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Umfrage: Die Rezession wird zum Jobkiller

Der Abschwung in der deutschen Privatwirtschaft schwächt sich einer Umfrage zufolge etwas ab. Ähnlich verhält es sich in der Euro-Zone. Allerdings schlägt der Konjunktureinbruch nun voll auf den Arbeitsmarkt durch. Experten mahnen denn auch zur Vorsicht bei der Bewertung der Zahlen: Ein deutliches Wachstum sei nach wie vor nicht in Sicht.

Der Konjunktureinbruch schlägt nun auch in den Ländern der Euro-Zone voll auf den Arbeitsmarkt durch. Quelle: dpa
Der Konjunktureinbruch schlägt nun auch in den Ländern der Euro-Zone voll auf den Arbeitsmarkt durch. Quelle: dpa

HB BERLIN. Sowohl in der deutschen Industrie als auch bei den Dienstleistern schrumpften die Geschäfte im März zwar erneut deutlich, wie aus dem am Dienstag veröffentlichten Markit-Einkaufsmanagerindex hervorgeht. Das Tempo des Abschwungs war den vorläufigen Daten zufolge aber geringer als im Vormonat. Die Firmen profitierte dabei vor allem von einer Entspannung bei den Neuaufträgen. Die Nachfrage nach Produkten und Dienstleistungen „Made in Germany“ war zwar erneut rückläufig, aber nicht mehr so stark wie in den Monaten zuvor.

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Der Markit/BME-Einkaufsmanagerindex für die Industrie stieg auf 32,4 Punkte von 32,1 Zählern im Vormonat und legte damit bereits den dritten Monat in Folge leicht zu. Von Reuters befragte Experten hatten dagegen im Schnitt mit einem Rückgang auf 32,0 Punkte gerechnet. Damit signalisiert das Barometer aber weiter ein starkes Schrumpfen der Industrie - erst ab einem Indexstand von über 50 Punkten wird Wachstum angezeigt. Zudem schlägt die Rezession immer mehr auf den Arbeitsmarkt durch: Die Firmen bauten so viele Stellen ab wie nie zuvor in der Geschichte der Umfrage.

Volkswirte reagierten zurückhaltend auf die Zahlen. Die leichte Erholung sei zwar erfreulich, meint Alexander Koch von der Unicredit. "Das Niveau bleibt aber in sehr rezessivem Bereich und damit weit unterhalb der Wachstumsschwelle." Damit steige das Risiko, dass nach dem "hässlichen" ersten Quartal auch das zweite Vierteljahr negativ verlaufen werde – insbesondere bei der Industrieproduktion.“

Auch Thilo Heidrich von der Postbank sieht in den heute vorgelegten nicht mehr als die Hoffnung auf eine Bodenbildung. Auch beim Einkaufsmanagerindex für den Service-Sektor in der Euro-Zone müsse man die nächsten Monate abwarten. "Auch wenn es zu einer Bodenbildung kommt, ist zu erwarten, dass es eher zu einer längeren Phase der Stagnation als zu einer Aufwärtsbewegung kommt.“

Stefan Mütze von der Helaba sagte, das Niveau sei trotz des leichten Anstiegs "sehr schwach". Industrie und Dienstleistungsbranche schrumpften weiter. "Ein deutliches Wachstum ist nach wie vor nicht in Sicht", ist sich der Ökonom sicher.

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