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Trotz Superaufschwung: Top-Ökonomen sehen wenig Luft für höhere Löhne

exklusiv Der Konjunkturoptimismus in Deutschland wächst und wächst. Die Prognosen schnellen nach oben, auch wenn der Schwung in den kommenden Monaten verpuffen könnte. Gewerkschaften verlangen, auch die Arbeitnehmer vom Aufschwung profitieren zu lassen. Aber führende Ökonomen in Deutschland sehen dennoch wenig Luft für Lohnsteigerungen. Gleichzeitig heben sie ihre Prognosen an.

Die IG Metall hatte bereits angekündigt, in der bevorstehenden Stahl-Tarifrunde das Ende der Bescheidenheit einzuläuten. Quelle: dpa
Die IG Metall hatte bereits angekündigt, in der bevorstehenden Stahl-Tarifrunde das Ende der Bescheidenheit einzuläuten. Quelle: dpa

DÜSSELDORF. Das Vertrauen in den Aufschwung in Deutschland scheint unerschütterlich - trotz der Konjunktursorgen in den USA. Neue Markit-Daten bestätigen diesen Trend. Demnach erfasst der Konjunkturoptimismus immer mehr Wirtschaftszweige. Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) will dieser Entwicklung Rechnung tragen und seine Prognose für 2010 massiv anheben. Experten erwarten deutlich mehr als drei Prozent Wachstum. Auch die Bundesregierung will ihre Erwartungen nach oben korrigieren, die Deutsche Bundesbank hob ihre Prognose schon kräftig auf rund drei Prozent an. Bei all dem Optimismus fordern Gewerkschaften deutlich höhere Löhne. Doch führende Ökonomen in Deutschland bremsen.

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Das Münchner Institut für Wirtschaftsforschung (Ifo) geht zwar davon aus, „dass eine Aufwärtsrevision unserer bisherigen Prognose notwendig ist“, wie Ifo-Konjunkturchef Kai Carstensen Handelsblatt Online sagte. Allerdings werde sich das hohe Tempo des zweiten Quartals wohl nicht halten lassen. „Dies sollte auch bei anstehenden Lohnverhandlungen bedacht werden“, sagte Carstensen. Zudem sei die Situation nicht in allen Branchen und Unternehmen gleich gut. „Übrigens sollten wir nicht vergessen, dass noch über drei Mio. Menschen arbeitslos sind und hohe Lohnzuwächse es ihnen erschweren, einen Job zu bekommen.“

Der Direktor des arbeitgebernahen Instituts der deutschen Wirtschaft (IW), Michael Hüther, räumte zwar ein, dass der Aufschwung „ohne Zweifel“ an Breite gewinne und der Konjunkturverlauf immer mehr einem V ähnle. Doch das bedeute, dass man das Jahr 2010 als Korrektur des tiefen Absturzes sehen müsse. „Krise und Krisenkorrektur sind zusammen zu würdigen“, sagte Hüther Handelsblatt Online. So hatten die Unternehmen der Industrie im Jahr 2009 einen Anstieg der Lohnstückkosten um 15,6 Prozent zu verkaften, ohne das der Produktivitätsverlust durch Lohnkürzungen begleitet worden sei. „Entsprechend sind die Produktivitätsverbesserungen dieses Jahres als Ausgleich zu bewerten, der keine Basis für zusätzliche Lohnerhöhungen darstellt“, sagte Hüther und fügte hinzu. „Wir erleben eine Normalisierung, wir sind aber noch nicht wieder in der Normalität angekommen."

Der Direktor des gewerkschaftsnahen Instituts für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK), Gustav Horn, erklärte, nach den „sensationell guten Zahlen“ für das zweite Quartal werde sein Institut seine Prognose von 2,0 auf 2,5 bis 3, 0 Prozent anheben. „Man darf sich aber nicht der Illusion hingeben, dass die jüngsten Zahlen bereits einen selbsttragenden Aufschwung anzeigen“, sagte Horn Handelsblatt Online. Sie signalisierten eine kräftige Erholung, aber ohne dass bereits das Vorkrisenniveau der Produktion schon erreicht wäre. „Wegen der international und vor allem im Euroraum weitaus schlechteren Lage dürfte sich die Konjunkturdynamik ab Herbst wieder spürbar verlangsamen“, ist sich Horn sicher.

Deshalb plädiert der IMK-Chef dafür, Lohnzuwächse sollten „im Trend endlich wieder den Produktivitätszuwächsen folgen und nicht permanent dahinter zurückbleiben wie im vergangenen Jahrzehnt“. Nur dann sei mit einer stabilen Binnennachfrage sowohl beim Konsum als auch bei den Investitionen zu rechnen. “Der künftige Aufschwung stünde dann hoffentlich auf zwei Beinen, nämlich der Auslands- und der Binnennachfrage, und bekanntlich steht man auf einem Bein recht schlecht.“

  • 24.08.2010, 12:07 UhrAnonymer Benutzer: morchel

    @aruba,net_worker das ihr es so auf den punkt bringt,alle achtung,damit leben die lumpeneliten nun schon seit den selbstmord der sowjetunion.Gleichgeschalteter feiger jornalismus gepaart,mit verdrehung der wahrheit,Medien durchdrungen von verschleierungen und vitamin b,alles dazu geeignet es bleibt so wie es ist,bis nichts mehr geht,aber bis dahin feiern ein paar wenige im ausgesuchten kreis ihre umverteilung.so dann ist der abgrund erreicht werden sie versuchen die nummer das waren wir nicht,siehe kirche vergewaltigung schutzbedürftiger,kohl hat nie gegen geltendes recht verstossen,biedenkopf musste sich am aufbau ost mit buschgeld zufrieden geben,wo nun soll eine geschundene erde noch wachstum hervorbringen?genug hat der bauer auf den wagen,die gier der renditejäger hat keine skrupel,schreckt vor nichts zurück.VW-verkauft autos ohne ende nach china,die stehen nun alle im stau und warten das der sich auflöst bevor der tank leer ist,wie im richtigen leben alsoFehlkonstruktion mensch,damit es wenigen gut geht müssen massen versklavt werden,wehe wenn die majorität die minjorität hinterfragt oder gar in frage stellt.und der punkt ist dann erreicht wenn es so weiter geht,bitte nichts verändern weiter so ich wills erleben.

  • 23.08.2010, 17:02 UhrAnonymer Benutzer: Thomas

    für höhere Löhne und boni in den Chefetagen ist bestimmt Luft.

  • 23.08.2010, 16:29 UhrAnonymer Benutzer: deutscher michel

    Mit Lohnerhöhungen machen wir den Aufschwung kaputt?
    Nein mit Lohnerhöhungen machen wir die zweistellige Rendite kaputt!
    Der kleine Mann soll sich doch sein Lebensunterhalt beim Arbeitsamt als Aufstocker abholen und nicht von seinem Arbeitgeber. So hat sich in Deutschland die Wahrheit und die Wirtschaft gewandelt. Ursache hierfür ist aber auch der Staat. bei 80% Abzocke der Einnahmen durch den Staat oder staatsnahe Unternehmen kann es nicht mehr weiter gehen.
    Unsere Herren Wissenschaftler befassen sich absolut nicht mit diesen Vorgängen, da sie hier Gefahr laufen unliebsame Wahrheiten auszusprechen, da lieber solche Sprüche wie hier dargestellt.
    Es ist an der Zeit, dass solchen Leuten wie dem DiW einmal das gezahlt wird, was sie wirklich wert sind - nämlich gar nichts. Wer sich für die Herren "Wissenschaftler" wirklich interessiert, sollte einmal ihre "wissenschaftlichen Erkentnisse2" sich ansehen - mit internet kein Problem. Eine Vielzahl dieser sogenannten Wissenschaftler hat kein Rückrat sondern ein Kugellager, wo sie immer schön die Fahne nach dem Wind richten können. Wes brot ich esse, des Lied ich sing.
    Hier könnte man noch vielmehr anführen, vom betrug der Arbeitslosen beim Arbeitsamt bis hin zur Rechtsbeugung in den Finanzämtern durch Steinbrück damals angewiesen. Aber ich glaube jetzt sollte ich lieber aufhören.

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