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Viertes Quartal: Chinas Wachstum stößt an seine Grenzen

2011 konnte das Schwellenland sein Wachstum erneut über neun Prozent retten, doch für die kommenden Monate gilt ein weiterer Rückgang als unvermeidlich. Und auch bei der Teuerung droht Gefahr für die Wirtschaftsmacht.

Ein Mann auf einem markt in Hefei. Stark steigende Preise dämpfen den Konsum. Quelle: dapd
Ein Mann auf einem markt in Hefei. Stark steigende Preise dämpfen den Konsum. Quelle: dapd

PekingDie chinesische Wirtschaft ist im vergangenen Jahr etwas schwächer gewachsen als gewohnt und wird wegen der Eurokrise im neuen Jahr vermutlich einen weiteren Prozentpunkt Wachstum aufgeben müssen. Das Bruttoinlandprodukt (BIP) ist 2011 um 9,2 Prozent gestiegen, teilte das nationale Statistikamt in Peking am Dienstagmorgen mit. Mit 8,9 Prozent im vierten Quartal wuchs die Wirtschaftsleistung so schwach wie zuletzt im zweiten Quartal 2009.

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„Wir gehen aber grundsätzlich zuversichtlich ins Jahr 2012, obwohl die Krisen in den USA und der EU noch längst nicht ausgestanden sind“, sagte Chef-Statistiker Ma Jiantang.

China konnte in den vergangenen drei Jahrzehnten die Wirtschaftsleistung meist um mehr als zehn Prozent steigern - so gesehen fällt das Zeugnis diesmal etwas schlechter aus als sonst. Ökonomen bewerten das Wachstum des vergangenen Jahres dennoch als gute Leistung, da das weltweite Umfeld unverändert schwierig war. China hat den schwächeren Export jedoch durch höheren Konsum im Inland und durch stärkere Kooperation mit anderen Schwellenländern ausgeglichen.

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Inzwischen sind die Möglichkeiten für eine weitere Wachstumssteigerung jedoch ausgereizt: Die Konjunktur lässt sich nicht ewig ankurbeln, ohne dass die Verschuldung steigt - deshalb bereitet die chinesische Führung die Bevölkerung und die Märkte auf einen kontrollierten Konjunktuabschwung vor.

„Trotzdem soll das Wachstum nicht unter acht Prozent liegen“, sagt Deng Yusong, Wirtschaftswissenschaftler am Entwicklungsforschungsinstitut des Staatsrates, dem Handelsblatt. Wie die Mehrheit der Beobachter prognostiziert Deng für das kommenden Jahr einen Wachstumswert zwischen acht und 8,5 Prozent.

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Die Möglichkeit einer leichten Rezession in der Eurozone ist in der Prognose bereits berücksichtigt. Weitere Belastungen können sich jedoch aus einer Korrektur des Immobilienmarktes ergeben. Im vergangenen Jahr sind die Investitionen in Bauprojekte um 20 Prozent gestiegen, doch 2012 wird der Wert mit Sicherheit darunterliegen. Deng rechnet mit einem Rückgang um zehn Prozent. 

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