US-Notenbank: Fed will Geldpolitik „mit Geduld“ normalisieren

US-Notenbank
Fed will Geldpolitik „mit Geduld“ normalisieren

Die Amerikaner sind in Kauflaune. Die Daten vom US-Arbeitsmarkt sehen gut aus und auch wird wieder investiert: Die Fed sieht Anlass, die bisherige „ultralockere Geldpolitik“ zu normalisieren - allerdings nicht vor April.
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WashingtonTrotz der globalen Wachstumsschwäche wird die US-Wirtschaft laut der Notenbank Fed ihre Muskeln weiter spielen lassen und damit eine Zinserhöhung in absehbarer Zeit ermöglichen. Durch den Ölpreisverfall und die damit verbundenen niedrigeren Kosten für Verbraucher und Firmen entstehe nach Ansicht der Mehrheit im Zinsausschuss sogar neuer „Schub“, heißt es in den am Mittwoch veröffentlichten Protokollen der Sitzung vom Dezember.

Dass die von der Fed angestrebte Inflationsrate von zwei Prozent durch das billigere Öl wohl vorerst nicht erreicht wird, bereitet den Zentralbankern kein größeres Kopfzerbrechen. Denn die Amerikaner seien in Kauflaune, der Arbeitsmarkt laufe wieder rund und es werde wieder investiert. Angesichts dieser Perspektiven wolle die Fed eine Normalisierung der ultralockeren Geldpolitik „mit Geduld“ angehen.

Wie Notenbankchefin Janet Yellen nach dem Zinsbeschluss erläutert hatte, bedeutet dies, dass die Fed noch mindestens bis März stillhalten wird. Die Notenbank hält den Leitzins derzeit noch auf dem historisch niedrigen Niveau von null bis 0,25 Prozent. Experten rechnen erst für die Jahresmitte mit einer Zinserhöhung. Es wäre die erste nach sechs Jahren ultralockerer Geldpolitik.

Die Fed strebt eine Inflationsrate von zwei Prozent an, doch verfehlte sie das Ziel zuletzt mit einer Jahresteuerungsrate von 1,3 Prozent deutlich. Bevor die Zinsen angehoben werden, will die Fed Gewissheit haben, dass die Inflation sich wieder nach oben bewegt.

Insbesondere der fallende Ölpreis hatte den Preisauftrieb zuletzt gedämpft. Erstmals seit fast sechs Jahren war der Preis für die wichtige Nordseesorte Brent am Mittwoch unter die Marke von 50 Dollar je Fass gerutscht, US-Öl notierte bei rund 48 Dollar. Viele Anleger sehen in den Turbulenzen an den Ölmärkten auch ein Zeichen für die angeschlagene Weltwirtschaft.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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