
HB BERLIN. Der Ifo-Geschäftsklimaindex stieg deutlich auf 101,6 Punkte von 98,2 Zählern im Vormonat und erreichte den höchsten Stand seit Mai 2008 , wie das Münchner Institut für Wirtschaftsforschung (Ifo) am Freitag zu seiner Umfrage unter rund 7000 Firmen mitteilte. Von Reuters befragte Experten hatten im Schnitt lediglich mit einem Anstieg auf 98,6 Zähler gerechnet.
Die Manager schätzten sowohl die Geschäftslage als auch die Aussichten für die kommenden sechs Monate optimistischer ein als im März. Der Lageindex kletterte von 94,5 Zählern auf 99,3 Punkte, der Index für die Erwartungen von 102,0 Zählern auf 104,0 Punkte. Der Ifo-Index gilt als der wichtigste Indikator für die Entwicklung der deutschen Wirtschaft.
Ökonomen verfielen angesichts der Zahlen regelrecht in Jubelstimmung. „Wahnsinn! Das übertrifft alle Erwartungen", sagte Andreas Scheuerle von der Dekabank. Besonders positiv sei, dass die Ifo-Erwartungen so stark zulegen konnten - das gebe mehr Spielraum nach oben. Der Index kontrastiere zu der Stimmung an den Märkten, wo Griechenland das Top-Thema sei, fügte der Ökonom hinzu. "Die Unternehmen interessiert das aber ganz offensichtlich nicht: Griechenland macht gerade einmal 0,8 Prozent der deutschen Exporte aus." Das sei "irrelevant" für die Unternehmen. Für die Firmen zähle vielmehr, dass die globale Erholung in vollem Gange sei, vor allem in den Regionen außerhalb Europas. "Die deutsche Industrie ist dort im europäischen Vergleich gut aufgestellt, insbesondere in der Wachstumsregion Asien“, sagte Scheuerle.
Jörg Zeuner, Chefvolkswirt von der VP Bank resümiert, dass sich nun der Aufschwung auch in Deutschland beschleunigen könne. Der schwache Euro helfe der Exportwirtschaft, aber auch die gute finanzielle Verfassung und die geplanten Investitionen der Unternehmen. Dennoch, warnt der Ökonom, dürften Deutschland und die Eurozone der weltweiten Dynamik und den Vorgaben aus den USA hinterherhinken. "Die deutsche Industrieproduktion stagniert seit Jahresbeginn und die Auftragseingänge nehmen nur langsam zu", führte Zeuner zur Begründung an. Zudem sei von der Konsumentenseite trotz verbesserter Stimmungsindikatoren keine große Unterstützung zu erwarten. "Die Arbeitslosigkeit ist nach wie vor hoch, die immer noch vorherrschende Arbeitsplatzunsicherheit belastet den privaten Konsum", sagte Zeuner.
"bei Ökonomen kamen die Zahlen äußerst gut an. Manche verfielen regelrecht in Jubelstimmung."...
und dem Wähler geht der A... auf Grundeis!!!
Nach den Wahlen haben die Ökofuzzis wieder schlechte Laune und bereiten die nächste Einkommenseinbuße auf.
Kurzfristig gesehen durchaus möglich und für die Höhe der davon abhängigen Managergehälter auch sehr erwünscht. Wenn die Gehälter wieder gestiegen sind, gehts wieder zurück zum Tagesgeschäft und die Krise schlägt wieder zu. Die guten Nachrichten sind Opium fürs Volk und Kerosin für die Managergehälter. Wenn die Opiumwirkung nachläßt, werden drastische Entzugserscheinungen im Volk bemerkbar, das Management tankt einfach nach, egal wer den Preis bezahlen muß..
Diese Weltuntergangsscenarien, die über mehr als 12 Monate ständig veröffentlicht wurden, haben die Krise letztlich deutlich verstärkt. Wir sollten alle froh sein, dass gelegentlich auch mal positive Meldungen kommen (Siehe Gewinne Q1 2010). immerhin reicht noch jede unnütze Nachricht über Griechenland um die börsen weltweit ins wackeln zu bringen. Ein Witz, dieses "Siechenland" spielt wirtschaftlich überhaupt keine Rolle (Ausser für die HRE, leider)!
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