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Teuerungsrate stabil: Inflation in Deutschland bleibt bei zwei Prozent

Die Preise für Waren und Dienstleistungen in Deutschland bleiben weiterhin stabil. Nach Angaben des statistischen Bundesamtes hat die Inflation im Oktober nicht weiter zugenommen und verharrt bei zwei Prozent.

Insgesamt sind die Preise in Deutschland stabil geblieben. Quelle: dapd
Insgesamt sind die Preise in Deutschland stabil geblieben. Quelle: dapd

BerlinTrotz sinkender Benzinpreise bleibt die Inflation in Deutschland vergleichsweise hoch. Im Oktober kosteten Waren und Dienstleistungen 2,0 Prozent mehr als vor einem Jahr, wie das Statistische Bundesamt am Montag in einer ersten Schätzung mitteilte. Damit blieb die Teuerungsrate zum September unverändert. Einerseits profitierten die Verbraucher davon, dass sich Tanken zum Vormonat verbilligte. Andererseits verteuerte sich Haushaltsenergie wie Heizöl in vielen Bundesländern.

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Bei Werten von knapp unter zwei Prozent spricht die Europäische Zentralbank von stabilen Preisen. Experten erwarten, dass die Inflation in den nächsten Monaten weiter um diese Marke pendelt. "Für die nähere Zukunft rechnen wir nicht mit allzu starken Veränderungen des Inflationstrends", sagte Postbank-Analyst Heinrich Bayer. Für den Jahresschnitt 2012 geht er von einer Teuerung um 2,0 Prozent aus.

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Die Bundesregierung sieht dies genau so und schätzt das Anziehen der Verbraucherpreise im nächsten Jahr nur auf 1,9 Prozent. "Die Konjunkturabkühlung hat den Wettbewerb zwischen den Firmen um Aufträge noch einmal erschwert", sagte Christian Schulz von der Berenberg Bank. "Es wird immer schwieriger, steigende Kosten von großzügigeren Tarifabschlüssen weiterzureichen."

Denn die gute Konjunktur beschert den deutschen Arbeitnehmern die stärksten Lohnerhöhungen seit fast vier Jahren. Die tariflichen Monatsverdienste stiegen im Juli um durchschnittlich 3,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat und damit so stark wie zuletzt im Oktober 2008, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Damit stehen die Chancen gut, dass die Kaufkraft in diesem Jahr anders als 2011 steigt.

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"Im Gesamtjahr werden die Tarifverdienste um etwa 2,7 Prozent zulegen", sagte der Leiter des Tarifarchivs der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung, Reinhard Bispinck. "Bei einer erwarteten Inflationsrate von zwei Prozent bleibt damit ein kleines reales Plus übrig." 2011 waren die Preise noch schneller gestiegen als die Löhne.

Ein statistischer Effekt in Nordrhein-Westfalen verhinderte womöglich eine niedrigere Inflation in Deutschland, wie Schulz sagte. Im bevölkerungsreichsten Bundesland stieg die Teuerungsrate gegen den Trend von 1,6 auf 1,9 Prozent. Grund war, dass die rot-grüne Koalition in Düsseldorf im Oktober 2011 die Studiengebühren abgeschafft hatte. Dieser monatelang preisdämpfende Effekt fiel nun aus der Statistik. "Dadurch stieg die Jahresteuerungsrate wieder an", betonte des statistische Landesamt.

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An der Zapfsäule entwickelten sich die Preise aber ähnlich wie in anderen Bundesländer. Tanken war knapp vier Prozent teurer als vor einem Jahr, kostete aber gut fünf Prozent weniger als im September und sorgte für Entlastung bei den Konsumenten. Insgesamt blieb Energie aber teuer: So kostete Heizöl in NRW zwölf Prozent mehr als im Oktober 2011 und zwei Prozent mehr als im Vormonat.

Bundesweit stagnierten die Verbraucherpreise von September auf Oktober im Schnitt. Details wollen die Statistiker am 9. November veröffentlichen.

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  • 30.10.2012, 10:58 Uhreinmillionenmann

    Zitat: "Heizöl z.B. kostete 1998 DM 0,20 /Liter,"

    falsch, sondern 0,44 DM/Liter im Jahresmittel und 1981 bereits 0,74 DM/Liter

    Zitat: "Diesel (1998): DM 0,79/Liter,"

    falsch, i.M. 0,96 DM und 1981 bereits 1,30 DM

  • 29.10.2012, 21:04 Uhrskl

    Waehlen wir die euro-Ideologen ab: googlen nach Wahlalternative 2013 - weg mit dem euro und die Inflationsrate wird wieder besser! Sicher!!

  • 29.10.2012, 18:14 UhrJoker1

    @millionenmann
    [...].
    Heizöl z.B. kostete 1998 DM 0,20/Liter,
    Diesel: DM 0,79/Liter,
    man könnte fortfahren.
    Der Umrechnungskurs des Eur ist / war der Betrug.
    [...].
    Dem normalen Bürger wurde das Einkommen und die Ersparnisse
    halbiert. Einkommensteigerungen seit 1999 - 2010 von
    max. 2,5%. Rentensteigerungen von vielleicht 2 v.H.
    [...] Beitrag von der Redaktion editiert. Bitte bleiben Sie sachlich.

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