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Trotz Rezessions-Ende: Jobkrise in Euro-Zone verschärft sich deutlich

Trotz des Ende der schweren Rezession in der Euro-Zone steigt die Arbeitslosigkeit weiter. Als Folge der Wirtschaftskrise hat die Zahl der Arbeitslosen den höchsten Stand seit elf Jahren erreicht. Nich alle kamen dabei so glimpflich davon wie Deutschland.

Seit Frühjahr 2008 ist die Arbeitslosenquote sowohl in den 27 Euro-Mitgliedsstaaten als auch in der Eurozone kontinuierlich nach oben gegangen. Quelle: dpa
Seit Frühjahr 2008 ist die Arbeitslosenquote sowohl in den 27 Euro-Mitgliedsstaaten als auch in der Eurozone kontinuierlich nach oben gegangen. Quelle: dpa

HB BRÜSSEL. Im November kletterte die Arbeitslosenquote in den 16 Euro-Ländern auf zehn Prozent, wie die Statistikbehörde Eurostat am Freitag mitteilte. Das ist der höchste Stand seit August 1998. Analysten hatten mit einem etwas schwächeren Anstieg gerechnet. Insgesamt hatten 15,7 Mio. Männer und Frauen in der Euro-Zone keinen Arbeitsplatz - gut drei Mio. mehr als vor einem Jahr.

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Positiv entwickelte sich dagegen die Wirtschaftsleistung. Gestützt von anziehenden Exporten und Lagerbeständen legte sie im dritten Quartal um 0,4 Prozent zu, wie Eurostat weiter mitteilte. Damit ist die schwerste Rezession seit Gründung des Währungsraums zu Ende - im Frühjahr war die Wirtschaftsleistung noch um 0,1 Prozent gesunken. Allerdings ist die Binnenwirtschaft nach wie vor schwach: Der Konsum sank um 0,1 Prozent, die Investitionen sogar um 0,8 Prozent. Wie tief der Einbruch immer noch ist, zeigt zudem der Vergleich mit dem Vorjahr: Hier liegt die Wirtschaftsleistung immer noch um 4,0 Prozent tiefer.

In den 27 Staaten der Europäischen Union wuchs die Wirtschaftsleistung um 0,3 Prozent. Kräftig nach oben ging es in Luxemburg mit einem Wachstum von 4,2 Prozent. Das stärkste Wachstum verzeichnete jedoch Litauen: Hier stieg das Bruttoinlandsprodukt um 6,1 Prozent. Der baltische Staat setzte sich damit deutlich von seinen Nachbarn Estland und Lettland ab, wo die Wirtschaft mit drei beziehungsweise vier Prozent so stark einbrach wie in keinem anderen Land der Europäischen Union.

Auch die Arbeitslosigkeit ist in den baltischen Staaten so hoch wie kaum anderswo in der EU: In Lettland etwa war im November mehr als jeder Fünfte arbeitslos. In allen drei Staaten stieg die Zahl der Arbeitslosen binnen Jahresfrist auf mehr als das Doppelte.

Doch auch Spanien steckt noch tief in der Krise. Die Wirtschaftsleistung gab hier im Sommer um 0,3 Prozent nach, damit ist das südeuropäische Land das einzige größere Euro-Zonen-Mitglied, das immer noch in der Rezession steckt. Die Arbeitslosenquote stieg im November auf fast ein Fünftel - vor einem Jahr waren es noch sechs Prozentpunkte weniger. Besonders junge Leute sind von Arbeitslosigkeit betroffen: Fast die Hälfte der unter 25-Jährigen hatte im November keinen Job. Lediglich in Lettland war die Lage für die Jüngeren ähnlich schwierig, wo mehr als ein Drittel arbeitslos war.

Die Europäische Kommission erwartet in den 16 Euro-Ländern für 2009 ein Schrumpfen der Wirtschaftsleistung um 4,0 Prozent und für das laufende Jahr ein Wachstum von 0,7 Prozent. Die Arbeitslosenquote dürfte aber trotz der leichten Erholung weiter steigen und in diesem Jahr 10,5 Prozent erreichen.

  • 08.01.2010, 19:13 UhrAnonymer Benutzer: Fishman

    Und warum wir immer noch nicht von den Eurokraten gehandelt. Das sind Verwerfungen in einem Währungsraum, die die besten Freunde nicht aushalten . Wir als Deutsche haben bestimmt keinen Grund zum Jubeln. Garade hat uns China als Exportweltmeister abgelöst. Eine drohende Exportschwäche Deutschlands wird die Euro-Währung destabilisieren .

  • 08.01.2010, 16:40 UhrAnonymer Benutzer: webmax

    Aha - trotz "Aufschwung" a la Merkel(wohl eher ne seitliche Arabeske)ist die EU-Arbeitslosigkeit um 30% gestiegen. So müßte es korrekt heißen. Fast ein Drittel mehr Arbeitslose...

  • 08.01.2010, 16:36 UhrAnonymer Benutzer: Emil

    Wie oft will man das "Ende" der Rezesion noch ausrufen? Jede Woche bis 2015? irgendwann wirds dann wohl mal stimmen, was?

    Tolle "Experten", konnten die Krise nicht kommen sehen, wissen aber angeblich, wann sie endet?

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