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Diskussion: Kommentare zu: Ein Amerikaner entdeckt das deutsche Industriewunder

Karikatur eines Community-Trolls

Liebe Leserinnen und Leser,

kennen Sie Trolle? Das sind Unholde, die nichts Gutes im Schilde führen. Internet-Trolle gibt es auch. Das sind solche, die „Beiträge verfassen und sich darin auf die Provokation anderer Gesprächsteilnehmer beschränken“, heißt es in den einschlägigen Definitionen. Solche Provokationen würgen eine Diskussion ab. Internet-Trolle sind also Menschen, die wir in unserer Handelsblatt-Online-Community nicht brauchen. Was wir gut finden, sind Kommentatoren. Gerne solche, die auf den Punkt kommen - von uns aus kurz und schmerzhaft.
Am meisten freuen wir uns, wenn Sie zu Ihrer Meinung mit Ihrem Namen stehen. Wir möchten wissen, mit wem wir diskutieren, und Sie haben ein Recht zu wissen, mit wem Sie sich auseinandersetzen. Wir glauben, dass es zu einem fairen Umgang miteinander im Netz gehört, sich offen gegenüberzutreten.

Ihre Handelsblatt-Online-Redaktion
Bitte bleiben Sie fair und halten Sie sich an unsere Community Richtlinien sowie unsere Netiquette.
  • 07.08.2012, 11:30 UhrEuropaeer

    Ungewohnter Lesestoff für einen Leser hierzulande gewiss.
    Im Alltag vergißt man mitunter was bereits erreicht wurde...


    • 07.08.2012, 12:16 UhrLexi

      "Die Arbeitslosenquote bewegt sich unterhalb von sieben Prozent." Was ist mit den anderen 14% die von 300€ im Monat leben müssen?
      "Der Euro ist in Not." Nein, ist er nicht. Die Geschichte ist gerade dabei das auf Zinsen basierende Geldsystem abzuschaffen, aber die City und Wallstreet wollen es nicht wahr haben und plündern deshalb noch schnell die Staaten.
      "Wie schafft Deutschland es, trotz des hohen Lohnniveaus in der Industrie so erfolgreich zu sein?" Klaro. €5,50 sind natürlich ein Spitzen-Lohn. Davon können die Mitarbeiter bei Foxconn nur träumen. Wann wurde in Deutschland das letzte Mobiltelefon gebaut?
      Drei Statements, die bereits in der Einleitung das verzerrte Weltbild des Autors widerspiegeln. Genau das wurde erreicht, lieber Europaeer: Dass Lügen wieder salongfähig geworden sind. Dass Lügen wieder ein übliches Mittel der Politik sind. Dass der dämliche Bürger gar nicht mehr merkt, wie er von der Systempresse, zu der auch das HB gehört, belogen und verarscht wird.
      An diesem Punkt war Deutschland schon einmal. Danach gab es Krieg und anschließend wurde Deutschland "verachtet, dann belächelt und oft im Spiel der großen Mächte ignoriert".
      "Ungewohnter Lesestoff für einen Leser hierzulande gewiss." Im Alltag vergisst man mitunter, dass gerade heute Propaganda ein Mittel der Politik ist.
      Der Artikel ist armselig.

    • 07.08.2012, 21:55 UhrMonty

      Ganz recht.

      Der Begriff "Eurokritiker" ist hier im Lande längst zu einem Schimpfwort geworden. Ich bin bekennender (Sozialer Marktwirtschafts)Kapitalist. Wohlgemerkt: Alles, auch "Sozial", gleich gross geschrieben.

      Zum Kapitalismus gehört u.a jedoch, dass jeder für seine Taten selbst die Folgen zu tragen hat.

      Dieses gilt für Staaten, Unternehmen und Menschen.

      Mit den Monstern ESM und ESFS wird dieses Prinzip unwiderruflich abgeschafft. Die EZB hat dann, an den Parlamenten vorbei, das Sagen, und damit die Länderbanken, in denen überwiegend die (zu rettenden)privaten Banken das Stimmrecht innehaben.

      Und wofür werden die dann wohl stimmen?

      Die Struktur der deutschen Bundesbank ist in Europa nämlich die Ausnahme, nicht die Regel.

      Meine wachsende Sorge ist, dass Europa zu einer Art Vielvölkerstaat gemacht werden soll, mit Brüssel als neuem Kremel, einer Bevölkerung, deren Masse alle gleich arm sind, weitestgehend privatisierten (also enteigneten) Staaten sowie den Banken als Strippenzieher.

      Zum System:
      Wer die Geldschöpfung unter sich hat, kann sich
      alles kaufen. Dazu gehören Dinge wie eine angenehme Berichterstattung, gefällige Kommentare, angepasste Wikipedia-Einträge, sowie die Vernebelung der tatsächlichen Ursachen der derzeitigen Krise.

      Und die hatte ja wohl ihren Ursprung im Heimatland des Autors. Schon vergessen?

  • 07.08.2012, 12:16 UhrDickie

    Ein wunderbarer und interessanter Bericht von Peter Ross Range über unser Land!
    Vielen Dank dem Autor :-)

  • 07.08.2012, 12:23 UhrKWB

    Die positive Optik des Autors lässt besorgniserregende Rückschlüsse zu, wie schlimm es um die USA bestellt sein muss. Besser hätte das eine Marketingagentur auch nicht formuliert. Und wieder zeigt sich: Unternehmen und Zustände in Deutschland erscheinen in umso helleren Glanz, je weiter man sich von Deutschland entfernt. Es muss ja auch einen Grund geben, warum die Urlaubsweltmeister immer wieder nach Hause kommen. Die stereotype Oberflächlichkeit des amerikanischen Blicks kommt in der Figur einer Paradoxie daher: als Lob über die differenzierte Debattenkultur. Klar: wenn in der Küche Dreck, Chaos und Gestank depressive Stimmung aufkommen lässt, ist es verständlich und legitim seinen Blick in das aufgeräumte und annehmliche Wohnzimmer zu lenken. Nur der Küche hilft das nicht, wenn man ihre Faktizitäten ausblendet: Hartz-Elend, Akademikerarbeitslosigkeit, politische Verlogenheiten, wachsende Armut etc. Aber vielleicht hilft den Amerikanern die Vorstellung, daß ihre Küche vielleicht so aussehen könnte wie das deutsche Wohnzimmer.

    • 07.08.2012, 13:43 UhrSilvercoin82

      das Gleiche habe ich auch gedacht! Wie schlimm muss es bitte in den tollen USA sein, wenn für den Kerl hier alles ein Wunder ist!!

  • 07.08.2012, 12:29 Uhrrichman2

    Nun mag man über die Aussagen und deren Wahrheitswert streiten und das wird mit an Sicherheit angrenzender Wahrscheinlichkeit auch passieren. Ich finde es trotzdem einen beeindruckend geschriebenen Artikel und auch finde ich, dass er seinen PLatz verdient hat. Er sticht heraus aus dem ewigen "alles Mist" einerlei. Ganz gleich ob nun alles stimmt was dort gesagt wird.
    Ein Artikel der hinsichtlich seiner Analysen zur Volkswirtschaft übrigens auch Wirtschaftswissenschaftler nachdenklich machen sollte. Ist es nicht besser -- im Sinne der Historischen Schule -- Wirtschaftsstile so zu beschreiben wie man es in diesem Artikel im Anklang findet, statt NUR mit Modellen? Mit Kategorien, Idealtypen und Worten zu arbeiten?
    Eine Anmerkung zum Inhalt soll es aber doch geben. Ich bin mir nicht sicher ob man das System -- oder Teile -- auf die USA übertragen kann. Der Volksgeist bzw. Wirtschaftsgeist (nein, kein Nazibegriff, man schlage bei Schmoller, Max Weber und Konsorten nach) in Deutschland bedarf einer passenden Wirtschaftsstruktur. Es ist ein Schlüssel-Schloss-Prinzip. Ein Wirtschaftsmodell ist genau dann erfolgreich, wenn es ein symbiotisches Verhältnis mit der Kultur des Landes eingeht. Die USA haben eine andere Kultur, ihr Wirtschaftsgeist ist ein anderer und daher wird unser Wirtschaftsstil nur berenzt in deren Schlüsselloch passen. Begriffliche Unschärfen lasse ich jetzt mal zu, soll ja kein wissenschaftlicher Beitrag sein.

    • 07.08.2012, 15:01 UhrR.Rath

      "Wirtschaftsgeist", "Wirtschaftsstil" ist zwar kein wissenschaftliches Begriffspaar, kommt aber der in Frage stehenden umfassenden "populären" Analyse des Reisenden aus Amerika in etwa nahe.
      Auch in Europa gibt es sehr unterschiedliche Wirtschaftsstile und die Mainlinie die Deutschland geographisch teilt, verläuft in Europa in Sachen "Wirtschaftsstil, nördlich und südlich der Alpen und Pyrenäen, wobei Frankreich mit seiner etatistischen Wirtschaftsauffassung noch einen Sonderfall dastellt. UK macht sowieso immer sein eigenes "Ding". Eine gemeinsame Währung mit so unterschiedlichen "Geistern" ohne große Reibungsverluste auf die Beine zu stellen ist schier ein Ding der Unmöglichkeit. Wenn ein "erwachsen" gewordenes Deutschland in den Augen Amerikas führen soll, um seinen erfolgreichen Stil auf andere Länder zu übertragen , muß es mit erheblichen Widerständen und poltischer Gegenwehr rechnen.
      Amerika will, dass Deutschland führt, die meisten europäischen Staaten wollen dieses nicht.
      Wenn Herr Range diesen Widerspruch aufzulösen vermag, möge er noch einmal zur Feder greifen.

  • 07.08.2012, 12:44 UhrMaxwell

    Das ist Statistisch wenig unterlegt.Die wirklichen Probleme liegen tiefer.Und spart Themen wie die Wiedervereinigung,Schattenhaushalte,Prekäre Arbeitsplätze und das fehlender Nachwuchs.Die Stellung der Frau und deren Karierechancen.Und man könnte weiter machen.Das ist eine Imagewerbung pur!!

  • 07.08.2012, 12:57 UhrWinfriedSobottka

    [+++Beitrag wurde von der Redaktion gelöscht+++]

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