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Wachstumsprognose: Weltbank sieht Chinas Wirtschaft schwächeln

Die Weltbank erwartet für China ein geringeres Wachstum in 2012 und 2013. Experten zufolge könnte die Abkühlung länger anhalten als erwartet. Dabei hat die Volksrepublik gleich doppelt Pech.

China will Geld ausgeben, auch wenn die Wirtschaft schwächelt. Quelle: obs
China will Geld ausgeben, auch wenn die Wirtschaft schwächelt. Quelle: obs

SingapurDie Weltbank hat die Wachstumsprognose für China für dieses und nächstes Jahr gesenkt. Es bestehe das Risiko, dass das Schwächeln der Wirtschaft länger anhalten könnte als bislang von Analysten erwartet, erklärte die Institution am Montag. „China hat doppeltes Pech“, sagte der Weltbank-Chefvolkswirt für Ost-Asien und den Pazifik, Bert Hofman. „Die Abkühlung wird getrieben von schwächeren Exporten und einer schwächeren heimischen Nachfrage.“ Ein Hauptgrund dafür ist die Euro-Krise, die auch den Exportweltmeister trifft.

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Die trüben Aussichten für die Weltkonjunktur drückten massiv auf die Aktienmärkte. In Deutschland nahmen Anleger ihre jüngsten Gewinne mit und drückten so den Dax um 1,4 Prozent auf 7293 Punkte.

Asiens größte Volkswirtschaft werde 2012 voraussichtlich um 7,7 Prozent wachsen statt wie noch im Mai angenommen um 8,2 Prozent, teilte die Weltbank mit. Für nächstes Jahr reduzierte sie die Schätzung auf 8,1 von 8,6 Prozent. Der Abschwung in China in diesem Jahr sei deutlich gewesen, erklärten die Experten. „Einige fürchten, dass er sich noch beschleunigen könnte“, hieß es in dem Weltbankbericht. Angesichts der Wachstumszahlen könne aber immer noch von einer weichen Landung gesprochen werden, sagte Hofman.

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Positive Signale kamen am Montag aus dem chinesischen Servicesektor. Nach einer Erhebung der Bank HSBC hat sich die Dienstleistungsbranche im September etwas erholt. Der Einkaufsmanagerindex für den Wirtschaftszweig stieg auf 54,3 Punkte von 52,0 Punkten im August, wie die Bank mitteilte. Dies ist der höchste Stand seit Mai. HSBC-Volkswirt Hongbin Qu führte die bessere Lage auf die „Goldene Woche“ Anfang Oktober zurück. Die arbeitsfreie Zeit nutzen viele Chinesen, um in Urlaub zu fahren oder ihre Verwandten zu besuchen. Zudem hätten sich Konjunkturmaßnahmen ausgewirkt, sagte der Experte.

Der offizielle Einkaufsmanagerindex, der in der vergangenen Woche veröffentlicht wurde, war dagegen auf den niedrigsten Stand seit September 2010 gesunken. Die Erhebung berücksichtigt aber eher größere Staatsunternehmen.

Konjunktur Asien

Auch dem Einzelhandel brachte die Goldene Woche positive Impulse. In der Urlaubszeit stiegen die Umsätze um 15 Prozent. Im Vorjahreszeitraum waren es allerdings noch 17,5 Prozent. Die Zahlen zeigten, dass die Verbraucherstimmung immer noch gut sei, sagte Alex Fan von ICBC International. „Die Leute wollen Geld ausgeben, auch wenn die Wirtschaft schwächelt.“

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