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USA: Arbeitslosen-Erstanträge steigen überraschend

In den USA ist die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in der vergangenen Woche überraschend gestiegen. Der Wert der Vorwoche wurde leicht nach unten korrigiert. Im aussagekräftigeren Vierwochendurchschnitt sank die Zahl der Erstanträge allerdings. Gute Nachrichten gab es vom Geschäftsklima in der Region Philadelphia und dem Sammelindex der US-Frühindikatoren.

HB WASHINGTON/PHILADELPHIA/FRANKFURT. Die Zahl sei um 7 000 auf 480 000 geklettert, teilte das US-Arbeitsministerium am Donnerstag in Washington mit. Volkswirte hatten mit 465 000 Erstanträgen gerechnet. Der Wert der Vorwoche wurde von 474 000 auf 473 000 revidiert.

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Im aussagekräftigeren Vierwochendurchschnitt sank die Zahl der Erstanträge um 5 250 auf 467 500. Der Vorwochenwert wurde um 1 000 nach unten auf 472 750 revidiert.

Frühindikatoren steigen etwas stärker als erwartet

Der Sammelindex der Frühindikatoren stieg im November etwas stärker als erwartet. Auf Monatssicht sei der Index um 0,9 Prozent geklettert, teilte das private Forschungsinstitut Conference Board am Donnerstag in Washington mit. Es war der achte Anstieg der Kennzahl in Folge. Ökonomen hatten mit einem Plus von 0,7 Prozent gerechnet. Im Vormonat war der Index um 0,3 Prozent gestiegen.

Das bestätigt nach Einschätzung der Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba) das Bild einer konjunkturellen Erholung. „Negativ zu beurteilen ist allerdings, dass beide Auftragskomponenten nicht zulegen können“, heißt es in einer am Donnerstag veröffentlichten Studie. Demgegenüber stimme der Anstieg des Philly-Fed-Index optimistisch, zumal auch die Subkomponenten zum Teil gestiegen seien. Zusammen mit dem Empire-State-Index seien die bisherigen Indikationen für den landesweiten ISM-Index uneinheitlich.

Der Sammelindex setzt sich aus zehn Frühindikatoren aus verschiedenen Bereichen zusammen. Dazu zählen unter anderem die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe, die Neuaufträge in der Industrie, das Verbrauchervertrauen und die Baugenehmigungen.

Philly-Fed-Index steigt im Dezember überraschend

Das Geschäftsklima in der Region Philadelphia hat sich im Dezember überraschend aufgehellt. Der entsprechende Index der regionalen Notenbank von Philadelphia (Philly-Fed-Index) sei von plus 16,7 Punkten im Vormonat auf plus 20,4 Punkte gestiegen, teilte die Notenbank am Donnerstag mit. Volkswirte hatten zuvor mit einem Rückgang auf plus 16,0 Punkte gerechnet.

Der Philly-Fed-Index misst die wirtschaftliche Aktivität in der Region Philadelphia. Ein Wert über Null Punkten deutet auf eine Expansion der Wirtschaftsaktivität hin, ein Wert unter Null signalisiert einen Rückgang.

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