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Viertes Quartal: US-Wirtschaft gerät ins Taumeln

Ein harter Sparkurs und zögerliche Unternehmen haben die US-Wirtschaft zum Jahresende überraschend schrumpfen lassen. Handelt es sich um einen neuen Abwärtstrend? Die Notenbank bleibt bei ihrer lockeren Geldpolitik.

Sollte der Wirbelsturm Sandy für die schlechten US-Indizes verantwortlich sein, dann könne man auf baldige Erholung hoffen, sagen Experten. Quelle: Reuters
Sollte der Wirbelsturm Sandy für die schlechten US-Indizes verantwortlich sein, dann könne man auf baldige Erholung hoffen, sagen Experten. Quelle: Reuters

WashingtonAn bösen Ahnungen hatte es ja nicht gemangelt. Während Amerika in den letzten Wochen des vergangenen Jahres langsam auf die so genannte „Fiskalklippe“ zutaumelte, waren die Stimmen laut und zahlreich, die vor schweren Folgen für die Volkswirtschaft warnten. Die zu Neujahr drohenden automatischen Steuererhöhungen und Einsparungen im Staatshaushalt schadeten der Wirtschaft, hieß es.

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Den tiefen Sturz von der Klippe konnte die Politik zwar in letzter Sekunde mit ein paar halbherzigen Kompromissen abfedern. Dennoch fällt die Quittung für den monatelangen Eiertanz harsch aus, die Washington nun schwarz auf weiß bekommen hat: Die weltgrößte Volkswirtschaft ist im vierten Quartal überraschend geschrumpft.

Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) sank demnach mit einer hochgerechneten Jahresrate von 0,1 Prozent, teilte das Handelsministerium am Mittwoch in einer ersten Schätzung  mit. Es ist der erste Rückgang seit dem Ende der Rezession vor dreieinhalb Jahren. Experten hatten zwar mit einer Eintrübung gerechnet. Doch immerhin noch ein Plus von einem Prozent hatten Volkswirte im Durchschnitt für möglich gehalten. Im dritten Quartal vergangenen Jahres war das BIP noch mit 3,1 Prozent gewachsen.

Grund für den Dämpfer ist vor allem, dass die US-Wirtschaft die stärksten Einschnitte im Staatshaushalt seit 40 Jahren verkraften: Die Ausgaben der Bundesregierung gingen in Erwartung der drohenden automatischen Einschränkungen um 15 Prozent, beim Militär sogar um mehr als 22 Prozent zurück . Zudem sparten im vergangenen Quartal viele Unternehmen angesichts der Unsicherheit am Aufbau ihrer Lagerbestände.

Auch die Folgen des Hurrikans Sandy dürften sich auf das BIP ausgewirkt haben – laut Handelsministerium beträgt der Schaden fast 36 Milliarden Dollar an privatem und mehr als 8 Milliarden Dollar an öffentlichem Eigentum. Zusätzlichen Druck auf das Wachstum übte auch die Krisen in Übersee etwa in Europa: Die Exporte gingen im vierten Quartal stärker zurück als die Importe.

Die Frage ist nun: Droht der US-Wirtschaft nun ein Rückfall im die Rezession, oder ist der Schwächeanfall im vierten Quartal nur ein einmaliger Ausrutscher gewesen? Immerhin legte das BIP im Gesamtjahr 2012 um 2,2 Prozent zu, nach 1,8 Prozent im Jahr davor. Für das laufende Jahr rechnet der Internationale Währungsfonds (IWF) mit einem Wachstum von zwei Prozent.

  • 30.01.2013, 21:31 Uhrtouspourun

    USA = Griechenland + Atomraketen.

    Bravo, auf dem Punkt gebracht!

    Und außerdem: Liquidität alleine schafft keine Arbeitsplätze. Die Maßnahmen der Fed gehen völlig am Ziel vorbei und helfen nur Zombie Banken wie JP Morgan und Co die ABGEWICKELT WERDEN MÜSSTEN. Die Realwirtschaft bleibt sich selbst überlassen, die Qualität der Jobs wird schlechter, die Einkommen gehen zurück, die Konsumneigung auch. Die offiziellen Statistiken sind so frisiert, daß sie Wirtschaftswachstum, eine günstige Arbeitslosenquote, Konsumsteigerung, eine niedrige Inflation und eine Besserung am Häusermarkt suggerieren.

    Alles Schall und Rauch. Es ist der amerikanische Traum: mann muss die Augen schliessen um daran zu glauben. Hollywood KANN nur auf diesem Kontinent sein...

  • 30.01.2013, 20:18 UhrRepublikaner

    Ich gehe davon aus, daß es uns in D vor der Wahl genauso geht wie den Amerikanern. Da wird schöngeredet und schöngefärbt, was das Zeug hält. Danach kommt die Staffage weg und es wird heißen: her mit dem Zaster! Wer etwas anderes erwartet ist - pardon - ein Volltrottel!
    Weg mit den Blockparteien; der einzige Ausweg.

  • 30.01.2013, 20:16 UhrRechner

    Das Ablassen einer Schuldenblase hat nun 'mal kontraktive Wirkungen.

    Warum sollte das in den USA anders sein?

    Und abgelassen hat man bisher ja nur ein winziges bißchen.

    Wobei es vorläufig wohl bleiben wird.

    Denn die sogenannte "Fiskalklippe" - auf Deutsch "Sparhaushalt" - wollen die Republikaner dem Anschein nach ihren Wählern ebensowenig zumuten wie die Demokraten.

    Also wir schön weiter Schuldenparty gefeiert.

    In der fiskalischen Metrik sind die USA jetzt da wo Griechenland 2007 war.

    USA = Griechenland + Atomraketen.

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