Venezuela
Maduro erhöht Mindestlohn um 30 Prozent

Kampf gegen die Inflation: Venezuelas Präsident Nicolás Maduro will Mindestlohn und Renten deutlich anheben - und kündigte bei einer Mai-Kundgebung Maßnahmen gegen „Oligarchen“ und „Bonzen“ an.
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CaracasVenezuelas Präsident Nicolás Maduro hat angesichts der hohen Inflation in seinem Land Mindestlohn und Renten angehoben. Beides werde um 30 Prozent steigen, gab der sozialistische Führer am Freitag auf einer Maikundgebung in der Hauptstadt Caracas bekannt. Eine Erhöhung um 20 Prozent solle noch in diesem Monat geschehen, der Rest dann am 1. Juli. Auch die Gehälter von Regierungsangestellten und dem Personal des Militärs sollen steigen, versprach Maduro.

Venezuela hat mit der größten Inflation der Welt zu kämpfen. Im vergangenen Jahr lag sie bei rund 69 Prozent.

Es war vermutet worden, dass der in Bedrängnis geratene Präsident die Maikundgebung dafür nutzen könnte, um eine Ausweitung der staatlichen Kontrolle über die rückläufige Wirtschaft zu erklären. In den vergangenen Tagen hatte Maduro Angriffe gegen führende Unternehmen seines Landes intensiviert. Das sorgte unter anderem dafür, dass der Chef des größten venezolanischen Lebensmittelherstellers Empresas Polar einen öffentlichen Brief an den Staatschef verbreitete, in dem er um Dialog bat.

„Manchmal sieht man das Gesicht des Monsters nicht, das die Wirtschaft zerstören und die Leute irritieren will“, sagte Maduro am Freitag vor Unterstützern. Er versprach weitere Maßnahmen für die kommenden Tage, die „Oligarchen“ und „Bonzen“ die Kontrolle über die Wirtschaft abringen würden. Diese versuchten, die Regierung zu stürzen, behauptete Maduro.

Die Lohnerhöhung folgt einem 15-Prozent-Anstieg im Januar. Der Mindestlohn liegt nun bei monatlich 7324 Bolivar (rund 1000 Euro).

Agentur
ap 
Associated Press / Nachrichtenagentur

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