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Trotz Kurzarbeit: Drastischer Stellenabbau in der Industrie

Die deutsche Industrie hat trotz Kurzarbeit und anziehender Auftragslage im vergangenen Jahr deutlich an Beschäftigten verloren. Die Daten des Statistischen Bundesamtes geben einen Vorgeschmack auf den Arbeitsplatzverlust, der nach Auslaufen der Konjunkturmaßnahmen droht.

Dampfturbinenbau in Oberhausen: Zahl er Industriebeschäftigen ist drastisch zurückgegangen. Quelle: ap
Dampfturbinenbau in Oberhausen: Zahl er Industriebeschäftigen ist drastisch zurückgegangen. Quelle: ap

HB BERLIN. Trotz anziehender Aufträge baut die Industrie kräftig Stellen ab. Im November waren in den Firmen des Verarbeitenden Gewerbes fünf Mio. Menschen beschäftigt, etwa 239 000 oder 4,6 Prozent weniger als vor Jahresfrist, wie das Statistische Bundesamt am Freitag mitteilte. Besonders viele Jobs fielen dabei bei den Maschinenbauern und Metallfirmen weg. Lediglich die Nahrungs- und Futtermittelproduzenten stockten ihre Belegschaft um 1,2 Prozent auf.

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Die Zahl der Arbeitsstunden sank im November binnen Jahresfrist um 4,5 Prozent auf 649 Millionen. In der Folge gingen auch die Entgelte zurück: Die Beschäftigten in der Industrie erhielten 21 Mrd. Euro Entlohnung, 7,7 Prozent weniger als vor einem Jahr.

Der Einsatz der Kurzarbeit hat im vergangenen Jahr einen noch stärkeren Stellenabbau verhindert. Doch das reiche in diesem Jahr nicht mehr aus, sagte jüngst DIHK-Chefvolkswirt Volker Treier. Er rechnet damit, dass 2010 allein in der Industrie 300 000 Jobs wegfallen.

Die Wirtschaftsleistung in Deutschland war 2009 mit fünf Prozent so stark eingebrochen wie noch nie seit Gründung der Bundesrepublik. Grund dafür ist der Kollaps des Welthandels im Winterhalbjahr 2008/2009, der insbesondere die deutsche Industrie hart getroffen hat. Seit Frühjahr bessert sich zwar die Auftragslage der Firmen wieder nach und nach. Immer noch ist der Auftragseingang und die Produktion aber weit von den Höchstwerten aus der Zeit vor der Krise entfernt.

  • 15.01.2010, 20:58 UhrAnonymer Benutzer: Fischman

    Leute, ihr müsst erkennen, Globalisierung schwächt den stärksten Staat. Warum? Weil die Macht des Geldes rücksichtslos vagabundiert. Globalisierung geht nicht geordnet. Grenzenlos ist rücksichtslos. Das betrifft insbesondere die sogenannte soziale Marktwirtschaft. Sie stirbt. Die Lösung kann nur ein Miteinander der Nationalstaaten sein. Wenn die Politikerkaste das nicht erkennt, die Massen in ihrer Dummheit sich dieses Treiben weiter als Demokratie verkaufen läßt, geht es nur abwärts.

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