Weltwirtschaft
Internationale Konflikte bleiben größte Bedrohung

Die größte Gefahr für die Weltwirtschaft bleiben ganz reale Konflikte. Das ergibt ein Risiko-Bericht des Weltwirtschaftsforums. Sorge bereiten Manager demnach vor allem die Ebola-Epidemie und die Lage in der Ukraine.
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LondonDie wachsenden politischen Spannungen in der Welt sind in den Augen führender Wirtschaftsexperten die derzeit größte Bedrohung für die globale Stabilität. Das geht aus dem am Donnerstag in London veröffentlichten Welt-Risiko-Bericht des Weltwirtschaftsforums (WEF) hervor.

Damit hat die Angst vor einem zwischenstaatlichen Konflikt die wachsende Ungleichheit und die Angst vor einer neuen Finanzkrise als wahrscheinlichstes Risiko abgelöst. Für die Studie wurden fast 900 Manager und Wirtschaftswissenschaftler befragt.

Auch die Angst vor Regierungskrisen und dem Zerfall von Staaten nahm deutlich zu. „25 Jahre nach dem Fall der Berliner Mauer steht die Welt wieder im Angesicht eines zwischenstaatlichen Konflikts, den es abzuwenden gilt“, sagte die leitende WEF-Ökonomin Margareta Drzeniek-Hanouz mit Blick auf den Konflikt im Osten der Ukraine.

Zudem sehen die Befragten Umweltrisiken wie extreme Wetterereignisse und den Klimawandel als zunehmend größere Gefahren. Im Hinblick auf mögliche Auswirkungen stuften sie Wasserkrisen und die Ausbreitung von Krankheiten wie Ebola als am bedrohlichsten ein.

Beim Jahrestreffen des Weltwirtschaftsforums wollen in der kommenden Woche (21.-24.1.) mehr als 2500 Topmanager und Spitzenpolitiker in Davos nach Antworten auf die Sorgen suchen. WEF-Gründer Klaus Schwab hat die Hoffnung geäußert, dass dies zur Bildung von neuem Vertrauen beiträgt. Über 40 Staats- und Regierungschefs, darunter Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU), werden in Davos erwartet.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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