Wenige Jobs geschaffen
Starker Dollar bremst den US-Arbeitsmarkt

An den Börsen wurden die US-Arbeitsmarktdaten schon vor ihrer Veröffentlichung heiß diskutiert. Nun ist klar: Es wurden nur halb so viele neue Stellen geschaffen wie erwartet – das liegt vor allem am starken Dollar.
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WashingtonDie US-Wirtschaft hält sich wegen des starken Dollar mit Neueinstellungen zurück. Sie schuf im März nur noch 126.000 Jobs – halb so viele wie erwartet und so wenige wie seit über einem Jahr nicht mehr. Das teilte das Arbeitsministerium am Freitag mit. Zuvor hatte es zwölf Monate in Folge jeweils mehr als 200.000 neue Arbeitsplätze gegeben, die längste Boomphase seit mehr als zwei Jahrzehnten. Obwohl die Arbeitslosenquote auf dem Sechseinhalb-Jahrestief von 5,5 Prozent verharrte, könnte die Notenbank (Fed) ihre Zinswende angesichts der sich häufenden schwachen Konjunkturdaten verschieben.

„Keine Frage, die Wirtschaft leidet unter den negativen Folgen des starken Dollar“, sagte Analyst Jim Baird vom Finanzhaus Plante Moran Financial Advisors. "Die Unternehmensgewinne stehen unter Druck, die geringeren Neueinstellungen sind eine Reaktion darauf." Experten gehen davon aus, dass die weltgrößte Volkswirtschaft im gerade abgelaufenen ersten Quartal nur noch mit einer Jahresrate von 0,6 Prozent gewachsen ist.

Ende 2014 war das Wachstum noch viermal so hoch ausgefallen. Der strenge Winter und Hafenstreiks dürften die Konjunktur zu Jahresbeginn ebenso gebremst haben wie der starke Dollar, der US-Waren in Übersee verteuert und ausländische Konkurrenzprodukte auf dem Heimatmarkt verbilligt.

Der Euro stieg nach Bekanntgabe der Arbeitsmarktdaten um einen Cent auf rund 1,10 Dollar. Bislang rechnen die meisten Experten damit, dass die Fed den Leitzins frühestens ab Jahresmitte anheben wird. Er liegt seit Ende 2008 nahe null Prozent. Steigt der Zins, werden Dollar-Anlagen für Investoren attraktiver. In Erwartung der Zinswende hat der Euro binnen eines Jahres um mehr als ein Fünftel an Wert verloren. "Eine Zinserhöhung im Juni bleibt auf der Tagesordnung, doch bedarf es dazu einer raschen Erholung", sagte ING-Ökonom James Knightley.

Private Unternehmen schufen im vergangenen Monat nur noch 129.000 neue Jobs, nachdem es im Februar noch 264.000 waren. Die Industrie, die besonders unter dem starken Dollar leidet, baute 1000 Stellen ab. Im Bergbau fielen sogar 11.000 Arbeitsplätze weg. Grund dafür ist der gesunkene Ölpreis. Viele Unternehmen haben deshalb die Öl- und Gasgewinnung gedrosselt oder aufgegeben, da sie nicht mehr rentabel genug ist.

Für die Beschäftigten hält der Regierungsbericht aber auch eine positive Nachricht bereit. Die Stundenlöhne stiegen um 2,1 Prozent im Vergleich zum März 2014. Höhere Verdienste signalisieren einen stabileren Arbeitsmarkt. Die Fed verfolgt deren Entwicklung daher genau. Der Einzelhändler Wal-Mart und die Restaurantkette McDonald's hatten zuletzt nach einer Protestwelle angekündigt, ihren Mitarbeitern mehr zu bezahlen. Andere Unternehmen könnten nun nachziehen.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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  • Wer an dieses US-Märchen geglaubt hat ist selber schuld !
    Genauso werden die Ergebnisse im Freihandel.... aussehen, alles gelogen und gesponnen !

    ABER für die wenigen Ausbeuter bleibt es profitabel !

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