dass Güter die häufig gekauft werden, ein hohes Gewicht haben. Waren, die eher selten erworben werden, haben ein niedriges Gewicht.

Die vom Verbraucher als besonders schmerzlich empfundenen Preisschübe bei Waren des täglichen Bedarfs wie etwa beim Benzin oder bei Lebensmitteln fallen somit stärker ins Gewicht.

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