Verbraucher
Kauflaune auf Rekordniveau

Billiges Öl, mehr Lohn und die gute Konjunktur versetzen die Deutschen in beste Kauflaune. Ihre Stimmung steigt auf das höchste Niveau seit Oktober 2001, wie eine aktuelle Umfrage unter 2000 Verbrauchern beweist.
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BerlinDie Stimmung ist gut: Die Kauflaune der Verbraucher erreicht das höchste Niveau seit Oktober 2001, wie aus der am Donnerstag veröffentlichten Umfrage der Nürnberger GfK unter 2000 Verbrauchern hervorgeht. Das Konsum-Barometer legt demnach im März um unerwartet starke 0,4 auf 9,7 Punkte zu. Damit kann auch der Handel auf weiterhin gute Geschäfte hoffen: Die Neigung der Bürger, sich Teures wie Autos oder Möbel zu gönnen, wächst. „Der Einbruch bei den Energiepreisen stärkt die Kaufkraft der privaten Haushalte und lässt Spielraum für weitere Anschaffungen“, erläutert GfK-Experte Rolf Bürkl.

Die sich zuletzt zuspitzende Lage in der Ostukraine sowie die Griechenland-Schuldenkrise beeindrucken die Konsumenten laut GfK derzeit hingegen kaum. Sie blicken zunehmend optimistisch auf die Konjunktur. Zugleich sorgen die niedrigen Zinsen dafür, dass immer weniger Deutsche ihr Geld auf die hohe Kante legen: Die Sparneigung fiel im Februar auf ein neues Tief.

Zudem sehen die Bürger ihre Einkommensaussichten immer rosiger. Der erste große Tarifabschluss in diesem Jahr dürfte sie in ihrem Optimismus bestärken: Die rund 3,7 Millionen Beschäftigten der Metall- und Elektroindustrie können sich über ein Lohnplus von 3,4 Prozent freuen. Bei zuletzt gefallenen Verbraucherpreisen haben die Arbeitnehmer damit deutlich mehr Geld in der Tasche: Da sich sparen derzeit kaum lohnt, geben sie ihr Geld lieber aus, wie aus der Umfrage hervorgeht.

Die Bereitschaft zum Kauf teurer Waren verbessert sich im Februar zum fünften Mal in Folge. Höher war sie zuletzt Ende 2006. Allerdings dürfte der Konsumzuwachs abflachen, wenn "die Segnungen aus dem Ölpreisrückgang allmählich verblassen", prophezeit Ökonom Uwe Dürkop von der Berliner Sparkasse.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Verbraucher : Kauflaune auf Rekordniveau"

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    Europas Untergang

    Der Fall Griechenland zeigt den sittlichen Verfall der EU


    Die neue griechische Regierung hat richtig erkannt, dass alle vorherigen Regierungen zusammen mit der EU das Schuldenproblem verstärkt statt gemindert hatten. Die Rettungsschirm-Aktion der EU insgesamt hat sich in den Aktionsjahren als fehlerbehaftet und kontra-indikativ, ja sogar verstärkend herausgestellt. Aus der Rettung ist eine Betrugsaffäre geworden. ..."

    http://www.contra-magazin.com/2015/02/der-fall-griechenland-zeigt-den-sittlichen-verfall-der-eu/

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    +++ Letztendlich ist Schäuble bereit JEDEN Preis zu zahlen - wenn er nur mittels EURO die Macht über die EURO-Staaten behält. +++

    Der EURO ist ein Macht-Konstrukt. Mehr nicht.

    Mit Ökonomie oder gesundem Wirtschaftsverstand hat der EURO "nichts" zu tun.

    In Griechenland sind die Grundstücke garnicht registriert !!! Es gibt keine Kataster-Ämter wo die Flurkarten eingezeichnet werden und auch keine Grenzsteine rund um die Grundstücke. Niemand zahlt ausserdem Grunderwerbssteuer oder Grundsteuer.

    All das muss erst aufgebaut werden. Oh jeee aber davon reden wir schon seit 2007. Andere Länder andere Sitten. Gebt den Griechen die Drachme zurück und sie behalten ihre Kultur und Lebensweise.

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    +++ Deutschland ist ein verrottender "Fassaden-Staat". Staatlich gelenkte Links-Extremisten, Polizei-Notstand, Ungesteuerte Massen-Einwanderung, Ferngesteuerte Politiker und Lobbyisten, Propaganda-Presse, Steuergeld-Zitronenpresse, Billiglohn und HARTZ4. Probleme werden ausgeblendet mittels "Politikal-Scheuklappen-Korrektness". +++

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