Wachstumsprognose Die große Ernüchterung

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„Überschießen“ der Inflation

Sein Kollege Peter Hooper von der Deutschen Bank in New York ist dagegen der größte Optimist unter den 19 Volkswirten. Er glaubt, dass die angekündigten Steuererleichterungen zusammen mit der möglichen Rücknahme von Auflagen die Wirtschaft schon im laufenden Jahr beflügeln und auf ein Wachstum von mehr als drei Prozent bringen werden. Er setzt auf ein Anspringen der „animal spirits“, was man ebenso mit „Gier“ wie mit „Unternehmensgeist“ übersetzen kann.

Außerdem gehört Hooper zu dem Lager der Ökonomen, die hoffen, dass der leer gefegte Arbeitsmarkt die Unternehmen zu mehr Investitionen animiert, was die schwache Produktivität stärken sollte. Einig ist er sich aber mit dem Pessimisten Harris darin, dass er ein „Überschießen“ der Inflation erwartet. Er geht daher davon aus, dass die Fed in absehbarer Zeit beginnen wird, ihre Bilanz zu verkürzen. Damit würde sie als Käuferin von US-Anleihen ausfallen; bisher hält sie ihren Bestand durch Nachkäufe beim Auslauf der Papiere konstant. Aus dem Grund erwartet Hooper ein weiteres Ansteigen der langfristigen Zinsen, während nach Meinung der meisten seiner Kollegen in dem Bereich das Rennen schon gelaufen ist – weil Investoren aus Europa und Japan wegen der niedrigen Zinsen bei sich zuhause fleißig US-Papiere kaufen und damit die Kurse treiben und die Renditen drücken.

Die erfolgreichsten Investmentbanken des Jahres 2016
Platz 15: Lazard
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Die US-Investmentbank Lazard konnte im vergangenen Jahr 1,08 Milliarden US-Dollar an Gebühren verbuchen und verbesserte sich im Vergleich zum Vorjahr um 13,5 Prozent und vier Plätze im Ranking.

Platz 14: BNP Paribas
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Die französische Bank BNP Paribas konnte ihren Kunden 2016 Gebühren in Höhe von 1,35 Milliarden US-Dollar in Rechnung stellen, 14,8 Prozent weniger als noch im Vorjahr.

Platz 13: Mizuho Financial Group
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Die Gebühreneinnahmen des japanischen Finanzdienstleisters Mizuho summierten sich 2016 auf mehr als 1,40 Milliarden US-Dollar – das reicht für Platz 13. Im Vorjahresvergleich verbesserte sich Mizuho um einen Platz und 11,5 Prozent.

Platz 12: HSBC
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Die britische Großbank HSBC (Hongkong and Shanghai Banking Corporation) stellte 2016 1,48 Milliarden US-Dollar an Gebühren in Rechnung ein – ein Minus von 13 Prozent im Vergleich zu 2015.

Platz 11: UBS
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Die Schweizer Großbank UBS verlor einen Platz im Ranking und sammelte 2016 „nur“ noch 1,58 Milliarden US-Dollar an Transaktionsgebühren ein – ein Minus von 17,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Trotzdem zählt UBS zu den erfolgreichsten Investmentbanken 2016 – Verluste auf hohem Niveau also.

Platz 10: RBC Capital Markets
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RBC Capital Markets ist Teil der Royal Bank of Canada und verdiente 2016 mehr als 1,78 Milliarden US-Dollar im Investmentbanking. Zwar ist das ein Verlust von vier Prozent im Vergleich zum Vorjahr, RBC kletterte im Ranking aber einen Platz nach oben.

Platz 9: Wells Fargo & Co.
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Das US-Finanzdienstleistungsunternehmen Wells Fargo & Company konnte mit seiner Investmentbanking-Sparte im vergangenen Jahr mehr als 2,11 Milliarden US-Dollar an Gebühren einnehmen – ein Minus von sechs Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Die Platzierung konnte Wells Fargo halten.

Am Donnerstag haben sich auch einige regionale Fed-Präsidenten zu Wort gemeldet. Ihre Prognosen weichen in Details voneinander ab, aber der übereinstimmende Tenor lautet, dass die US-Wirtschaft jetzt schon, vor Trumps Amtsantritt, recht robust ist, gerade auch mit Blick auf den Arbeitsmarkt.

Fed-Chefin Janet Yellen sagte bei einer Veranstaltung in Washington, kurzfristig sei die Wirtschaft sehr robust und das Inflationsziel von zwei Prozent greifbar. Langfristig hält sie vor allem die niedrige Produktivität für ein Problem, deren Ursachen umstritten seien.

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2 Kommentare zu "Wachstumsprognose: Die große Ernüchterung"

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  • Es ist doch immer das Gleiche, ein Spiel der Marktmanipulation und Verarschung seitens der Großinvestoren. Nach Trump war alles super, die Wirtschaft hatte wunderbare Aussichten und die Kurse gingen wochenlang nach oben. Nun machen sie ihren Schnitt, prügeln die Kurse mit angeblich trüben Aussichten wieder nach unten und steigen dann wieder ein, um erneut von hervorragenden Aussichten zu sprechen. Der Dumme ist dabei nur der Kleinanleger und unsere Vollpfosten von Politikern (allerdings nicht nur in Deutschland) schauen dumm drein, weil sie das, was da passiert nicht checken oder geschmiert warden. Und Merkel hat ja eh nur noch ein Thema, ihre Wüstenbewohner namens Schutzsuchende. Verbieten muss man diese Art von Manipulation!!!

  • Die US-Banken haben soviel Geld versenkt, von denen braucht keiner einen Rat annehmen!
    Trump ist auf den richtigen Weg. Trump macht die USA wieder Groß!

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