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Traumwerte für den Arbeitsmarkt: Konjunkturwunder bringt Regierung in Zugzwang

Deutschland wird aus ökonomischer Sicht vom Glück verfolgt, das zeigt auch eine DIW-Prognose. Die Forscher sagen eine robuste Erholung voraus – und einen deutlichen Schub für den Arbeitsmarkt. Das beflügelt nicht zuletzt die Kauflaune der Verbraucher. Nun muss nur noch die Bundesregierung liefern, meint die Wirtschaft und dringt auf die Umsetzung geplanter Projekte.

Fußball-Fans bejubeln die deutsche Fußballnationalmannschaft (Archivbild): die Wirtschaft brummt. Quelle: dpa
Fußball-Fans bejubeln die deutsche Fußballnationalmannschaft (Archivbild): die Wirtschaft brummt. Quelle: dpa

dne/HB BERLIN/DÜSSELDORF. „Positive Überraschung“, „Extrem erfreuliche Zahlen“, „Analysten sollten ihre Schätzungen heraufschrauben“ - so lauten unisono die Reaktionen von Experten auf den kräftigen Anstieg des Konsumklima-Barometers der Nürnberger GfK. Dass für Oktober ein Plus von 4,9 Punkten, von revidiert 4,3 Zählern im September, erwartet wird, kommt nicht von ungefähr. Grund ist die robuste Konjunkturerholung in Deutschland und die gute Lage am Arbeitsmarkt. Das beflügelt die Kauflaune der Verbraucher.

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Diese günstige Entwicklung dürfte sich nach Einschätzung des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) zunächst ungebremst fortsetzen. Nachdem bereits andere große Institute ihre Wachstumsprognosen deutlich nach oben und über drei Prozent korrigiert hatten, zog das DIW heute nach und veröffentlichte eine Prognose mit Traumwerten für die deutsche Volkswirtschaft.

Der Aufschwung bringt nach DIW-Berechnungen so viele Menschen in Lohn und Brot wie noch nie. „Im Schnitt werden im nächsten Jahr rund 40,4 Mio. Menschen arbeiten - so viele wie noch nie im vereinigten Deutschland“, sagte der Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), Klaus Zimmermann, bei der Vorlage der neuen DIW-Konjunkturprognose. „Das sorgt für gute Stimmung bei den Konsumenten.“ Sie dürften in den nächsten Monaten ihre Zurückhaltung weiter ablegen und mehr ausgeben. „Die Angst vor dem Jobverlust nimmt ab“, sagte DIW-Konjunkturchef Christian Dreger.

Für die gesamte Wirtschaftsleistung zeigt sich das DIW ähnlich optimistisch wie andere Forschungsinstitute und Organisationen: Die Berliner erwarten 2010 ein Wachstum von 3,4 Prozent, das sich 2011 auf zwei Prozent abschwächen werde. Im laufenden Jahr kommen die größten Impulse demnach vom Export.

  • 29.09.2010, 13:31 UhrAnonymer Benutzer: no.7

    @vorredner. Die 40,4 mio., das sind alle arbeitsverhältnisse incl. "Minijobs". Es werden im moment praktisch nur in der Leiharbeit und bei "minijobs" neue stellen geschaffen, also nicht blenden lassen.
    @andreas. Sie werden wohl nicht ernsthaft glauben, daß steuererhöhungen für die nutznießer der "Konjunkturpakete" kommen. Wie kommen Sie auf diese idee ? im Gegenteil, die wollen noch mehr Steuererleichterungen ! Wir sind im moment auch keineswegs dabei, wenig Schulden zu machen. im Haushalt klafft ein 60 Milliarden -Loch, dazu kommen Milliarden für die HRE, möglicherweise zigmilliarden aus anderen bürgschaften ( irland geht gerade pleite). dieser ganze blödsinnige "Aufschwung" wird ohnehin sehr bald zerpulvern. ist doch sowieso alles nur geliehen, das soll jetzt scheinbar mit dieser Propagandawelle übertüncht werden.
    deutschland wird ökonomisch vom glück verfolgt- ach ja ! Dann hatten wir mit minus 5% letztes Jahr außergewöhnliches glück gehabt, nicht ? aus dem gestiegenen Konsumklmaindex machen sie jetzt einen weltensturm hier. Dieser index wird genauso schnell wieder abfallen, wie er angestiegen ist. Man kann sich des eindrucks nicht erwehren, daß hier nun mit aller gewalt irgenwelche mit Schuldenmache erkauften "erfolge" den leuten propagandistisch eingehämmert werden sollen. aber wozu ? weil es bald wieder abwärts gehen wird ? das sieht ein jeder, daß die USA in die rezession gehen, und es ist nur eine frage der Anzahl von wochen, bis es Deutschland genauso ergeht. dann stehen wir da mit unseren Megaschulden- und ohne Wachstum.

  • 28.09.2010, 17:27 UhrAnonymer Benutzer: WPP

    Gesamtschulden vom 1,7 billionen Euro. biP Gesamt 2,4. Wir brauchen also nur noch 0,7 um Gleich zu ziehen mit italien.
    Der Aufschwung wird durch China getrieben. Siehe dazu die Exporte der Auto´s in dieses Land. Wäre China nicht dann sehe es Düster aus mit Deutschland, denn die inlandszulassungen sind niedrig. Laut einer Studie soll jeder 5-te Zulieferer Pleite gehen. Sehe dazu den Schiffsbau in Deutschland.
    Wir hatten eine Zahl von unter 30 Mio fest Sozialversicherungspflichtigen Jobs, jetzt sind es aufeinmal 40,4 Mio, woher kommen 10 Mio Jobs auf einmal, diese Zahl ist anzuzweifeln.
    Wenn China zusammenbricht aufgrund der immobilineblase , was dann. Japan ist wieder im Problem.
    Die Aussage das Deutsche mehr Geld ausgeben und der Job sicher sei, scheint Wahlkampf zu sein. Den in wenigen Monaten droht der CDU/CSU FDP ein Chaos. Also muessen wohl egal wie gute Nachrichte her, kostet es die größte Falschdarstellung wie auch immer.
    Legen Sie die Tatsache auf den Tisch. Wir haben eine Neuverschuldung von weiteren 40 Mrd. Warum ?
    in wenigen Jahren kommen auf Deutschland noch ganz andere Probleme zu, die ungelösten Frage der Rente und das Eintreten von beamten und Lehren in die Pension

  • 28.09.2010, 16:07 UhrAnonymer Benutzer: Andreas

    Mit der Krise wurden finanzielle Zuschüsse und finanzielle Entlastungen verabschiedet, um gut und sicher durch die Krise zu kommen. Man werde, sobald sich die wirtschaftliche Stabilisierung einstelle, die Steuern anheben, so das Argument. Hierdurch wollle man entstehende Schulden abbauen. Jetzt haben wir eine Stabilisierung der Volkswirtschaft, aber die Verbände zeigen dem Konsilidierungsweg der Staatsfinanzen die kalte Schulter. Nach weiteren Entlastungen oder gar nach einer gleichbleibenden Abgabenhöhe zu rufen, das ist eine bodenlose Unverschämtheit. Der Staat muss jetzt mit jeder erdenklichen Konsequenz Steuermehreinnahmen herbei führen. Das war abgemacht. Ansonsten haben wir mit Einsetzen der nächsten krisenhaften Situation eine wachsende Staatsschuld, die wir dann, wenn die zu erzeugenden Steuermehreinnahmen nicht zum Abtragen der bestehenden Schuldenlast beigetragen haben, noch einmal vergrössert sehen. Wir müssen auch als Staat Überschüsse erzeugen. Und momentan bzw. gegenwärtig sind wir gerade einmal dabei, wenig Schulden zu machen.

    Die Wirtschaftsverbände stellen unhaltbare, geradezu abstruse Forderungen!!! So haben wir nicht gewettet ! Der Staat hat sich als Anker und Kompass erwiesen. Jetzt ist Zahltag.

    Andreas, Hannover

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