Verbraucherinsolvenzen legen zu: Pleitewelle bei Firmen ebbt ab

Verbraucherinsolvenzen legen zu
Pleitewelle bei Firmen ebbt ab

Der Rückgang der Firmenpleiten in Deutschland hat sich auch im Oktober fortgesetzt.

HB WIESBADEN. 2005 werde die Zahl der Unternehmensinsolvenzen nach bisher vorliegenden Daten um etwa fünf Prozent unter dem Vorjahreswert liegen, teilte das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Mittwoch mit. Für das vergangene Jahr rechnen die Statistiker mit rund 37 500 Firmenzusammenbrüchen. Von Januar bis Oktober wurden 31 082 Insolvenzen von Unternehmen registriert, das waren 5,3 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum.

Dagegen nehmen die Verbraucherinsolvenzen weiter stark zu: In den ersten zehn Monaten 2005 wurden 54 905 Insolvenzen von Verbrauchern gemeldet und damit 39,2 Prozent mehr als im gleichen Zeitraum 2004. Für das gesamte Jahr rechnen die Statistiker mit knapp 70 000 Verbraucherinsolvenzen. Dies wäre ein Anstieg von mehr als 40 Prozent. Gründe dafür sind die wachsende Bekanntheit dieser 2001 geschaffenen Entschuldungsmöglichkeit sowie die hohe Arbeitslosigkeit und die immer aggressivere Werbung für Kreditangebote.

Zwei Millionen US-Verbraucher insolvent

Amerikanische Verbraucher haben 2005 insgesamt 2,04 Mill. Insolvenzanträge gestellt. Das war ein neuer Rekord und übertraf das Vorjahresniveau um 31,6 Prozent. Wie die Finanzforschungs- und Beratungsfirma Lundquist Consulting Inc. am Dienstag in Burlingame (Kalifornien) mitteilte, stellte damit einer von 53 US-Haushalten einen Insolvenzantrag.

Nach Angaben von Lundquist stand der starke Anstieg im Zusammenhang mit der Einführung eines neuen Gesetzes gegen Missbrauch von Insolvenzverfahren durch Konsumenten am 17. Oktober. Diese neuen Vorschriften erschweren Insolvenzverfahren, die eine Beseitigung aller Schulden ermöglichen. Offensichtlich nutzten viele Verbraucher noch die für sie günstigeren alten Vorschriften aus.

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