Teuerungsrate
US-Inflation zieht wegen höherer Benzinpreise an

Hurrikan Harvey macht sich auch in der US-Konjunktur bemerkbar. Weil einige Raffinerien in Texas schließen mussten, haben sich die Benzin- und damit auch die Verbraucherpreise deutlich erhöht.
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WashingtonDer Inflationsdruck in den USA hat im September wegen höherer Benzinkosten zugenommen. Die Verbraucherpreise kletterten um 2,2 Prozent zum Vorjahresmonat, wie das Arbeitsministerium am Freitag mitteilte. Im August lag die Teuerung noch bei 1,9 Prozent. Von Reuters befragte Ökonomen hatten sogar mit 2,3 Prozent gerechnet. Die höheren Benzinpreise sind für den Anstieg verantwortlich: Kraftstoffe verteuerten sich um mehr als 13 Prozent und damit so kräftig wie seit acht Jahren nicht mehr. Hauptgrund dafür ist der Hurrikan Harvey, der viele Raffinerien in Texas zur zeitweisen Schließung zwang.

Der Euro wertete nach den Konjunkturdaten leicht auf. Der deutsche Aktienindex Dax fiel dagegen unter die Marke von 13.000 Punkten.

Die US-Notenbank (Fed) strebt neben Vollbeschäftigung eine Inflation von zwei Prozent an. Die Währungshüter achten dabei besonders auf Preisveränderungen bei den persönlichen Ausgaben der Verbraucher, wobei Energie- und Nahrungsmittelkosten ausgeklammert werden. Seit mehr als fünf Jahren liegt dieser Wert nun schon unter der Zielmarke. Die Fed hat 2017 bislang zweimal die Zinsen angehoben und bis Jahresende einen weiteren Schritt signalisiert. Höhere Zinsen könnten die Teuerung aber weiter bremsen, da dies die Nachfrage nach Krediten für Konsum und Investitionen belasten könnte.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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