
HB WASHINGTON. Die US-Bürger haben ihre Ausgaben im Mai etwas stärker als erwartet gesteigert. Nach Regierungsangaben vom Montag legte der Konsum um 0,2 Prozent zu, nachdem er im April noch stagniert hatte. Volkswirte waren im Schnitt von einem Anstieg um 0,1 Prozent ausgegangen. Sie werteten das Plus als ermutigenden Trend, der sich jedoch in den kommenden Monaten fortsetzen müsse. Die real verfügbaren Einkommen legten um 0,5 Prozent zu. Die Sparquote erhöhte sich auf 4,0 von zuvor 3,8 Prozent.
Beobachter verweisen zudem auf die allmähliche Verbesserung der Lage am Arbeitsmarkt. Die Arbeitnehmereinkommen weisen wieder nach oben. Auch die US-Notenbank Fed geht von einer Erholung am Arbeitsmarkt aus.
Die Finanzmärkte verfolgen die Entwicklung des Konsums in der weltgrößten Volkswirtschaft genau, um die Stärke der wirtschaftlichen Erholung abschätzen zu können. Der private Verbrauch macht in den USA rund 70 Prozent der Wirtschaftsleistung aus. Die Regierung musste erst Ende vergangener Woche ihre Berechnung des Bruttoinlandsproduktes im ersten Vierteljahr nach unten korrigieren, weil der Konsum weniger stark angezogen hatte als zunächst angenommen.