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Weltwirtschaftsausblick: Weltbank verlangt weitere Sparmaßnahmen

Die Schadensbegrenzung aus der Griechenland-Krise ist gelungen, doch um so mehr müssen die Industrieländer jetzt ihre Defizite unter Kontrolle bringen und sparen. In ihrem jüngsten Weltwirtschaftsausblick kommt die Weltbank zu dem Schluss, dass zumindest die „Ansteckungsgefahr“ aus der dem griechischen Drama vorläufig gebannt zu sein scheint.

Industrieländer sollen laut der Weltbank mehr sparen. Quelle: dpa
Industrieländer sollen laut der Weltbank mehr sparen. Quelle: dpa

DÜSSELDORF/FRANKFURT/´WASHINGTON. Die Bundesregierung bekommt im Streit mit den USA um ihre Sparpolitik immer mehr internationale Unterstützung. Nach dem Internationalen Währungsfonds (IWF) und der Organisation für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) forderte gestern in Washington auch die Weltbank einen raschen Abbau der Haushaltsdefizite in allen Industrieländern. Sie untermauert in ihrem halbjährlichen Weltwirtschaftsausblick mit einer Modellrechnung, dass eine schnelle Reduzierung der Schulden dem globalen Wirtschaftswachstum mehr nützt als weitere Konjunkturhilfen, wie die US-Regierung sie propagiert.

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Der US-Finanzminister Timothy Geithner und sein deutscher Amtskollege Wolfgang Schäuble waren am Wochenende auf dem Gipfeltreffen der Finanzminister der G20- Gruppe hart aneinander geraten. Geithner warf den Deutschen vor, die Konjunktur in ganz Europa kaputtzusparen und forderte von ihnen weitere Stimulus-Programme. Er hat dabei große Schwellenländer hinter sich. Schäuble erhielt jedoch Unterstützung aus Frankreich, Italien und Japan für seine Position, entschlossen auf Sparkurs zu gehen.

Dafür plädiert auch die Weltbank. Sie zeigt in ihrer Modellrechnung, dass die Wachstumsraten in allen Ländern langfristig höher ausfallen würden, wenn die überschuldeten Staaten ihre Schuldenlasten schnell abbauten. Am meisten würden die großen Schwellenländer davon profitieren. Vor allem in den USA, Japan und Großbritannien würden aber kurzfristig die Wachstumsraten schrumpfen. „Die aktuellen Sparanstrengungen einzelner Regierungen in Europa, wie etwa in Deutschland, sind gut geeignet, um durch die Phase der großen Nervosität zu kommen“, sagte Andrew Burns, Hauptautor des Berichts.

Der IWF hat bereits am Montag in einem Bericht über die Lage in der Euro-Zone entschlossenes Sparen gefordert. „Fiskalische Konsolidierung ist unvermeidlich, und alle Staaten müssen damit spätestens 2011 beginnen“, heißt es darin. Der Chefvolkswirt der OECD, Pier Carlo Padoan, nannte Ende Mai die fiskalische Konsolidierung Aufgabe Nummer eins. Auch er kam zu dem Ergebnis, dass eine entschlossene Sparpolitik das globale Wachstum langfristig stärken werde.

Der Chefvolkswirt der Deutschen Bank, Thomas Mayer, unterstützt die Spar-Fraktion. „Die Rezession ist vorbei. Weitere Konjunkturprogramme würden nur die Staatsverschuldung in gefährliche Höhen treiben“, sagte er dem Handelsblatt. „Es kommt nun darauf an, die Rückführung der Defizite anzugehen, bevor der Kapitalmarkt die weitere Finanzierung verweigert.“ Der Welthandelsexperte Jagdish Bhagwati von der Columbia-Universität in New York sagte dem Handelsblatt, die Finanzpolitik der USA sei von den bevorstehenden Kongresswahlen geprägt. Die Regierung werde alles tun, damit die Wirtschaft bis dahin nicht einbreche.

  • 09.06.2010, 22:47 UhrAnonymer Benutzer: Goldmund

    Hier ein treffender Kommentar den ich bei den Kommentaren "diewelt.de" gefunden habe. Wilhelm busch hätte es nicht besser sagen können.

    Wenn die börsenkurse fallen,
    regt sich Kummer fast bei allen,
    aber manche blühen auf:
    ihr Rezept heißt Leerverkauf.

    Keck verhökern diese Knaben
    Dinge, die sie gar nicht haben,
    treten selbst den Absturz los,
    den sie brauchen - echt famos!

    Leichter noch bei solchen Taten
    tun sie sich mit Derivaten:
    Wenn Papier den Wert frisiert,
    wird die Wirkung potenziert.

    Wenn in Folge banken krachen,
    haben Sparer nichts zu lachen,
    und die Hypothek aufs Haus
    heißt, bewohner müssen raus.

    Trifft’s hingegen große banken,
    kommt die ganze Welt ins Wanken
    -auch die Spekulantenbrut
    zittert jetzt um Hab und Gut!

    Soll man das System gefährden?
    Da muß eingeschritten werden:
    Der Gewinn, der bleibt privat,
    die Verluste kauft der Staat.

    Dem ist nichts hinzuzufügen!

  • 09.06.2010, 22:00 UhrAnonymer Benutzer: Leertasche

    PAPPERLAPAPP - GRiECHENLAND iST PLEiTE !
    Wenn das nicht Anlaß sein sollte für die bundesregierung weitere ungedeckte Leerverkäufe zu verbieten. EURO stabil, deutsche banken in hohem Risikoprofil, Stabilisierung ist gefragt!
    Das Länder mit "budgethilfe" in weitere Schieflage geraten könnten, hat wohl mehr mit der eigenen Rolle als Geldverteiler zu tun. Da ist ja tatsächlich was aus dem Einflußbereich der USA verschwunden. - Gut so.
    Aber dieser Ableger der UN muß es ja wissen, wenn man in Richtung Europa Ratschläge erteilt.
    Und wie das so ist mit Schulden der industrieländer: Alles hängt an der Höhe des Zinses! Und auch hier scheinen mir 6% jährliche Einsparung "der industrieländer" doch stark pauschalierend und im Einzelfall bei weitem zu tief gegriffen.

  • 09.06.2010, 20:27 UhrAnonymer Benutzer: morchel

    weg mit dem EU-Parlament ( Koch-Marin)hohler gehts nicht mehr.kosten sparen es gibt so viel gelegenheiten,die alle nicht realisiert wurden weil es euch da oben betreffen wird,also gehts gegen die schwächsten gibt es ja die tafel.Pack mehr seit ihr nicht ein pendel schlägt immer nach zwei seiten,das habt ihr vergessen

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