Wachstum
Französische Wirtschaft wächst schneller

Vor der Präsidentschaftswahl in Frankreich kommt die Wirtschaft des Landes in Schwung: Das französische Bruttoinlandsprodukt ist aufgrund kauffreudiger Verbraucher und größerer Investitionen der Unternehmen gestiegen.
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ParisDie französische Wirtschaft kommt vor der mit Spannung erwarteten Präsidentschaftswahl immer besser in Form. Das Bruttoinlandsprodukt stieg von Oktober bis Dezember wegen kauffreudiger Verbraucher und höherer Investitionen der Unternehmen um 0,4 Prozent zum Vorquartal. Das Statistikamt Insee bestätigte damit am Dienstag in Paris eine frühere Schätzung. Im Sommer war die nach Deutschland zweitgrößte Volkswirtschaft der Euro-Zone lediglich halb so kräftig gewachsen. Im laufenden ersten Quartal könnte die Konjunktur an Stärke gewinnen.

So legten die Konsumausgaben im Januar um 0,6 Prozent zum Vormonat zu, nachdem sie im Dezember noch um 1,0 Prozent gesunken waren. Ein Grund dafür: Im Schlussvierteljahr wurden so viele Jobs geschaffen wie seit über einem Jahrzehnt nicht mehr. Der Einkaufsmanagerindex für Dienstleister und Industrie signalisierte im Februar das kräftigste Wachstum seit fast sechs Jahren. Die EU-Kommission rechnet für dieses Jahr mit einem Wachstum von 1,4 Prozent, nachdem es 2016 noch 1,1 Prozent waren.

Im Frühjahr wählt Frankreich einen neuen Präsidenten. Zuletzt wuchsen die Chancen des unabhängigen Kandidaten Emmanuel Macron, Nachfolger von Francois Hollande zu werden. In einer Opinionway-Umfrage baute er in der Stichwahl seinen Abstand zur Kandidatin des rechtsextremen Front National, Marine Le Pen, weiter aus. Diese führt zwar in den Umfragen für die erste Runde am 23. April. Doch auch hier ist Macron bis auf zwei Punkte herangerückt. Die Analysten von Morgan Stanley schätzen die Wahrscheinlichkeit eines Sieges von Le Pen auf maximal 15 Prozent ein.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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