US-Konjunktur
Jobmarkt in den USA läuft auf Hochtouren

Auf dem US-Arbeitsmarkt wurden im November insgesamt 178.000 neue Stellen geschaffen. Die Erwerbslosenquote sank auf den tiefsten Stand seit mehr als neun Jahren. Damit ist nach Fed-Definition Vollbeschäftigung erreicht.
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WashingtonVor der voraussichtlich kurz bevorstehenden Zinserhöhung in den USA läuft der Arbeitsmarkt auf Hochtouren. Die Erwerbslosenquote sank im November überraschend auf 4,6 Prozent. Dies ist der tiefste Stand seit mehr als neun Jahren, wie das Arbeitsministerium am Freitag in Washington mitteilte. Damit ist praktisch Vollbeschäftigung erreicht – eines der erklärten Ziele der Notenbank Fed. Private Firmen und der Staat schufen zudem insgesamt 178.000 Stellen und damit 3000 mehr als von Fachleuten erwartet. Damit dürfte der Weg für die erste Zinserhöhung seit einem Jahr frei sein. Die Fed hält den Schlüsselsatz zur Versorgung der Banken mit Geld seit 2015 in einer Spanne zwischen 0,25 und 0,5 Prozent.

Der Euro klettert nach der Veröffentlichung der Arbeitsmarktdaten zeitweise auf 1,0666 Dollar von 1,0650 Dollar kurz zuvor, gab seine Gewinne jedoch bald wieder ab. Der Dax weitet seine Verluste geringfügig auf minus 0,8 Prozent aus, die US-Futures notieren 0,1 Prozent im Minus.

Ein Wermutstropfen war jedoch die Entwicklung der Stundenlöhne, die zum Vormonat überraschend um 0,1 Prozent sanken. Die Fed will erreichen, dass der Aufschwung in der Geldbörse der Bürger ankommt und die unerwünscht niedrige Inflation anheizt. Diese lag zuletzt jedoch noch unter dem Zielwert der Notenbank von 2,0 Prozent. „Per saldo fallen die Job-Daten gemischt aus, trotzdem setzt sich die Belebung des Arbeitsmarktes fort“, sagte Ökonom Ralf Umlauf von der Helaba. Eine Zinserhöhung seitens der Fed in diesem Monat gelte als ausgemachte Sache: „Und die Zahlen untermauern dies auch.“

Viele Experten rechnen damit, dass die Notenbank auf der Sitzung Mitte des Monats einen Viertel Prozentpunkt nach oben gehen wird. 2017 könnten dann zwei weitere Aufwärtsschritte folgen. Ökonomen erwarten, dass die Wirtschaft nächstes Jahr noch einen weiteren Schub erhalten wird, falls der künftige Präsident Donald Trump sein Wahlversprechen wahr macht und ein billionenschweres Infrastrukturprogramm auflegt.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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